Die Insel

Michael Bays Actionblockbuster über eine futuristische Welt, in der Menschen als lebende Organbanken gezüchtet werden.

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(Bild: Warner)
Verleih Warner
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2005
Regie Michael Bay
Darsteller Ewan McGregor, Scarlett Johansson, Djimon Hounsou
Kinostart 04.08.2005
Einspielergebnis D € 6.631.013
Bes. (EDI) 1.031.816
Bes. (FFA) 1.060.963
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Boxoffice USA $ 35.799.026
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Mitte des 21.Jahrhunderts leben die wenigen Überlebenden einer globalen Katastrophe in hermetisch abgeschotteten Wohntürmen. Sie sollen die Zukunft der Menschheit sichern, dienen aber tatsächlich als Organbanken für reiche Klienten eines skrupellosen Institutschefs. Als Lincoln Six-Echo und Jordan Two-Delta ihre Identität und Bestimmung als Klone entdecken, flüchten sie, um der Außenwelt die Wahrheit zu enthüllen.

Erstmals ohne Top-Produzent Jerry Bruckheimer im Rücken inszeniert Michael Bay einen temporeichen Thriller, der in der ersten Hälfte klassische Science Fiction, in der 2. Hälfte exzessive Action bietet. Zwar dominiert das Kollisions- letztlich das Ideenkino, doch Ewan McGregor und Scarlett Johansson überzeugen als Akteure, während Bay sich in der Dosierung von Pathos und Komik zurückhaltender gibt als bisher.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Erstmals ohne seinen Mentor und Erfolgsproduzenten Jerry Bruckheimer, dafür aber mit Spielbergs Company DreamWorks im Rücken warf Michael Bay ("Armageddon") seine Sommerhit-Produktionsmaschine an. Was die Filmfabrik schließlich verließ, ist ein temporeicher Actionthriller mit Sci-Fi-Elementen, der erwartungsgemäß unter Hollywoods Crash- und Kollisionszwang leidet, trotzdem aber geschlossener unterhält als Bays bisherige Blockbuster.

Die kommerziell sehr erfolgreichen Filme des Bruckheimer-Zöglings waren im Kern mit Überdruck inszenierte Destruktionsorgien, denen es an emotionalem Feingefühl fehlte, die nicht die richtige Dosierung von Komik, Pathos oder Sentimentalität fanden. Im Vergleich dazu ist "Die Insel" Bays zurückhaltendster Big-Budget-Film - ist witzig, wenn es die Situation erlaubt, und weitgehend dramatisch, wenn sie es erfordert. Dass die Werbekampagne mit einem aggressiven Trailer das zentrale Geheimnis des Films bedenkenlos offenlegt, schwächt die Dramaturgie der ersten 30 Minuten, in denen der Film sein Mysterium schrittweise zu enthüllen versucht. Diese überzeugende erste Hälfte präsentiert mit kleinen, visuell oft originellen Details eine von der Umwelt hermetisch abgeschlossene Welt. Hier warten die wenigen Überlebenden einer globalen Verseuchung in Wohntürmen auf den Tag, an dem sie mit der Reise zur Insel, dem letzten giftfreien Paradies der Erde, belohnt werden. Mit viel Glas, Metall und den weißen Outfits der Bewohner wird die abweisende, kalte und sterile Atmosphäre dieser Gesundheitsdiktatur illustriert, in der Hygiene, Nahrungsaufnahme und Körperkontakt strengster Kontrolle unterliegen.

Der seriöse Sci-Fi-Film der Siebzigerjahre mit den Vertretern "THX 1138", "Coma" und "Flucht ins 23. Jahrhundert" ist erkennbares Vorbild für diese Geschichte, die in einem packenden Moment schließlich enthüllt, dass Gegenwart und pastorale Zukunft der Bewohner eine Illusion ist. Die unter der Erde versteckte, von einem gigantischen Hologramm getarnte Anlage eines skrupellosen Geschäftsmanns produziert ausgereifte Klone, die potente Investoren für neue Organe und andere nützliche Dinge ausschlachten können. Von dem Moment an, als Lincoln Six-Echo (Ewan McGregor) und Jordan Two-Delta (Scarlett Johansson) ihre wahre Bestimmung entdecken, in die Freiheit entkommen und von einer Special Squad verfolgt werden, wird "Die Insel" zum reinen Fluchtfilm, der nicht mehr an Fragen oder Antworten, sondern nur noch an Bewegung und Dynamik interessiert ist. Nach einer rasanten Sprint-Verfolgung in der Klon-Fabrik und einer dank Steve Buscemi witzigen Entspannungspause inszeniert Bay eine beeindruckende Freeway-Jagd, in der Stahlobjekte, geformt wie Riesenhanteln, auf den Asphalt kullern und Chaos stiften und fliegende Speedbikes mit dem kreuzenden Luftverkehr kollidieren. Vergleichbar Aufregendes hat das Drehbuch nicht zu bieten, das sein Protagonistenpaar erst in die Metropole, für den Big Bang dann wieder zurück in die Klonfabrik schickt. Im letzten Drittel zeigt der von Bay in gewohnter Campari-Clip-Verführungsoptik gekleidete Film einige Schwächen, wirkt überhastet, schematisch und flüchtet sich in Action, hat aber in Ewan McGregor und Scarlett Johansson zwei gute Akteure, die sich gegen das Getöse als Sympathieträger durchsetzen. kob.

