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Die wilden Kerle

Alles ist gut, solange du wild bist: Das ist das Motto der wilden Kerle, einer frechen Fußballbande, die in den Sommerferien fürs Leben lernt.

Die wilden Kerle Großansicht
(Bild: Buena Vista)
Verleih Buena Vista
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Deutschland 2003
Regie Joachim Masannek
Darsteller Jimi Blue Ochsenknecht, Wilson Gonzalez Ochsenknecht, Constantin Gastmann
Kinostart 02.10.2003
Einspielergebnis D € 4.072.519
Bes. (EDI) 915.669
Bes. (FFA) 954.641
Charthistory
Filmtrailer Video

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Die wilden Kerle freuen sich bei Ferienbeginn auf spaßige Wochen auf dem Bolzplatz. Doch die Teenietyrannen rund um Michi haben sich in ihrem Revier breit gemacht. Da fordert der neunjährige Leon die 13-jährigen Terroristen zum Entscheidungsspiel heraus - in zehn Tagen! Mit Hilfe von Trainer Willi machen sie Fortschritte, als das Auftauchen der coolen Vanessa und der Rausschmiss der "Kleinen" die Truppe entzweit.

Spannendes, abwechslungsreiches und amüsantes Kino für wache Kids und deren Eltern ist das Fußballabenteuer geworden, mit dem der Autor der erfolgreichen Buchvorlage, Joachim Massanek, sein Spielfilmdebüt gibt. Zum Gelingen trägt das bestens aufgelegte Ensemble, bestehend aus den Familien Ochsenknecht, Beck und Masannek, bei.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Während die eigenen Kinokarrieren derzeit ein wenig in der Abseitsfalle hängen, unterstützen Rufus Beck und Uwe Ochsenknecht ihre Sprösslinge nun bei deren fulminantem Fußballabenteuer "Die wilden Kerle". Die Vorlage dazu lieferte HFF-Absolvent und Kinderbuchautor Joachim Masannek, der sich zu seinen im Baumhaus Buchverlag erschienenen Geschichten und dem nun vorliegenden Kickerabenteuer von seinem realen Dasein als Trainer der gleichnamigen Kindermannschaft inspirieren ließ. Kurzerhand bezog auch der in München ansässige Filmemacher für sein Regiedebüt die eigenen Söhne in das liebenswerte Ensemble mit ein. Mit derartiger Familienpower und solchem Sachverstand ausgestattet, wird der kurzweilige Kinderfilm, der auf das Konto des erfolgserprobten Produzentenduos Ewa Karlström und Andreas Ulmke-Smeaton ("Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit") geht, locker in die Gunst der fußballinteressierten Kids dribbeln.

Deutschland, einig Fußball-Land - an dieser Tatsache gibt's nichts zu rütteln und 6.274.021 DFB-Mitglieder, die in 26.239 Vereinen mit 168.246 Mannschaften wöchentlich über den Rasen hetzen, geben ein imposantes Zeugnis über unsere fußballverrückte Nation ab. Doch während man als Fußballfan von der FC-Bayern-Zahnbürste bis hin zum FC-St. Pauli-Babyschnuller sämtliche Ausstattungsbedürfnisse mit adäquaten Accessoires befriedigen kann, müssen kinoverliebte Balljünger bislang - art imitates life - hauptsächlich auf Nachschub aus dem Ausland zählen ("Kick it Like Beckham", "Mean Machine - Die Kampfmaschine", "Shaolin Kickers"). Nun aber wird alles anders. Denn bald schon dürfen die Großen mit Sönke Wortmanns "Das Wunder von Bern" in Nostalgie schwelgen. Zunächst aber sind die Kids am Ball, "Die wilden Kerle" werden vor allem Kinderaugen von sechs bis zwölf und älter zum Funkeln bringen.

