Die Entdeckung der Unendlichkeit

Bewegendes Drama über das Verhältnis des brillianten Physikers Stephen Hawking und seiner Frau Jane.

Die Entdeckung der Unendlichkeit Großansicht
(Bild: Universal)
Verleih Universal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Großbritannien 2014
Regie James Marsh
Darsteller Eddie Redmayne, Felicity Jones, Charlie Cox
Kinostart 25.12.2014
Einspielergebnis D € 4.262.166
Bes. (EDI) 547.510
Bes. (FFA) 592.296
Charthistory
Boxoffice USA $ 35.802.549
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Filmtrailer Video

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Stephen studiert Physik in Cambridge. Sein Professor erkennt das Genie des jungen Mannes und fördert ihn. Auf einer Party lernt der etwas linkische Stephen Kunststudentin Jane kennen. Sie verlieben sich. Es könnte nicht besser für ihn laufen. Da wird ALS bei ihm diagnostiziert. Der Arzt schätzt seine Lebenserwartung auf wenige Jahre. Jane will ihre Liebe nicht aufgeben, ermutigt Stephen, mit seiner wissenschaftlichen Arbeit weiter zu machen. Sie heiraten, bekommen Kinder. De Krankheit zwingt ihn in den Rollstuhl.

James Marsh, Regisseur der Oscar-prämierten Doku "Man on Wire", legt mit dem bewegenden und klassisch erzählten Drama seine bis dato kommerziellsten und aufwändigsten Film vor. Es ist kein reines Biopic über das Physikgenie, sondern erzählt die emotionale Geschichte einer Ehe und andauernden engen Freundschaft. Stark sind die Darstellerleistungen, einfallsreich die visuelle Aufbereitung (Kamera: Benoit Delhomme), die Wissenschaft ebenso wie Stimmung illustriert. Ein Film, der (auch mit Humor) unterhält, die Figuren und ihre Probleme aber ernst nimmt.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Bewegendes Drama über den brillanten Physiker Stephen Hawking und die unkonventionelle Ehe mit seiner Frau Jane.

Gleich der erste Blick bestätigt die Erwartungen: "Die Entdeckung der Unendlichkeit" ist in diesen nostalgischen Glanz gehüllt, an den man sich bei hochwertigen historischen Biopics gewöhnt hat: Um einer Person von Rang filmisch gerecht zu werden, scheint dieser unverkennbare, immer etwas zu clean erscheinende, verklärende Look zu betonen, muss alles vom Edelsten sein - Ausstattung, Kostüm, Kamera. Und doch führt James Marsh den Zuschauer damit an der Nase herum: Denn der bislang aufwändigste Spielfilm des Oscar-prämierten Dokumentaristen ("Man on Wire") erzählt nur vordergründig von der Lebens- und Leidensgeschichte des legendären Physikers Stephen Hawking, von seinen wissenschaftlichen Triumphen und seiner Erkrankung an ALS in jungen Jahren, die den Körper des jungen Mannes auf grausame Weise verkrümmt und Bewegung und Sprache weitestgehend lahmlegt.

Natürlich thematisiert der Film 22 Jahre nach Errol Morris' Doku-Klassiker "A Brief History of Time" diese relevanten Dinge, doch je weiter die Handlung voranschreitet, desto stärker kristallisiert sich heraus, dass es vor allem um die Ehe Hawkings mit seiner Frau Jane geht, die längst nicht so staatstragend in den Fokus gerückt wird, wie es der Film zunächst vermuten lässt. Natürlich findet er erst einmal sonnige und rosige Bilder für die romantischen Tage der jungen Liebe und die nötige dramatisch-bewegende Haltung, um zu zeigen, dass Janes aufopferungsvolle Liebe zu ihrem Mann auch dann noch unerschütterlich ist, als die Krankheit beginnt, den kompletten Tagesablauf zu diktieren. Aber Jane Hawking ist kein Heimchen, die sich ihrem Mann unterordnet, sondern auch ihre Bedürfnisse einfordert, was zu einer denkbar unkonventionellen Form von Patchwork-Familie führt. Bis die Belastung doch zu groß wird.

