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Die Vergessenen

Fesselnder Psychothriller, in dem Julianne Moore beweisen muss, dass ihr bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommener Sohn überhaupt existiert hat.

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(Bild: Columbia TriStar)
Verleih Columbia TriStar
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2004
Regie Joseph Ruben
Darsteller Julianne Moore, Dominic West, Gary Sinise
Kinostart 11.11.2004
Einspielergebnis D € 3.587.673
Bes. (EDI) 585.159
Bes. (FFA) 591.567
Charthistory
Boxoffice USA $ 66.641.205
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14 Monate, nachdem ihr achtjähriger Sohn Sam bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, wird Telly Paretta noch immer von den Erinnerungen gequält, in deren Folge sie sich von ihrem Mann Jim immer mehr entfremdet hat. Ihr Psychiater Dr. Munce versucht derweil, ihr glaubhaft zu machen, dass sie an Wahnvorstellungen leide: Ihr Sohn hätte nie existiert! Telly versucht verzweifelt und erfolglos, Beweise für Sams Existenz zu finden. Dann lernt sie Ash Correll kennen, den Vater eines anderen Opfers des Flugzeugabsturzes, mit dem sie fortan einen Verbündeten im Kampf um die Wahrheit an ihrer Seite hat.

Joseph Ruben ("Der Feind in meinem Bett") inszenierte für Revolution Studios mit den Stars Julianne Moore, Gary Sinise, "Emergency Room"-Doktor Anthony Edwards und Newcomer Dominic West ("Mona Lisas Lächeln") einen fesselnden Psychothriller. Darin lässt er seine Hauptdarstellerin auf einer emotionalen Tour de Force und mit ihr den Zuschauer mit wirkungsvollen visuellen Effekten und Hochspannung geschickt im Unklaren, wo die Wahrheit endet und die Einbildung beginnt.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Sechs Jahre nach seinem letzten Kinofilm, "Für das Leben eines Freundes", kehrt Genrespezialist Joe Ruben auf den Regiestuhl zurück, um nach "Kill, Daddy, Kill!", "Der Feind in meinem Bett" und "Das zweite Gesicht" erneut einen Paranoiathriller zu realisieren. Im Mittelpunkt des handwerklich makellos gemachten Schockers steht Julianne Moore als junge Mutter, die nicht über den Unfalltod ihres Sohnes hinwegkommt und an ihrem eigenen Verstand zu zweifeln beginnt, als man ihr erzählt, der Junge habe nie gelebt und existiere nur in ihrer Einbildung. Ein beklemmendes Szenario, das einige Überraschungen bereithält - und zwei ehrlich herausragende Momente, über die man reden wird.

In unwirtliches Stahlgrau hat Ruben seine stilsichere und überaus solide Rückkehr auf den Regiestuhl getaucht - eine feindselige, ungemütliche Welt ohne Wärme. Es ist die Welt, wie Telly Paretta sie empfindet, seitdem ihr achtjähriger Sohn bei einem Flugzeugabsturz 14 Monate zuvor ums Leben kam. Seither kämpft sie mit einem dumpfen Schmerz, den auch regelmäßige Besucher bei dem bemühten Psychiater Munce nicht lindern können. Dann treten überraschende Veränderungen ein: Nach und nach verschwinden sämtliche sorgsam aufbewahrte Erinnerungsstücke an den Jungen, und auch Tellys Umwelt, inklusive Ehemann und Psychiater, beginnen zu verleugnen, er habe jemals gelebt. Tatsächlich soll der Sohn bereits bei der Geburt gestorben sein - seine Existenz sei eine reine Fantasie der Mutter. Obwohl sie den Verstand zu verlieren glaubt, bleibt Telly beharrlich.

Als sie bei dem ehemaligen Eishockey-Star Ash, dessen Tochter bei dem selben Unfall gestorben ist, die überlagerte Erinnerung an sein Kind wecken kann und auf einmal die Geheimpolizei auf den Plan tritt, gibt "Die Vergessenen" sein bislang zwar nicht temporeiches, aber doch effektives Rätselspiel auf und setzt fortan auf Tempo: Verfolgt von der Polizei und einem mysteriösen, ewig lächelnden Fremden, setzen Telly und Ash alles daran, das Geheimnis über das Verschwinden ihrer Kinder zu lösen. Das Szenario erinnert zunächst ein wenig an "Die Invasion der Körperfresser", nach weiteren Entwicklungen aber mehr und mehr an eine Folge von "Akte X". Wenn das von Gerald DiPego ("Phenomenon") erdachte Szenario eine Schwäche hat, dann ist es die ultimative Auflösung des Geheimnisses, die nicht nur logische Löcher aufweist und allzu bequem an den Haaren herbeigezogen wirkt, sondern vor allem enttäuschend wirken muss angesichts der spannenden Ausgangssituation und einigen spektakulären Szenen, in denen zunächst eine Blockhütte und später denn komplette Personen wie unter einer Abzugshaube ins All gesogen werden.