Die gleichnamige Fußballmannschaft freut sich bei Ferienbeginn auf spaßige Wochen auf dem Bolzplatz. Doch da müssen die "Kerle" zerknirscht feststellen, dass sich die Teenietyrannen rund um den dicken Michi (Florian Heppert) in ihrem Revier breit gemacht haben. Da platzt dem neunjährigen Leon (Jimi Blue Ochsenknecht wird die Mädchenherzen zum Schmelzen bringen) der Kragen und er fordert die 13-jährigen Terroristen zum Entscheidungsspiel heraus - in zehn Tagen! Mit Hilfe von Kioskbetreiber und Neutrainer Willi (Rufus Beck mit wenig schmeichelhafter Langhaarperücke) machen sie im Ausbildungslager schon ziemliche Fortschritte, als das Auftauchen der coolen Vanessa (Sarah Kim Gries) und der Rausschmiss der "Kleinen" Raban (Raban Bieling) und Joschka (Kevin Ianotta) die Truppe entzweit und ihren Sieg gegen die Älteren gefährdet.

Als richtiggehender Familienausflug entpuppten sich die Dreharbeiten zu "Die wilden Kerle". Denn neben der gesamten Ochsenknecht-Familie (Mutter Natascha spielt Rabans Mutter, Vater Uwe einen griesgrämigen Vater, Sohn Wilson Gonzales den Kicker Marlon) und deren Nachbarn, den Masanneks (Vater Drehbuch und Regie, Sohn Leon spielt den Markus, Sohn Marlon den stillen Maxi) machte sich auch Rufus Beck mit Sohn Jonathan und Tochter Sarah sowie dem Rest der Crew ins damals arg flut-gebeutelte Prag auf. Der Aufwand und das Bangen um die planmäßige Durchführung des Projekts hat sich in der Rückschau aber hundertprozentig gelohnt, denn "Die wilden Kerle" ist spannendes, abwechslungsreiches und amüsantes Kino für wache Kids und deren Eltern. Stimmig wirkt die Balance zwischen den Erwachsenen und den - angenehm un-neunmalklugen - Kindern, sympathisch zurückhaltend wird das anfängliche Misstrauen zwischen den Jungs und der überzeugend spielenden Debütantin Sarah Kim Gries alias Vanessa geschildert, die von ihrer resolut-charmanten Großmutter (Cornelia Froboess in einer kleinen, aber wirkungsvollen Nebenrolle) zur Selbstsicherheit erzogen wird. Nicht zuletzt sorgen auch die frechen Songs ("Mädchen sind zickig...") von den Bananafishbones für zahlreiche Lacher, die ohne herablassende Texte das Geschehen kommentieren. Und auch die Botschaft von Selbstbewusstsein, Zusammenhalt und Toleranz wird durch die überraschend sichere Regie von Kinodebütant Joachim Masannek verständlich, aber sehr zurückhaltend vermittelt. Beste Erfolgsaussichten für einen Kantersieg also für Sam Film und den Verleih Buena Vista, der damit endlich mal wieder auf nationaler Ebene aktiv wird. lasso.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Buena Vista
O-Titel Die wilden Kerle
Land / Jahr Deutschland 2003
Kategorie Spielfilm
Genre Kinderfilm
Produktionsfirmen SamFilm
Produktionsförderung FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 260.000),
FilmFernsehFonds Bayern (EUR 175.000),
Bayerischer Bankenfonds (BBF) (EUR 175.000)
Verleihförderung FilmFernsehFonds Bayern (EUR 125.000),
Bayerischer Bankenfonds (BBF) (EUR 125.000),
FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 150.000)
Kinostart 02.10.2003
Laufzeit 94
FSK o.A. (ohne Altersbeschränkung)
FBW-Prädikat Wertvoll
Einspielergebnis D € 4.072.519
Bes. (EDI) 915.669
Bes. (FFA) 954.641
Charthistory
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.movie.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Ewa Karlström, Andreas Ulmke-Smeaton
Regie Joachim Masannek
Drehbuch Joachim Masannek