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Verleih Warner
O-Titel The Island
Land / Jahr USA 2005
Kategorie Spielfilm
Genre Science Fiction / Thriller
Produktionsfirmen Parkes/MacDonald
Drehort Los Angeles, Nevada, Detroit, Michigan
Drehzeit 25.10.2004
Kinostart 04.08.2005
Laufzeit 136
FSK ab 16 Jahre
Bildformat Widescreen
Tonformat Dolby-SRD/DTS/SDDS
Einspielergebnis D € 6.631.013
Bes. (EDI) 1.031.816
Bes. (FFA) 1.060.963
Charthistory
USA-Start 22.07.2005, bei Dreamworks
Boxoffice USA $ 35.799.026
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.dieinsel-derfilm.de/
nach oben Cast & Crew
Produzenten Walter F. Parkes, Michael Bay, Ian Bryce
Ausf. Produzent Laurie McDonald
Regie Michael Bay
Drehbuch Caspian Tredwell-Owen, Alex Kurtzman, Roberto Orci
Buchvorlage Caspian Tredwell-Owen
Darsteller Ewan McGregor (Lincoln Six-Echo/Tom Lincoln), Scarlett Johansson (Jordan Two-Delta/Sarah Jordan), Djimon Hounsou (Albert Laurent), Sean Bean (Merrick), Steve Buscemi (McCord), Michael Clarke Duncan (Starkweather), Ethan Philip (Jones Three Echo), Brian Stepanek (Gandu Three Alpha), Noa Tishby (Gemeinschaftssprecher), Siobhan Flynn (Lima One Alpha), Max Baker (Carnes), Troy Blendell, Jamie McBride, Kevin McCorkle, Gary Nickens, Kathleen Rose Perkins, Richard Whiten, Phil Abrams, Svetlana Efremova, Katy Boyer
Kamera Mauro Fiore
Schnitt Paul Rubell, Christian Wagner
Musik Steve Jablonsky
Produktionsdesign Nigel Phelps, David Sandefur, Jon Billington, Sean Haworth, Martin Whist
Ton Peter J. Devlin
Kostüme Deborah Lynn Scott
Casting Denise Chamian, Lisa Fields
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Die Insel Warner Home Video Germany Blu-ray Disc, ab 16, 136 Min. Kauf
Die Insel
Nicht lieferbar
Warner Home Video Germany HD DVD, ab 16, 136 Min. Kauf
Die Insel Warner Home Video Germany DVD, ab 16, 130 Min. Kauf
Die Insel
Nicht lieferbar
Warner Home Video Germany UMD, ab 16, 136 Min. Kauf
Die Insel (Deluxe Edition + Audio-CD)
Nicht lieferbar
Warner Home Video Germany DVD, ab 16, 130 Min. Kauf
Die Insel Warner Home Video Germany DVD, ab 16, 130 Min. Leih
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Original Score Steve Jablonsky Steve Jablonsky The Island
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

In nicht allzu ferner Zukunft züchtet ein Institut in einem von der Außenwelt abgeschotteten Labor exakte menschliche Kopien. Eines Tages erfährt Lincoln Six-Echo, dass sie alle einmal auf dem OP-Tisch für ihre kranken Originale ausgeweidet werden sollen. Um dieser Organentnahme zu entgehen, setzt Lincoln gemeinsam mit der attraktiven Jordan Two-Delta einen Fluchtplan um. Doch die Anstalt unter seinem unbarmherzigen Leiter Merrick will um jeden Preis verhindern, dass die Klone mit der "realen" Welt in Berührung kommen.

"Armageddon"-Macher Michael Bay versucht sich hier an einem vergleichsweise anspruchsvollen Science-Fiction-Stoff. Doch brisante Themen wie Genmanipulation oder Organhandel bleiben außen vor, dafür lässt Bay riesige Reklametafeln von Wolkenkratzern stürzen und überdimensionale Eisenteile über den Highway poltern. Für die Prise Humor sorgt Steve Buscemi als Fluchthelfer, für Star- und Sex-Appeal Scarlett Johansson bzw. Ewan McGregor. Bombastischer Effektezauber mit makabrer Story.

Quelle: mediabiz.de

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