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Der Tintenfisch und der Wal

Gleichsam komische und berührende Familiengeschichte, die bei Eltern und Kindern die Folgen einer Trennung beobachtet.

Der Tintenfisch und der Wal Großansicht
(Bild: Sony Pictures)
Verleih Sony Pictures
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Australien 2004
Regie Noah Baumbach
Darsteller Jeff Daniels, Laura Linney, Jesse Eisenberg
Kinostart 11.05.2006
Einspielergebnis D € 41.976
Bes. (EDI) 6.564
Bes. (FFA) 5.979
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Boxoffice USA $ 7.073.391
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Filmtrailer Video

nach oben Inhalt & Info

Als sich Bernard und Joan trennen, solidarisiert sich der ältere Sohn Walt mit seinem Vater, der jüngere Frank mit seiner Mutter. Während beide Kids unterschiedlich auf die veränderte Familiensituation reagieren, flüchten ihre Eltern in Affären. Es kommt zu gegenseitigen Verletzungen. Auch von Walt, der die Verachtung für seine Mutter und die kritiklose Bewunderung für seinen Vater schließlich überwindet.

Noah Baumbach, Koautor von Wes Andersons "Die Tiefseetaucher", gelingt mit seiner vierten Regiearbeit eine überzeugende Gratwanderung zwischen Drama und Komödie. Berührende und amüsante Momente vermischen sich in seinem gut beobachteten Porträt einer gescheiterten Ehe. Dabei stehen die jugendlichen den erwachsenen Darstellern Jeff Daniels und Laura Linney kaum nach, die oscarreife Leistungen zeigen.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Wie zwei Brüder in den Trümmern der elterlichen Ehe nach Orientierung suchen, erzählt Noah Baumbachs vierte Regiearbeit mit glänzender Gratwanderung zwischen Drama und Komödie.

Das autobiografisch gefärbte Drehbuch Baumbachs, Koautor von "Die Tiefseetaucher", war unlängst für den Oscar nominiert. Mit gutem Grund, gelingt es doch dem Skript, die Klimavergiftung in einer Ehe, die Neuordnung der Hierarchie und die Unsicherheiten des Heranwachsens gleichgewichtig souverän zu porträtieren und dabei schrullig-komische mit ernsthaften Tönen zu harmonisieren. Nicht erfasst vom Radar der Academy wurden jedoch die nuancierten Darstellungen von Jeff Daniels und Laura Linney, die mit sympathischen und unangenehmen Zügen helfen, die Desorientierung der Kids zu verstehen. Nachdem die Disharmonien bei einem giftigen Tennismatch verdichtet zu Tage treten, trennt sich Joan (Linney) von Bernard (Daniels). Der ehemals gefeierte Autor und Intellektuelle zieht aus, bildet mit seinem 16-jährigen Sohn Walt eine Einheit, während sich der jüngere Sohn mit der Mutter solidarisiert. Die Spaltung der Familie findet ihre räumliche Entsprechung, als Walt zu seinem Vater zieht. Beide Söhne reagieren auf die veränderte Situation mit Verunsicherung. Der Jüngere sucht ein Ventil für seinen Zorn, der Ältere kopiert die arrogante Überlegenheit seines Vaters und sabotiert so die Beziehung zu seiner ersten Freundin, die er stellvertretend für seine Mutter demütigt.

Baumbach beobachtet ohne Überzeichnung und lässt beide Elternteile in eine Affäre flüchten, die ihre Persönlichkeit spiegelt. Joan sucht Trost bei einem Tennislehrer und zeigt Reife, Bernard schläft mit einer Studentin und gibt das trotzige Kind, das sein Ego wiederaufrichten muss, weil ihn Frau und Erfolg verlassen haben. Linney hat als angespannte Verantwortungsträgerin die undankbarere Rolle, während Daniels zwischen frustriertem Egomanen und coolem Kindskopf die heiteren Akzente setzt. Die Positionierungskämpfe der Eltern nach dem Bruch porträtiert Baumbach souverän wie die Zerrissenheit der Kinder. Am Ende reiht sich "Der Tintenfisch und der Wal" mit Alan Parkers "Du oder beide" in die besten Trennungsfilme Hollywoods ein, gerade weil Baumbach auf Parkers Intensität eine entspanntere Antwort findet, ohne wichtige Aussagen zu verwässern. kob.