Darsteller Jimi Blue Ochsenknecht (Leon), Wilson Gonzalez Ochsenknecht (Marlon), Constantin Gastmann (Fabi), Raban Bieling (Raban), Marlon Wessel (Maxi), Jonathan Beck (Juli), Kevin Ianotta (Joschka), Sarah Kim Gries (Vanessa), Filippo Dattola (Jojo), Leon Wessel (Markus), Florian Heppert (Dicker Michi), Nicolas Michalczewski (Sense), Tayfun Mentes (Krake), Gerald Gössner (Fettauge), Mirko Satorius (Mähdrescher), Christoph Borsdorf (Dampfwalze), Sascha Denis Hensel (Kong), Rufus Beck (Willi), Cornelia Froboess (Vanessas Oma), Uwe Ochsenknecht (Maxis Vater), Pippi Söllner (Fabis Mutter), Judith Al Bakri (Julis und Joschkas Mutter), Tim Wilde (Leons und Marlons Vater), Natascha Ochsenknecht (Rabans Mutter), Adnan Maral (Obsthändler), Sarah Beck (Cousine 1), Klára Hermánková (Cousine 2), Iveta Benicová (Cousine 3)
Kamera Sonja Rom
Schnitt Alexander Berner
Musik Gert Wilden jr., Bananafishbones
Produktionsdesign Winfried Hennig
Ton Heiko Müller (Sounddesign)
Kostüme Mika Braun
Casting Uwe Bünker
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
5. DVD Champion
DVD Champion Großansicht
2004, München, 27.10.2004 Deutscher Film  
25. Bayerischer Filmpreis
Bayerischer Filmpreis Großansicht
2003, München, 16.01.2004 VGF-Preis Ewa Karlström, Andreas Ulmke-Smeaton
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Die wilden Kerle EuroVideo Bildprogramm DVD, o.A. (ohne Altersbeschränkung), 96 Min. Kauf
Die wilden Kerle
Nicht lieferbar
EuroVideo Bildprogramm VHS, o.A. (ohne Altersbeschränkung), 96 Min. Kauf
Die wilden Kerle + Tipp-Kick-Spiel (LimitedEdition)
Nicht lieferbar
EuroVideo Bildprogramm DVD, o.A. (ohne Altersbeschränkung), 96 Min. Kauf
Die wilden Kerle EuroVideo Bildprogramm DVD, o.A. (ohne Altersbeschränkung), 91 Min. Leih
Die wilden Kerle EuroVideo Bildprogramm VHS, o.A. (ohne Altersbeschränkung), 91 Min. Leih
Enthalten in:
Die wilden Kerle 1-5 (Ball-Sonderedition, 5 DVDs)
Walt Disney Studios Home Entertainment
DVD, ab 6
Kauf
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Songtrack Diverse Die wilden Kerle
Soundtrack/Songtrack Diverse Die wilden Kerle - Die CD zum Kinofilm Nicht lieferbar
nach oben Games zum Film
Title Art System Vertrieb
Die Wilden Fußballkerle: Die CD-ROM zum Filmabenteuer Game PC/Mac Tivola
Die Wilden Fußballkerle: Abenteuer in den Graffitiburgen Game PC/Mac Tivola
Die Wilden Fußballkerle: Alles ist gut, solange Du wild bist! Game PC/Mac Tivola
Die Wilden Fußballkerle: Abenteuer in den Graffitiburgen - Sonderausgabe Game PC/Mac Tivola
Die Wilden Fußballkerle: Abenteuer in den Graffitiburgen (mit Schlüsselband) Game PC/Mac Tivola
Die Wilden Fußballkerle: Abenteuer in den Graffitiburgen Game PC/Mac Tivola
Die Wilden Fußballkerle: Abenteuer in den Graffitiburgen Game PC/Mac Tivola
Die Wilden Fußballkerle: Alles ist gut, solange Du wild bist! Game PC/Mac ak tronic
Die Wilden Fußballkerle: Abenteuer in den Graffitiburgen Game PC/Mac ak tronic
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Als die unerträglichen Teenie-Tyrannen um den dicken Michi just am ersten, heißersehnten Ferientag den Bolzplatz für sich beanspruchen, platzt dem neunjährigen Leon der Kragen. Er fordert die 13-Jährigen zum entscheidenden Match - in zehn Tagen! Mit Hilfe von Kiosk-Betreiber Willi geben die mutigen Jungs im improvisierten Trainingslager alles und zeigen schnell Fortschritte. Da entzweit das Auftauchen der coolen Vanessa sowie der Rausschmiss der "Kleinen" Raban und Joschka die Truppe und gefährdet ihren Sieg gegen die Älteren.

