Die Heinzels - Rückkehr der Heinzelmännchen

Animations-Update der deutschen Sage um Helferzwerge, in der dem Zeitgeist entsprechend ein Heinzelmädchen die Hauptrolle spielt.

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(Bild: Tobis)
Verleih Tobis
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Deutschland 2020
Regie Ute von Münchow-Pohl
Kinostart 30.01.2020
Einspielergebnis D € 2.125.307
Bes. (EDI) 323.291
Bes. (FFA) 11.941
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Heinzelmädchen Helvi hat genug vom Leben unter der Erde und will beweisen, dass auch sie eine tolle Handwerkerin sein kann. Bisher scheiterte sie wegen ihres überbordenden Tatendrangs und ihrer Tollpatschigkeit daran, einen Beruf zu erlernen. Als sie bei ihrer Erkundung in der Menschenwelt in der Bäckerei von Theo landet, sieht sie ihre Chance gekommen. Sein Geschäft steht vor dem Ruin. Helvi könnte lernen, die tollsten Kuchen und Brote zu kreieren und so Theos Geschäft retten. Mit ihren Freunden macht sie sich an die Arbeit.

Sympathisches Animations-Update der deutschen Sage um Helferzwerge. Regisseurin Ute von Münchow-Pohl ("Der kleine Rabe Socke 1 & 2") Drehbuchautor Jan Strathmann ("Das Sandmännchen") stellen darin dem Zeitgeist entsprechend ein Heinzelmädchen ins Zentrum ihres frischen Familienabenteuers, das sie mit Slapstick und liebenswerten Humor und der immergrünen Botschaft von Freundschaft und Teamwork ausstatten. Unterstützt werden die Macher von dem gutgelauntem und prominenten Cast um Jella Haase ("Fack ju Göhte").

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Tobis
O-Titel Die Heinzels - Rückkehr der Heinzelmännchen
Land / Jahr Deutschland 2020
Kategorie Spielfilm
Genre Kinderfilm / Trickfilm
Produktionsfirmen Akkord Film Produktion
Drehbuchförderung FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 20.000)
Produktionsförderung FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 500.000),
Medienboard Berlin-Brandenburg (EUR 150.000),
HessenFilm und Medien (EUR 525.000),
nordmedia - Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH (EUR 100.000),
Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH) GmbH (EUR 500.000)
Verleihförderung FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 250.000),
Medienboard Berlin-Brandenburg (EUR 80.000),
Film- und Medienstiftung NRW (EUR 70.000),
Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH) GmbH (EUR 60.000),
MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH (EUR 25.000)
Kinostart 30.01.2020
Laufzeit 78
FSK o.A. (ohne Altersbeschränkung)
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Einspielergebnis D € 2.125.307
Bes. (EDI) 323.291
Bes. (FFA) 11.941
Charthistory
Web-Link https://tobis.de/film/die-heinzels-rueckkehr-der-heinzelmaennchen, https://www.youtube.com/watch?v=OO8Tgdf3y_c
nach oben Cast & Crew
Produzenten Dirk Beinhold
Koproduzenten Peter Eiff, Theodor Gringel, Timm Oberwelland
Ausf. Produzenten Valentin Greulich, Sebastian Runschke, Solveig Langeland
Redaktion Ingo Weis, Dr. Irene Wellershoff
Regie Ute von Münchow-Pohl
Drehbuch Jan Strathmann
Sprecher Jella Haase (Helvi), Louis Hofmann (Kipp), Leon Seidel (Butz), Elke Heidenreich (Venda), Bill Mockridge (Brimur), Marie-Luise Marjan (Rosa), Rolf Berg, Ranja Bonalana
Schnitt Ute von Münchow-Pohl, Erik Stappenbeck
Musik Alex Komlew
Produktionsdesign Heiko Hentschel
Animation Amnon Schwarz, Gerlinde Godelmann
nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

Der zauberhafte Animationsfilm transportiert die Sage der legendären Heinzelmännchen in die heutige Zeit und erzählt von dem kleinen quirligen Heinzelmädchen Helvi, das so neugierig auf die Welt der Menschen ist, dass es eines Tages ausbüxt, um sie auf eigene Faust zu erkunden.