Quelle: Blickpunkt:Film

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nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Sony Pictures
O-Titel The Squid and the Whale
Land / Jahr Australien 2004
Kategorie Spielfilm
Genre Komödie / Drama
Produktionsfirmen American Empirical/Peter Newman-Internal/Samuel Goldwyn Films/Destination Films
Kinostart 11.05.2006
Laufzeit 81
FSK ab 12 Jahre
Einspielergebnis D € 41.976
Bes. (EDI) 6.564
Bes. (FFA) 5.979
Charthistory
USA-Start 07.10.2005, bei IDP Distribution
Boxoffice USA $ 7.073.391
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.tintenfisch-und-wal.de/
nach oben Cast & Crew
Produzenten Wes Anderson, Peter Newman, Charlie Corwin, Clara Markowicz
Koproduzenten Jennifer M. Roth
Ausf. Produzenten Reverge Anselmo, Miranda Bailey, Greg Johnson, Andrew Lauren
Regie Noah Baumbach
Drehbuch Noah Baumbach
Darsteller Jeff Daniels (Bernard Berkman), Laura Linney (Joan Berkman), Jesse Eisenberg (Walt Berkman), Owen Kline (Frank Berkman), Anna Paquin (Lili), William Baldwin (Ivan), Halley Feiffer (Sophie Greenberg), David Benger (Carl), Adam Rose (Otto), Peggy Gormley (Mrs. Greenberg), Peter Newman (Mr. Greenberg)
Kamera Robert Yeoman
Schnitt Tim Streeto
Musik Dean Wareham, Britta Phillips
Produktionsdesign Anne Ross
Ton Allan Byer
Kostüme Amy Westcott
Casting Douglas Aibel
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Der Tintenfisch und der Wal
Nicht lieferbar
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) DVD, ab 12, 77 Min. Kauf
Der Tintenfisch und der Wal Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) DVD, ab 12, 77 Min. Leih
Der Tintenfisch und der Wal
Nicht lieferbar
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) DVD, ab 12, 77 Min. Kauf
Enthalten in:
Best of Hollywood - 3 Movie Collector's Pack: Adaption / Pollock / Der Tintenfisch und ... (3 DVDs)
Nicht lieferbar
Sony Pictures Home Entertainment (
DVD, ab 12, 306 Min.
Kauf
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Die vierköpfige Familie Berkman steht vor dem Zusammenbruch. Nach einer langen Zeit der schleichenden Entfremdung ist es schließlich ein Tennisdoppel, das Vater Bernard und Mutter Joan den Rest gibt. Der ältere Sohn Walt hält zu Bernard, den sein Erfolg als Autor verlassen hat und der nun auf dem College Schreibkurse gibt, während sein Bruder Frank sich auf die Seite der Mutter schlägt. Joan und Bernard versuchen den Trennungsschmerz mit Affären zu betäuben und auch ihre Kinder haben es schwer, sich in der neuen Situation zurechtzufinden.

Das Drehbuch von Noah Baumbach, der auch in Personalunion als Regisseur fungiert, heimste eine berechtigte Oscar-Nominierung ein. Er beobachtet seine Figuren genau und mit großer Sympathie, ohne ihr Fehlverhalten zu entschuldigen. Getragen von den großartigen schauspielerischen Leistungen des Ensembles um Jeff Daniels und Laura Linney hält der Film die schwierige Balance zwischen realistischer Schilderung des Dramas einer Scheidung und humorvollen Einlagen, die keinen Freund intelligenter Unterhaltung kalt lassen werden.

Quelle: mediabiz.de

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