Man wünschte sich, bei der Gestaltung und Entwicklung des Showdowns hätte man sich ähnlich viel Mühe gegeben wie bei einem sensationell inszenierten und völlig überraschenden Autozusammenstoß, der es mit den Schock-Crashs in "Erin Brockovich" oder "Das Experiment" aufnehmen kann. Denn der zügig und mit wenigen Schnörkeln erzählte Thriller ist ungewöhnlich genug und von Moore und ihren Kollegen, u. a. Dominic West aus "Mona Lisas Lächeln" als Ash und Gary Sinise als Psychiater, so kompetent gespielt, dass er auch einen würdigen Payoff verdient hätte - und nicht unbedingt dieses etwas naive Loblied auf die Mutterliebe. Den Zuschauern wird das indes zunächst egal sein: Sie wollen einen spannenden Krimi sehen. Und das bietet "Die Vergessenen". ts.

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Verleih Columbia Tristar
O-Titel The Forgotten
Land / Jahr USA 2004
Kategorie Spielfilm
Genre Thriller / Drama
Produktionsfirmen Jinks/Cohen Co.
Drehort New York
Drehzeit 25.10.2003
Kinostart 11.11.2004
Laufzeit 91
FSK ab 12 Jahre
Bildformat 35 mm/1:1,85/Widescreen
Tonformat Dolby-SRD/DTS/SDDS
Einspielergebnis D € 3.587.673
Bes. (EDI) 585.159
Bes. (FFA) 591.567
Charthistory
USA-Start 24.09.2004, bei Sony Pictures Releasing
Boxoffice USA $ 66.641.205
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.die-vergessenen-der-film.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Dan Jinks, Bruce Cohen, Joe Roth
Ausf. Produzenten Steve Nicolaides, Todd Garner
Regie Joseph Ruben
Drehbuch Gerald Di Pego
Darsteller Julianne Moore (Telly Paretta), Dominic West (Ash Correll), Gary Sinise (Dr. Jack Munce), Alfre Woodard (Anne Pope), Linus Roache (Der freundliche Mann), Anthony Edwards (Jim Paretta), Robert Wisdom (Carl Dayton), Jessica Hecht (Eliot), Christopher Kovaleski (Sam), Matthew Pleszewicz (Sam mit 5 Jahren)
Kamera Anastas Michos
Schnitt Richard Francis-Bruce
Musik James Horner
Produktionsdesign Bill Groom, Paul D. Kelly
Ton Michael Barosky, Dane A. Davis
Kostüme Cindy Evans
Casting Margery Simkin
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Die Vergessenen Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) DVD, ab 12, 88 Min. Kauf
Die Vergessenen Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) DVD, ab 12, 88 Min. Leih
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Original Score James Horner The Forgotten (Die Vergessenen) Nicht lieferbar
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Telly Paretta zweifelt an ihrem Verstand. Während sie immer noch traumatisiert ist von dem Verlust ihres achtjährigen Sohnes, der bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, will ihr der Psychiater Dr. Munce einreden, der Kleine hätte nie existiert! Beinahe beginnt Telly schon, ihm zu glauben, als sie Ash Correll kennen lernt, den Vater eines bei dem selben Absturz gestorbenen Mädchens. Gemeinsam kämpfen sie nun für die Wahrheit, gegen das Vergessen und auch gegen die Geheimpolizei, die den beiden immer mehr zu Leibe rückt.

Auch in Joseph Rubens jüngster Regiearbeit liegt "Der Feind in meinem Bett", zumindest für Hauptdarstellerin Julianne Moore ("The Hours"), die einmal mehr mit einer tollen Darstellung aufwartet. Ihr gelungenes Zusammenspiel mit Dr. Munce-Darsteller Gary Sinise, Dominic West ("Chicago") und Leinwandgatte Anthony Edwards ("E.R.") täuscht jedoch nicht über manche Logikfehler des Thrillerdramas hinweg. Mystery-Freunde bescherten trotzdem einen ordentlichen Kinoeinspiel.

Quelle: mediabiz.de

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