Der Sage nach waren in Köln einst fleißige Heinzelmännchen unterwegs, die den Menschen das Leben erleichterten, indem sie ihnen heimlich bei ihren täglichen Arbeiten zur Hand gingen. Doch eines Nachts wollte eine hinterlistige Schneidersfrau den Heinzelmännchen auf die Schliche kommen und stellte ihnen eine Falle. Enttäuscht zogen sich die kleinen Helferlein zurück in den Untergrund. Dort leben sie seitdem ungestört und wollen nichts mehr mit den Menschen zu tun haben. Nur das quirlige Heinzelmädchen Helvi hat die Enge in der "furzfinsteren" Erde satt. Sie ist neugierig auf die Welt da draußen und möchte neue Dinge lernen. Heimlich schleicht sie sich mit den Heinzeljungen Butz und Kipp ans Tageslicht und stößt direkt auf den stinkstiefeligen Bäcker Theo. Der hat tatsächlich wenig zu lachen, ruiniert ihm sein geldgieriger Bruder Bruno fast das Geschäft. Für Hevi ist klar: Ihr neuer Freund braucht Hilfe. Und wer wäre dafür besser geeignet als die Heinzelmännchen? Der Animationsfilm DIE HEINZELS - RÜCKKEHR DER HEINZELMÄNNCHEN ist ein bezaubernder Filmspaß, der die Kölner Volkssage von den fleißigen Heinzelmännchen auf warmherzige Weise ins Hier und Jetzt befördert. Die Regisseurin Ute von Münchow-Pohl und der Drehbuchautor Jan Strathmann erwecken entzückend gestaltete Figuren zum Leben, dazu kommen pfiffige Dialoge und eine Geschichte, die flott erzählt ist, aber schon für die jüngeren Kinofans funktioniert, weil sie das richtige Maß an Spannung, Tempo und Humor findet. Actionreiche Sequenzen stehen nicht im Vordergrund, dafür aber viele Abenteuer, die auf das Heinzelmännchen-Trio warten und bei denen man bis zuletzt neugierig bleibt, wie diese wohl "geheinzelt" werden. Als Identifikationsfigur ist das mutige Heinzelmädchen Helvi perfekt, und auch ihre Freunde Kipp und Butz verkörpern Charakterzüge, die jedes Kind kennen wird. Unterstützt wird die überzeugende Animation der Figuren von einem stimmungsvollen Soundtrack - Titelsong mit Ohrwurmqualität inklusive - und den Sprechrollen, die mit Jella Haase, Louis Hoffmann, Leon Seidel, Elke Heidenreich, sowie Marie-Luise Marjan und Bill Mockridge prominent besetzt sind. Und die Botschaft des friedlichen Miteinanders, bei dem jeder von jedem etwas lernen kann und man sich gegenseitig helfen soll, könnte positiver und aktueller nicht sein. Ein zauberhafter Kinospaß für die ganze Familie.

Gutachten:

Die berühmte Volkssage von den fleißigen Männlein, die einst in Nachtarbeit den Menschen halfen, erfährt in diesem deutschen Animationsfilm eine hochprofessionelle und dabei sehr unterhaltsame Adaption. Der alte Stoff wurde einer gründlichen Revision unterzogen und für ein Familienpublikum von heute aufbereitet. So ist die Hauptperson kein Heinzelmännchen, sondern ein Heinzelmädchen, und dieses Mädchen wiederum ist kein auf den Prinzen wartender Prinzessinnentyp, sondern eine freche, neugierige und sehr beherzte Figur, die tatsächlich die treibende Kraft der Handlung ist.
Sehr gekonnt - nach Meinung der Jury - schließt der Film zu Anfang an die bekannte Volkssage an, in dem diese kurz rekapituliert wird: Früher arbeiteten die Heinzelmännchen für die Menschen, doch nachdem sie von einer naseweisen Bäckersfrau durch einen Trick erwischt und zu Fall gebracht wurden, haben sie sich unter die Erde zurückgezogen. Dort gehen sie nun weiter ihrem Handwerk nach, wobei die jungen Heinzelmännchen regelmäßig in Wettbewerben gegeneinander antreten und sich dabei immer größere Mützen verdienen. Die junge Helvi (gesprochen von Jella Haase) stellt dabei die innovativsten und kühnsten Ideen vor, scheitert aber oft an der Umsetzung ihrer Visionen. Aus Frust darüber haut sie eines Tages ab, um sich die Erdoberfläche und die Menschen anzuschauen. Ihr braver Freund Butz folgt ihr aus Treue und Sorge, der Klassenbeste Kipp eher aus Missgunst und Konkurrenz. Zu dritt finden sie schließlich Zuflucht in einer Konditorei, wo Bäcker Theo gerade an Geschäftsaufgabe denkt. Helvi will ihm helfen - wenn er ihr das Backen beibringt. Die neue Zusammenarbeit von Mensch und Heinzelmännchen verläuft natürlich alles andere als glatt, wenn auch das glückliche Ende fest einprogrammiert ist, wie es sich fürs Genre Familienfilm gehört.

Die Jury bewunderte an DIE HEINZELS die wirklich zeitgemäße Form, in die hier der alte Sagenstoff gebracht wurde, und den anarchisch-liebevollen Umgang mit den vielen Alltagsgegenständen wie Back-Utensilien und Spielzeug, die im Zusammenspiel mit den kleinen Heinzelmännchen neue Funktionen bekommen. Auch wenn besonders der Anfang für die ganz kleinen Kinder ein Stück zu gruselig geraten sein könnte, so hob die Jury doch lobend hervor, wie locker und überzeugend hier ernste Themen wie Freundschaft (das Heinzelmädchen und ihre zwei unterschiedlichen Klassenkameraden) und Familie (Bäcker Theo und sein Zerwürfnis mit seinem Bruder) in eine spannende und turbulente Handlung verpackt, durchgespielt und zu einem positiven Ende gebracht werden. Die Animation entspricht dabei technisch absolut dem sogenannten "state of the art", ebenso die Filmmusik mit einem veritablen Ohrwurm als Titelsong.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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