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Die Wand

Drama um eine Frau, die in einer hermetisch abgeriegelten Welt allein auf sich gestellt ist. Mit Martina Gedeck in der Hauptrolle.

Die Wand Großansicht
(Bild: Studiocanal)
Verleih Studiocanal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Österreich, Deutschland 2011
Regie Julian Roman Pölsler
Darsteller Martina Gedeck, Karlheinz Hackl, Ulrike Beimpold
Kinostart 11.10.2012
Einspielergebnis D € 2.426.900
Bes. (EDI) 369.946
Bes. (FFA) 376.886
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 06.10.2014 (arte)

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Eine Frau schreibt in einer einsamen Jagdhütte ihre Geschichte auf. Als beim Wochenendausflug das befreundete Ehepaar von einem Dorfbesuch nicht zurückkommt, macht sie sich auf den Weg ins Tal und stößt an eine unsichtbare Wand, ist vom Rest der Welt getrennt und in einer feindlichen Natur auf sich gestellt. Nur einige Tiere leisten ihr Gesellschaft. Zwischen Einsamkeit, Angst und Resignation versucht sie zu überleben und stellt sich den Grundfragen menschlicher Existenz.

Julian Roman Pölslers subtil inszenierte, visuell und atmosphärisch fulminante Film-Adaption von Marlen Haushofers Meisterwerk fokussiert sich auf die innere Welt der Hauptfigur, nach der ersten Verzweiflung auf den Willen zum Überleben. Die Wand als Metapher bietet zahlreiche Interpretationsmöglichkeiten. Der sehr präsente Off-Kommentar stützt sich auf den gekürzten Romantext. Eine phänomenale Martina Gedeck dekliniert schauspielerisch souverän alle psychischen und physischen Höhen und Tiefen durch.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Eine brillant aufspielende Martina Gedeck stellt sich in der Verfilmung des berühmten Romans von Marlen Haushofer den Grundfragen menschlicher Existenz.

Wenn Martina Gedeck die Berggegend im Sommer erkundet, mit dem Gewehr über die Schulter im Winter durch den Wald stapft oder unter der Last von Heu im Herbst gebeugt dem Stall zuwankt, glaubt man eine Frau zu sehen, die ihr schweres Leben meistert. Erst bei näherem Hinsehen, bei einem Blick in ihr Gesicht ist Verzweiflung, Angst und große Einsamkeit zu spüren, gepaart mit Überlebenspragmatismus. Diese namenlose Person ist der einzige Mensch in einer sonst menschenleeren Landschaft, gefangen in einer abgeschotteten Seelenlandschaft. Um nicht den Verstand zu verlieren, bringt sie ihre Geschichte zu Papier. Mit dem letzten Blatt endet die von Julian Roman Pölsler subtil inszenierte, visuell und atmosphärisch fulminante Literatur-Adaption, sieben Jahre Drehbucharbeit machen sich bemerkbar. Das in 19 Sprachen übersetzte Meisterwerk von Marlen Haushofer galt als unverfilmbar, ein Ein-Personen-Stück über existenzielle Grundfragen.

