Prokino Filmverleih GmbH
Programm
Die Geschichte vom weinenden Kamel
| Verleih | Prokino (Fox) |
|---|---|
| Kategorie/Land/Jahr | Dokumentarfilm, Deutschland 2003 |
| Regie |
Luigi Falorni, Byambasuren Davaa |
| Darsteller | Janchiv Ayurzama, Chimed Ohin, Amgaabazar Gonson |
| Kinostart | 08.01.2004 |
| Einspielergebnis D |
€ 1.784.042 Bes. (EDI) 324.357 Bes. (FFA) 360.192 Charthistory |
| Boxoffice USA |
$ 1.173.411 Charthistory |
| Filmtrailer |
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Ein kleines weißes Kamel versucht verzweifelt an die Zitzen der Mutter zu kommen. Aber die stößt das Junge rüde weg. Da erinnern sich die Hirtennomaden an ein altes Ritual. Sie holen einen Musiker aus der Stadt, und dann geschieht ein Wunder: Mit den Klängen seiner Geige versetzt er die Kamelmutter in einen Zustand der Trance. Sie vergießt Tränen und nimmt den Nachwuchs wieder an.
Außergewöhnlichen Dokumentarfilm, der nicht nur den Ethnofan ins Herz trifft. Filmstudent Byambasuren Davaa und Filmschulabsolvent Luigi Falorni drehten im Süden der Wüste Gobi bei einer Familie und inszenierten auch Szenen nach, um die gewünschte Emotionalität der Geschichte zu erreichen. Ihnen gelang eine schöne Mischung von Märchen, Magie und Moderne.
Quelle: Blickpunkt:Film
- nach oben Ausführliche Besprechung
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Ein Dokumentarfilm, der sich zum absoluten Renner entpuppt: Während des Filmfest München schafften es Byambasuren Davaa, Studentin der Filmhochschule München, und Luigi Falorni, Absolvent derselben, mit der bewegenden und wahren "Geschichte vom weinenden Kamel" nicht nur die Ethno-Freunde, sondern das ganz normale Publikum mitten ins Herz zu treffen. Nach dem Erfolg auf dem Filmfestival Toronto wurde diese kleine deutsche Produktion in die wichtigsten Territorien verkauft und eröffnet nun auch das 23. Internationale Festival der Filmhochschulen München.
Immer wieder versucht ein kleines weißes Kamel, an die Zitzen der Mutter zu kommen. Aber die stößt das Junge rüde weg, das ohne Muttermilch dem sicheren Tod ausgeliefert ist und jämmerliche Schreie ausstößt. Auch sanfte Gewalt in der Zusammenführung hilft nicht. In ihrer Not erinnern sich die Hirtennomaden an ein altes Ritual. Sie holen einen Musiker aus der Stadt, und dann geschieht ein Wunder: Mit den Klängen seiner Geige versetzt er die Kamelmutter in einen Zustand der Trance. Sie vergießt Tränen und nimmt den Nachwuchs wieder an, das Jungtier darf säugen und ist gerettet.
Das hört sich unwahrscheinlich an, aber Luigi Falorni und Byambasuren Davaa drehten diesen außergewöhnlichen Dokumentarfilm im Süden der Mongolei, wo es noch Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die mit der westlichen Ratio nicht in Einklang stehen. "Die Geschichte vom weinenden Kamel" ist weit mehr als eine von vielen ethnografischen Betrachtungen, ist eine Metapher für die universelle Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit und wendet sich an einen breiten Zuschauerkreis. Zur Recherche reisten die beiden Macher in den Süden der Wüste Gobi, um nach einer geeigneten Nomadenfamilie und Kamelherde zu suchen, die sie erst nach strapaziösen Tausenden von Kilometern fanden. Vier Generationen leben in drei Jurten, darunter auch ein kleiner Junge, der als Leitfigur durch den Film führt. Ganz nah an Menschen, Tieren und Natur bewegt sich diese Beobachtung, die aber nicht auf das rein Dokumentarische reduziert, wie die Regisseure offen zugeben. So wurden Handlungen, die in der Zeit stattfanden als die Kamera nicht lief, aber für die Emotionalität der Geschichte notwendig waren, nach Absprache mit den Familienmitgliedern nachinszeniert, um ein Optimum an Erzählkraft zu erreichen. Das mag Puristen auf die Palme treiben, dient aber der Intensität und sollte die Faszination nicht schmälern.
Am Ende stellt sich auch die auf den ersten Blick noch idyllische und ökologisch intakte Mongolei als Mikrokosmos mit Brüchen dar. Die Konsumwelt hält Einzug, wenn Fernseher und Satellitenschüssel zum Objekt der Begierde avancieren. Die Mischung von Märchen, Magie und Moderne machen diesen Dokumentarfilm spannend, trotz leiser Melancholie über das voraussehbare Verschwinden der Mystik erliegt man dem zarten Zauber des fremden und exotischen Realismus. mk.
