Die Mutter - The Mother

Etwas andere Lovestory einer reifen Frau, die nach dem Tod ihres Mannes eine Affäre mit dem Liebhaber ihrer Tochter beginnt.

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(Bild: Concorde)
Verleih Concorde
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Großbritannien 2003
Regie Roger Michell
Darsteller Anne Reid, Peter Vaughn, Anna Wilson Jones
Kinostart 09.10.2003
Einspielergebnis D € 212.591
Bes. (EDI) 37.756
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Boxoffice USA $ 689.184
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Filmtrailer Video

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Als ihr Mann beim Familienbesuch in London stirbt, fürchtet die reife May, in der Masse der unsichtbaren Senioren unterzugehen, die in ihrer eintönigen Vorstadt vom Leben nichts mehr erwarten. Denn weder ihre viel beschäftigten Kinder noch die Enkel zeigen wirkliches Interesse an ihr. Bis sie sich in Darren verliebt, der allerdings nicht nur halb so alt wie sie ist, sondern zudem mit ihrer Tochter schläft.

Nach ihrer preisgekrönten BBC-Serie "The Buddha of Suburbia" präsentieren Regisseur Roger Michell ("Notting Hill"), Produzent Ken Loader und der Oscar-nominierte Drehbuchautor Hanif Kureishi ("Mein wunderbarer Waschsalon") ein weiteres gemeinsames Projekt, das sie 2003 bei den Filmfestpielen von Cannes vorstellten: Die berührende und typisch britische Lovestory einer reiferen Frau in einer Londoner Vorstadt - brillant verkörpert von Ann Reid ("Liam") - die sich in den Lover ihrer Tochter verliebt.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Einer der emotional berührendsten Filme der diesjährigen Quinzaine mauserte sich zum Geheimtip in Cannes: "Die Mutter". Nach dem Drehbuch von Hanif Kureishi packt Roger Michell ein brisantes und oft tabuisiertes Thema an, die sexuelle Affinität zwischen einer älteren Frau und einem jungen Mann, hier zu allem Unglück noch der Liebhaber der Tochter. Preiswürdig die Performance von Anne Reid, die der Hauptfigur dieser unmöglichen Beziehung die nötige sanfte Überzeugungskraft verleiht.

Erstmals seit dem BBC-Vierteiler "The Buddha of Suburbia" von 1993 arbeiten Regisseur Roger Michell, Drehbuchautor Hanif Kureishi und Produzent Kevin Loader wieder zusammen, ein eingespieltes Team, wie das Resultat beweist. Dabei hätte die Geschichte einer Witwe, die nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes den Freund der Tochter begehrt und sexuell die Initiative übernimmt, auch daneben gehen können. Aber Michells Fokus ist nicht der Sex, sondern eine Frau, die in einem gewissen Alter noch Sex haben will. Und damit provoziert er all diejenigen, die ein solches Privileg auf der Leinwand gerne den Herren mit Silberhaar zubilligen und es für "normal" halten, wenn Richard Gere in "Es begann im September" Winona Ryder als Tochter seiner Ex-Geliebten verführt.

"Die Mutter" beginnt mit einem Familientreffen der öden Art: May und ihr Gatte besuchen Kinder und Enkel in London, werden nicht gerade mit offenen Armen empfangen. Der ewig am Handy hängende Sohn und die geschäftstüchtige Schwiegertochter haben keine Zeit, auf deren Gameboy spielende Kids wirken die Großeltern wie Fossilien. Als ihr Mann am Herzinfarkt stirbt, will die über 60Jährige nicht zurück in das leere Haus, zieht erst einmal zur alleinerziehenden Tochter, die sie flugs als Babysitterin einsetzt. Die Einsame empfindet Angst, eine dieser unsichtbaren Frauen zu werden, denen die Kraft zur Eigenständigkeit abhanden kommt, die als Seniorin tatenlos auf das Ende eines langweiligen Lebens warten. In dieser Umbruchsituation ist alles möglich und sie verliebt sich wie ein Teenie in den aufbrausenden Darren (Daniel Craig in einer Paraderolle), der hemmungslos mit Mutter und Tochter gleichzeitig ins Bett steigt.