Es sollte ein entspannter Kurzurlaub werden. Die Frau fährt mit einem befreundeten Ehepaar ins Gebirge, nach der Ankunft gehen die zwei ins Dorf, sie bleibt mit deren Hund zurück. Als sie am nächsten Morgen immer noch allein in der Jagdhütte ist, macht sie sich auf den Weg ins Tal und stößt an eine unsichtbare Wand, für den Zuschauer immer wieder an einem Grundsound auf der Tonspur erkennbar. Dahinter eine in sich erstarrte Welt. Sie ist allein auf sich gestellt und muss sich neu verorten in einer feindlichen, (von den unterschiedlichen Kameramännern) wunderbar fotografierten Natur im Wandel der Jahreszeiten, einzige soziale Ansprechpartner sind der Hund, eine Kuh, die bald ein Kalb bekommt, eine Katze und ihr Junges sowie eine weiße Krähe. Der Fokus liegt auf der inneren Welt der Hauptfigur, die Wand kann vieles sein - Metapher für das Gefangensein im eigenen Ich, Zeichen bewusster Abgrenzung oder für ein traumatisches Erlebnis, Auslöser für weibliche Autonomie wie Feministinnen meinten, vielleicht letzte Rettung, zu sich zu finden. Buch wie Film bieten zahlreiche Interpretationsmöglichkeiten. Der Romantext wurde mit Kürzungen übernommen, bei dem sehr präsenten Off-Kommentar und Bach-Partiten sehnt man sich allerdings manchmal nach mehr Stille. Martina Gedeck spielt phänomenal wie sie introvertiert alle psychischen und physischen Höhen und Tiefen durchdekliniert, sich an Strukturen klammert wie das Aufziehen der Uhr und das Abreißen von Kalenderblättern. Eine schauspielerische Glanzleistung. mk.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Studiocanal
O-Titel Die Wand
Land / Jahr Österreich/Deutschland 2011
Kategorie Spielfilm
Genre Drama / Mystery
Produktionsfirmen Coop99 Film, Starhaus Filmproduktion
Koproduktionsfirmen Bayerischer Rundfunk (BR), ARTE G.E.I.E., Österreichischer Rundfunk (ORF)
Förderung Eurimages (EUR 430.000),
DFFF - Deutscher Filmförderfonds (EUR 170.000)
Projektförderung Österreichisches Filminstitut (EUR 18.000),
Filmfonds Wien (EUR 17.500),
Filmfonds Wien (EUR 3.850)
Produktionsförderung FilmFernsehFonds Bayern (EUR 200.000),
Filmfonds Wien (EUR 175.000)
Verleihförderung FilmFernsehFonds Bayern (EUR 40.000),
FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 50.000)
Drehort Gosau am Dachstein/Salzkammergut (Oberösterreich)
Drehzeit 07.06.2010 - Februar 2011
Kinostart 11.10.2012
Laufzeit 108
FSK ab 12 Jahre
Einspielergebnis D € 2.426.900
Bes. (EDI) 369.946
Bes. (FFA) 376.886
Charthistory
USA-Start 07.06.2013, bei Music Box
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.diewand.studiocanal.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Bruno Wagner, Antonin Svoboda, Martin Gschlacht, Dr. Rainer Kölmel, Wasiliki Bleser
Redaktion Dr. Cornelia Ackers (BR), Prof. Jochen Kölsch, Prof. Dr. Andreas Schreitmüller, Dr. Heinrich Mis, Klaus Hipfl
Regie Julian Roman Pölsler
Drehbuch Julian Roman Pölsler
Buchvorlage Marlen Haushofer
Darsteller Martina Gedeck (Die Frau), Karlheinz Hackl (Hugo), Ulrike Beimpold (Luise), Julia Gschnitzer (versteinerte Frau), Hans-Michael Rehberg (versteinerter Mann), Wolfgang Maria Bauer (Mann)
Kamera Helmut Pirnat, Christian Berger, J.R.P. Altmann, Markus Fraunholz, Martin Gschlacht, Bernhard Keller, Hans Selikovsky, Thomas Tröger, Richi Wagner
Schnitt Bettina Mazakarini, Natalie Schwager, Thomas Kohler
Ton Uve Haussig (Aufnahme), Gregor Kienel, Markus Kathriner, Christian Bischoff, Johannes Konecny
Kostüme Ingrid Leibezeder
Maske Katharina Erfmann
Herstellungsleitung Jimmy C. Gerum (Starhaus), Maike Beba (BR)
Produktionsleitung Bruno Wagner
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
62. Internationale Filmfestspiele in Berlin
Internationale Filmfestspiele in Berlin
2012, Berlin, 09.02.2012 - 19.02.2012 Preis der Ökumenischen Jury (Panorama)  
63. Deutscher Filmpreis
Deutscher Filmpreis Großansicht
2013, Berlin, 26.04.2013 Bester Ton Uve Haussig, Christian Bischoff, Johannes Konecny
24. Romy Österreichischer Film-/Fernsehpreis   2013, Wien, 20.04.2013 Beste Regie Kinofilm Julian Roman Pölsler
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Die Wand (Reclam Edition) STUDIOCANAL Home Entertainment Sales DVD, ab 12, 104 Min. Kauf
Die Wand STUDIOCANAL Home Entertainment Sales DVD, ab 12, 104 Min. Kauf
Die Wand STUDIOCANAL Home Entertainment Sales Blu-ray Disc, ab 12, 108 Min. Kauf
Die Wand STUDIOCANAL Home Entertainment Sales DVD, ab 12, 104 Min. Leih
Die Wand STUDIOCANAL Home Entertainment Sales Blu-ray Disc, ab 12, 108 Min. Leih
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Eine Frau schreibt in einer einsamen Jagdhütte ihre Geschichte auf. Als beim Wochenendausflug ein befreundetes Ehepaar von einem Dorfbesuch nicht zurückkommt, macht sie sich auf den Weg ins Tal und stößt an eine unsichtbare Wand. Sie ist vom Rest der Welt getrennt und in einer feindlichen Natur auf sich gestellt. Nur einige Tiere leisten ihr Gesellschaft. Zwischen Einsamkeit, Angst und Resignation versucht sie zu überleben und stellt sich den Grundfragen menschlicher Existenz.

Julian Roman Pölslers subtil inszenierte, visuell und atmosphärisch fulminante Filmadaption von Marlen Haushofers Meisterwerk fokussiert sich auf die innere Welt der Hauptfigur, nach der ersten Verzweiflung auf den Willen zum Überleben. Die Wand als Metapher bietet zahlreiche Interpretationsmöglichkeiten. Der sehr präsente Off-Kommentar stützt sich auf den gekürzten Romantext. Eine phänomenale Martina Gedeck dekliniert schauspielerisch souverän alle psychischen und physischen Höhen und Tiefen durch.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Eine Frau in einer eisamen Hütte stellt fest, dass sie durch eine unsichtbare Wand von der Außenwelt getrennt ist. Adaption von Marlen Haushofers Roman, in der Martina Gedeck in der Hauptrolle über sich selbst hinauswächst.

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nach oben Auff�hrungen auf Festivals
Datum Stadt Festivalname
09.02.2012 - 19.02.2012 Berlin 62. Internationale Filmfestspiele Berlin - Berlinale
16.06.2012 - 24.06.2012 Shanghai (China) 15. Shanghai International Film Festival
31.10.2012 - 04.11.2012 Biberach, SternenPalast 34. Biberacher Filmfestspiele
12.03.2013 - 17.03.2013 Graz 19. Diagonale. Festival des österreichischen Films

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