Stark ist der Film bis zu diesem Zeitpunkt. Jetzt wird er großartig: Eddie Redmayne und Felicity Jones sind bravourös in den Hauptrollen, aber was sie in dieser einen langen, weitgehend wortlosen Streitszene liefern, in der Stephen ihr gesteht, eine neue Frau gefunden zu haben, und ein Schlussstrich unter ihre Liebe gezogen wird, ist bravourös. Dem Film ist nicht an Legendenbildung gelegen: Er schreckt auch vor Härte nicht zurück und beschreibt eindringlich das Scheitern der Ehe eines Paares, das zuvor gemeinsam durch Dick und Dünn gegangen war. ts.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Universal
O-Titel The Theory of Everything
Land / Jahr Großbritannien 2014
Kategorie Spielfilm
Genre Drama / Biographie
Produktionsfirmen Working Title Films
Kinostart 25.12.2014
Laufzeit 123
FSK o.A. (ohne Altersbeschränkung)
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Einspielergebnis D € 4.262.166
Bes. (EDI) 547.510
Bes. (FFA) 592.296
Charthistory
USA-Start 07.11.2014, bei Focus Features
Boxoffice USA $ 35.802.549
Filmtrailer Video
Web-Link http://upig.de/micro/die-entdeckung-der-unendlichkeit.html
nach oben Cast & Crew
Produzenten Tim Bevan, Lisa Bruce, Eric Fellner, Anthony McCarten
Regie James Marsh
Drehbuch Anthony McCarten
Buchvorlage Jane Hawking
Darsteller Eddie Redmayne (Stephen Hawking), Felicity Jones (Jane Hawking), Charlie Cox (Jonathan Hellyer Jones), Emily Watson (Beryl Wilde), Simon McBurney (Frank Hawking), David Thewlis (Dennis Sciama), Harry Lloyd (Brian), Adam Godley (Senior Doctor)
Sprecher D Timmo Niesner (Stephen Hawking), Nora Jokhosha (Jane Hawking), Sascha Rotermund (Jonathan), Frank Röth (Dennis Sciama), Cusch Jung (Frank Hawking), Sabine Falkenberg (Beryl Wilde)
Kamera Benoît Delhomme
Schnitt Jinx Godfrey
Musik Jóhann Jóhannsson
Produktionsdesign John-Paul Kelly
Kostüme Steven Noble
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
87. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Oscar-Verleihung - Academy Awards Großansicht
2014, Los Angeles, 22.02.2015 Bester Hauptdarsteller Eddie Redmayne
68. British Academy Awards   2015, London, 08.02.2015 Beste Drehbuchadaption Anthony McCarten
68. British Academy Awards   2015, London, 08.02.2015 Bester britischer Film  
68. British Academy Awards   2015, London, 08.02.2015 Bester Hauptdarsteller Eddie Redmayne
72. Golden Globe
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2015, Los Angeles, 11.01.2015 Beste Musik Jóhann Jóhannsson
72. Golden Globe
Golden Globe Großansicht
2015, Los Angeles, 11.01.2015 Bester Darsteller (Drama) Eddie Redmayne
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Die Entdeckung der Unendlichkeit Universal Pictures Germany DVD, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 118 Min. Kauf
Die Entdeckung der Unendlichkeit Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 123 Min. Kauf
Die Entdeckung der Unendlichkeit Universal Pictures Germany DVD, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 118 Min. Leih
Die Entdeckung der Unendlichkeit Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 123 Min. Leih
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Original Score Diverse The Theory Of Everything
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Stephen Hawking studiert Physik in Cambridge. Sein Professor erkennt das Genie des jungen Mannes und fördert ihn. Auf einer Party lernt der etwas linkische Stephen Kunststudentin Jane kennen. Sie verlieben sich. Es könnte nicht besser für ihn laufen. Da wird ALS bei ihm diagnostiziert. Der Arzt schätzt seine Lebenserwartung auf wenige Jahre. Jane will ihre Liebe nicht aufgeben, ermutigt Stephen, mit seiner wissenschaftlichen Arbeit weiter zu machen. Sie heiraten, bekommen Kinder. Die Krankheit zwingt ihn in den Rollstuhl.

James Marsh, Regisseur der Oscar-prämierten Doku "Man on Wire", legt mit dem bewegenden und klassisch erzählten Drama seinen bis dato kommerziellsten und aufwändigsten Film vor. Es ist kein reines Biopic über das Physikgenie, sondern erzählt die emotionale Geschichte einer Ehe und andauernden engen Freundschaft. Stark sind die Darstellerleistungen, einfallsreich die visuelle Aufbereitung, die Wissenschaft ebenso wie Stimmung illustriert. Ein Film, der unterhält, die Figuren und ihre Probleme aber ernst nimmt.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Eine schwere Behinderung zwingt Stephen Hawking in den Rollstuhl, aber mit Hilfe seiner Frau Jane bleibt sein Forschergeist unverändert. Bewegendes Drama über das Verhältnis des brillanten Physikers und seiner Frau.