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Verleih Prokino (Fox) O-Titel Die Geschichte vom weinenden Kamel Alternativ-/Arbeitstitel Südmongolei, Wüste Gobi Land / Jahr Deutschland 2003 Kategorie Dokumentarfilm Genre Dokumentarfilm/ Tiere Produktionsfirmen Hochschule für Fernsehen und Film München Auftraggeber/Sender Bayerischer Rundfunk (BR) Redaktion Dr. Claudia Gladziejewski, Benigna von Keyserlingk Regie Luigi Falorni, Byambasuren Davaa Drehbuch Byambasuren Davaa, Luigi Falorni Darsteller Janchiv Ayurzama, Chimed Ohin, Amgaabazar Gonson, Zeveljamz Nyam, Ikhabayar Amgaabazar, Odgerel Ayisch Kamera Luigi Falorni Schnitt Anja Pohl Musik Marcel Leniz Ton Ansgar Frerich, Marc Meusinger Herstellungsleitung Evi Stangassinger Produktionsleitung Tobias Siebert, Natalie Lambsdorff Verleihförderung FilmFernsehFonds Bayern (EUR 75.000),
MEDIA Desk DeutschlandDrehort Südmongolei Drehzeit Mai 2002 - 30.12.2002 Kinostart 08.01.2004 Laufzeit 91 FSK o.A. (ohne Altersbeschränkung) Bildformat 35 mm/1:1,85 Tonformat Dolby-SRD Sprache Mehrsprachig Einspielergebnis D € 1.784.042
Bes. (EDI) 324.357
Bes. (FFA) 360.192
CharthistoryUSA-Start 04.06.2004, bei Thinkfilm Boxoffice USA $ 1.173.411 Weltvertrieb ATRIX Films Filmtrailer
Web-Link www.prokino.de - nach oben Filmpreise
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Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person Gilde-Filmpreis 2004, Leipzig, 16.09.2004 Bester Dokumentarfilm 25. Bayerischer Filmpreis 2003, München, 16.01.2004 Dokumentarfilmpreis Luigi Falorni, Byambasuren Davaa - nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
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Titel Vertrieb System Handelsform Die Geschichte vom weinenden Kamel Focus Magazin Verlag DVD, o.A. (ohne Altersbeschränkung), 87 Min. Kauf Die Geschichte vom weinenden Kamel Sunfilm Entertainment DVD, o.A. (ohne Altersbeschränkung), 87 Min. Kauf Die Geschichte vom weinenden Kamel Sunfilm Entertainment DVD, o.A. (ohne Altersbeschränkung), 87 Min. Leih - nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik
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Ein weißes Kamel kommt in der Wüste Gobi, im unwirtlichen mongolischen Süden zur Welt. Sein noch so junges Schicksal scheint besiegelt, als die Mutter das Kleine nicht an sich heran lässt und das Kalb so die Milchzitzen nicht erreicht. Da erinnern sich die bangen Hirten einer alten Weisheit und rufen einen Musiker aus der Ferne herbei. Er spielt auf seiner Geige uralte überlieferte Melodien und bringt so die Kamelmutter zum Weinen. Das Wunder geschieht, die Mutter lässt sich erweichen und das Junge darf trinken.
Das halbdokumentarische Spielfilmdebüt der Mongolin Byambasuren Davaa und des Italieners Luigi Falorni, von der Mongolei als "bester ausländischer Film" ins Oscar-Rennen geschickt, erweist sich als bezaubernde Mär voller Wärme und Feingefühl. Übertragen auf das Bild der Kamelmutter und des Kalbs, erzählt der gelungene Fernost-Trip von der ewigen Suche nach Geborgenheit und Zugehörigkeit. Ganz zu Recht mit dem bayerischen Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet, sollte das Filmjuwel nicht nur Ethno-Fans ansprechen.
Quelle: mediabiz.de - nach oben Newsarchiv
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TV-Ausstrahlungen (im deutschen Fernsehen seit Frühjahr 2005)
Sender Datum Zeit BFS 31.05.2008 21:50:00 HR 24.12.2007 00:45:00 WDR 31.01.2007 23:15:00 BFS 16.12.2006 20:15:00
Mediabiz Datenbank
News
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Programmplaner
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Vorschau bis: KW 2012/49
Alle deutschen Kinostarts und TV-Movie-Sendetermine plus geplante, laufende und fertiggestellte deutsche und internationale Produktionen.