Beinharte Zweikämpfe und perfektes Zusammenspiel, spannende Action und große Gefühle - all das vereint das gelungene Regiedebüt des Erfolgsautors Joachim Masannek. Nicht zuletzt dank toller Jungdarsteller wie Jimi Blue Ochsenknecht oder Raban Bieling, die die "Großen" Rufus Beck ("Emil und die Detektive") und Cornelia Froboess ("Faust") so manches Mal locker an die Wand spielen. Unterstützt von den witzigen Songs der Bananafishbones, sollte dieses spannende Abenteuer besonders bei den Jungs für Freude sorgen.

Quelle: mediabiz.de

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: WertvollKurztext:

Jungenwelten, Fußball und ein Schuß Märchen machen diesem locker erzählten Abenteuer um und auf einem Bolzplatz zu einem echtem Spaß für die Kids.

Gutachten:

Auf Anhieb ein überzeugendes Konzept für einen Kinderfilm: zwei rivalisierende Fußballmannschaften, die sich um einen Bolzplatz streiten und ein finales Match vereinbaren, um über den künftigen Platzherrn zu entscheiden.

Doch hier beginnen auch schon die Probleme: Es ist nicht unbedingt einzusehen, warum die unsympathischere Mannschaft aus übergewichtigen Jungs bestehen muß. Wie mag das auf den betroffenen Teil des Kinopublikums wirken? Ähnliche Kritikpunkte wurden in der Diskussion des Bewertungsausschusses mehrfach geäußert.

So wirkt die Rolle der Erwachsenen im Film sehr reduziert. Willi, der Trainer, hält sich in entscheidenden Momenten heraus, ist selbst kein Vorbild. "Oma" Cornelia Froboess ist hier allerdings die rühmenswerte Ausnahme, überzeugt auch als Darstellerin. Erwachsenen Kinobegleitern wird die Einfühlung in diese Kinder, die schon ziemlich erwachsen agieren (müssen?), jedenfalls nicht ganz leicht fallen.

Im Gegensatz zu diesem Thema ist das Thema Jungs/Mädchen glaubwürdig behandelt. Der Film hat aber insgesamt in seinen phantastischen, teils anarchischen Teilen größere Stärken als in seiner Verbindung zu Realitäten welcher Art auch immer; die Prise Ironie am Endes versöhnt mit der manchmal durchaus angestrengten und daher anstrengenden "Kindertümmelei".

Kameraführung und Ausstattung verdienen positive Erwähnung, auch die Fußballszenen sind gut gelöst. Zur filmischen Ausführung ist aber wieder kritisch anzumerken, daß speziell mit dem Sound teilweise geschludert wurde; manches bleibt schlicht unverständlich. Auf der anderen Seite wirken viele Dialogzeilen gedrechselt, klingen die Flüche wie aus der Feder von Erich Kästner statt nach einer authentischen Kindersprache der Gegenwart. Die Schwierigkeiten der jugendlichen Darsteller sind unübersehbar.

Trotz seiner Schwächen dürfte der Film sein Publikum finden, denn er ist sicher gute Kinounterhaltung. Daß er darüber nicht ernsthaft hinaus kommt (oder gar will?), kann man ihm vorhalten, aber nicht vorwerfen.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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