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

Cambridge, 1963. Auf einer Studentenparty lernen sich Jane Wilde und Stephen Hawking kennen und verlieben sich ineinander. Die schüchterne junge Frau, die an Gott und das Schicksal glaubt, ist fasziniert von dem jungen ehrgeizigen Mann, der sich mit seiner Erforschung des Universums und der Zeit daran macht, die Welt der Physik auf den Kopf zu stellen. Doch das Glück währt nicht lange. Denn eines Tages wird bei Stephen die degenerative Nervenkrankheit ALS diagnostiziert. Die Ärzte geben ihm nur noch zwei Jahre. Jane ermuntert ihn dazu, seine Forschungen trotzdem weiterzuführen. Und sie bleibt bei ihm. Denn sie weiß, dass ihre Liebe stark genug ist, um gemeinsam gegen das Schicksal zu kämpfen. Regisseur James Marsh hat ein bewegendes Drama über das Leben Stephen Hawkings geschaffen. Doch es sind nicht die überragenden Forschungserfolge des Genies, auf die er sich konzentriert. Basierend auf den Memoiren von Jane Hawking erzählt er von der schicksalhaften Zeit, in der sich Hawkings Leben für immer ändern sollte. Und in denen er seine große Liebe trifft, ohne die er nicht das Genie hätte werden können, als das ihn die Welt heute bewundert. Jane steht daher auch im Zentrum der Geschichte. Felicity Jones vereint in ihrem Spiel die sensible Zartheit einer schüchternen jungen Frau mit einer unbändigen und in sich ruhenden Stärke einer liebenden Ehefrau und Partnerin. Sie wirkt wie der Anker für Hawkings ruheloses Genie. Als Hawking selbst leistet Redmayne schier Unglaubliches. Die Art, wie er sich in dessen Körper, Krankheit und Wesen einfühlt, lässt vergessen, dass es sich hier um perfektes Schauspiel handelt, denn Redmayne "verkörpert" Hawking und lässt damit auch Einblicke in das Innere zu. Ergänzt werden die beiden durch einen großartig aufspielenden Cast, ob David Thewlis als Hawkings Mentor oder Charlie Cox als Freund der Familie. Ruhig und fast verträumt erzählt Marsh seine Geschichte, überlädt die Bilder nicht, was auch an der exzellenten und klug durchdachten Kameraarbeit und der perfekten Ausstattung liegt. DIE ENTDECKUNG DER UNENDLICHKEIT ist nicht nur ein Film über eines der größten Genies unserer Zeit. Es ist vor allem ein Film über eine starke und unumstößliche Liebe, die sich gegen das Schicksal stellt. Unendlich schön und inspirierend.

Gutachten:

Dem Film liegt die Autobiografie gleichen Titels von Jane Wilde über ihre Jahre mit Stephen Hawking zugrunde. Er beginnt mit der Schilderung von Hawkings Leben als Student und der ersten Begegnung zwischen ihm und Jane. Nicht nur die großartige und wegen seiner Krankheit hart erkämpfte Karriere Hawkings wird geschildert, sondern vor allem das Familienleben der beiden. Die Schwierigkeiten, mit denen sie zu kämpfen haben, spielen dabei eine ebenso große Rolle wie das Familienleben mit drei Kindern und die Herausforderungen, welche Janet durch Stephens schwere Krankheit ALS zu bewältigen hat.
Der Film ist klassisch erzählt und mit großem Können inszeniert und ins Bild gesetzt. Beeindruckend ist etwa die Szene, wenn Stephen versucht, Jane zuliebe Cricket zu spielen. Seine Verbissenheit lässt ahnen, wie er sich auch in seiner wissenschaftlichen Arbeit verausgabt. Sein Kampf gegen oder mit der Krankheit ALS, seine Versuche, ohne Hilfe die Treppe zu überwinden, nötigt dem Zuschauer Bewunderung ab. Auch seine Intelligenz und sein Humor werden im Film angenehm deutlich gemacht.
Gerade die Ausstattung des Films zeugt von großer Sorgfalt, Kleidung und Frisuren führen den Zuschauer gleichsam durch die Zeit.
Besonders hervorzuheben ist aber vor allen Dingen die Besetzung der Hauptrolle durch Eddie Redmayne und seine darstellerische Leistung. Er verkörpert den Stephen Hawking so genial, dass der Eindruck entsteht, es handele sich um den Menschen Hawking selbst. Die Körperhaltung, der Ausdruck wirken absolut authentisch, die Illusion ist perfekt.
Dem Regisseur gelingt es, durch seine Inszenierung ein Gleichgewicht zwischen den beiden Protagonisten Stephen und Jane herzustellen. Stephen wirkt nur äußerlich hilfsbedürftig, während Jane zwar resolut und umsichtig die Interessen ihres Mannes vertritt, aber dennoch sehr um ihn besorgt ist. Dennoch wirken beide in ihren Persönlichkeiten autark und selbstbewusst. Stephens Schwäche beschränkt sich auf sein körperliches Handicap, trotzdem strahlt er, nachdem er den Schock der Diagnose überwunden hat, große Lebensfreude aus, die den Rest des Films über den Zuschauer beeindruckt.
Die Tatsache, dass sich beide in späteren Jahren anderen Partnern zuwenden, wird im Film nicht dramatisiert oder betont, sondern ist in den Fluss der Geschichte eingebunden.
Eine Geschichte über ein außergewöhnliches Paar, dessen Lebensweg Mut macht, in einem Film, der mit seinen perfekt komponierten Bildern eine hoffnungsvolle Botschaft übermittelt.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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Datum Stadt Festivalname
04.09.2014 - 14.09.2014 Toronto 39. Toronto International Film Festival

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