Der Film konzentriert sich zwar auf die Love Story ohne Zukunft, betrachtet und persifliert parallel die heutige Familie in ihrer Disfunktionalität, den Generationskonflikt und die Unfähigkeit zur Kommunikation. Bei den offensiven Sexszenen lässt Michell Delikatesse walten, es gibt weder Prüderie noch Peinlichkeit. Eine leichte Ironie bricht immer wieder die bedrohliche Spannung, die Figuren sind mit Sympathie gezeichnet - die ältere Frau in ihrem stillen Wunsch nach erfüllter Sexualität und ihrer Verletzbarkeit, die zwischen Beruf und Kind hin- und hergerissene Tochter, der in den Tag hineinlebende Luftikus, der sich irgendwann als Objekt der Begierde sexuell ausgenutzt sieht. Am Ende mag man sie alle mit ihren Schwächen, Unsicherheiten und der fatalen Sehnsucht nach dem Glück. Beste Unterhaltung für ein erwachsenes Arthouse-Publikum. mk.

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Verleih Concorde
O-Titel The Mother
Land / Jahr Großbritannien 2003
Kategorie Spielfilm
Genre Drama
Produktionsfirmen Free Range Films
Kinostart 09.10.2003
Laufzeit 112
FSK ab 12 Jahre
Tonformat Dolby-SRD
Einspielergebnis D € 212.591
Bes. (EDI) 37.756
Charthistory
USA-Start 28.05.2004, bei Sony Classics
Boxoffice USA $ 689.184
Filmtrailer Video
nach oben Cast & Crew
Produzenten Kevin Loader
Ausf. Produzenten David M. Thompson, Tracey Scoffield, Angus Finney, Stephen Evans
Regie Roger Michell
Drehbuch Hanif Kureishi
Darsteller Anne Reid (May), Peter Vaughn (Toots), Anna Wilson Jones (Helen), Daniel Craig (Darren), Danira Govich (Au-Pair), Harry Michell (Harry), Rosie Michell (Rosie), Izabella Telezynska (Polnische Putzfrau), Steven Mackintosh (Bobby), Cathryn Bradshaw (Paula), Carlo Kureishi (Jack), Sachin Kureishi (Jack), Oliver Ford Davies (Bruce), Jonah Coombes (Immobilienmakler)
Kamera Alwin H. Kuchler
Schnitt Nicolas Gaster
Musik Jeremy Sams
Produktionsdesign Mark Tildesley, Mark Digby
Ton Danny Hambrook, Tim Alban
Kostüme Natalie Ward
Casting Mary Selway, Fiona Weir
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Titel Vertrieb System Handelsform
Die Mutter - The Mother
Nicht lieferbar
EuroVideo Bildprogramm DVD, ab 12, 108 Min. Kauf
Die Mutter - The Mother
Nicht lieferbar
EuroVideo Bildprogramm VHS, ab 12, 108 Min. Kauf
Die Mutter - The Mother EuroVideo Bildprogramm DVD, ab 12, 108 Min. Leih
Die Mutter - The Mother EuroVideo Bildprogramm VHS, ab 12, 108 Min. Leih
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Bei einem ihrer regelmäßigen Familienbesuche in London stirbt Mays Mann. Die "typische" Vorstadt-Großmutter fürchtet in der Folge in der Masse unsichtbarer Senioren, die vom Leben nichts mehr erwarten; unterzugehen. Denn weder ihre viel beschäftigten Kinder noch die Enkel zeigen wirkliches Interesse an der rüstigen Rentnerin. Bis sie sich in Darren verliebt, der gerade das Haus ihres Sohnes renoviert. Dieser ist nicht nur halb so alt wie sie, sondern schläft zudem mit ihrer Tochter.

Nach ihrer preisgekrönten BBC-Serie "The Buddha of Suburbia" präsentieren Regisseur Roger Michell ("Notting Hill"), Produzent Ken Loader und Drehbuchautor Hanif Kureishi ("Mein wunderbarer Waschsalon") erneut ein überzeugendes Gemeinschaftsprojekt. Der Mix aus "ungehöriger" Lovestory und entlarvender Gesellschaftsstudie besticht durch präzise Personenzeichnung, beißende Ironie und glaubwürdige Darsteller. Ein ätzendes Brit-Pic in der Tradition von Ken Loach und Mike Leigh.

Quelle: mediabiz.de

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