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Der Teufel trägt Prada

Verfilmung des Bestsellers von Lauren Weisberger über ein Landei, das sich einen Job als Assistentin einer tyrannischen Moderedakteurin angelt.

Der Teufel trägt Prada Großansicht
(Bild: Fox)
Verleih Fox
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2006
Regie David Frankel
Darsteller Meryl Streep, Anne Hathaway, Stanley Tucci
Kinostart 12.10.2006
Einspielergebnis D € 18.140.434
Bes. (EDI) 2.932.535
Bes. (FFA) 2.967.783
Charthistory
Boxoffice USA $ 124.703.638
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 01.03.2009 (RTL)

nach oben Inhalt & Info

Kleinstadt-Girl Andrea Sachs hat gerade das College absolviert und landet in New York auf Anhieb einen der meistgefragten Jobs, den die Millionenmetropole zu bieten hat: Sie wird als Assistentin von Miranda Priestly engagiert, der überkandidelten Chefin des erfolgreichen Modemagazins Runway, die selbst den selbstsichersten Fashionista im Handumdrehen in Tränen ausbrechen lassen kann, wenn sie will. Andrea stellt schnell fest, dass nicht alles Gold ist, was glänzt, und dass es nicht so einfach ist, sicher durch ein Meer von Neid, Eitelkeit und Manipulation zu schippern.

Nach dem gefälligen Bestseller von Lauren Weisberger, das literarische Äquivalent eines giftigen Schwätzchens unter Fashion-Victims, zauberte David Frankel dieses bittersüße High-Concept-Konfekt mit Meryl Streep als Moderedakteurin, die recht leicht erkennbar Anna Wintour von der amerikanischen Vogue darstellen soll, und der immer interessanteren Anne Hathaway. Frankel ist der richtige Mann für die Sache: Als einer der Regisseure von "Sex and the City" kennt er sich mit dem Terrain bestens aus.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Meryl Streep stiehlt mit einer perfekten Performance als silbermähnige Cruella de Ville der Modewelt die Show in der Filmadaption des gleichnamigen Chick-Lit-Hits von Lauren Weisberger.

Die Autorin verarbeitete in dem Schlüsselroman ihre stressigen Erfahrungen als Assistentin von Anna Wintour, die als "kompliziert" bekannte Chefin der amerikanischen Vogue. Während deren Alter Ego im Buch keinerlei positive Eigenschaften vorweist, verleiht Skripterin Aline Brosh McKenna ("Laws of Attraction") sowohl der Titel-Teufelin als auch der unter ihr leidenden Protagonistin mehr menschliche und sympathische Attribute. Zudem wurde für die Filmversion eine stärker ausgeprägte Moralfabel-Struktur verwendet, die sich im typischen "Aufstieg, Versuchung, Läuterung, Lebenslektion"-Schema entfaltet. Espritvoll in Szene gesetzt wurde die kurzweilige Dramedy, in der Schein ebenso wichtig ist wie Sein, vom "Sex And The City" -TV-Regisseur David Frankel. Seine ausgiebige Erfahrung im Bereich weiblicher Großstadtkomödie kommt ihm auch auf dem Leinwand-Laufsteg zu Gute, so dass selbst die mehrfachen Kostümmontagen im Modemilieu nicht störend wirken.

Die frisch von der Uni nach New York kommende Andy (Anne Hathaway nach "Brokeback Mountain" wieder in einem mehr prinzessinhaften Part) ist frisch, natürlich und in Sachen Mode ein völlig unbeschriebenes Blatt. Umso erstaunlicher ist daher ihre Einstellung als zweite persönliche Assistentin von Miranda Priestly, der Chefredakteurin des elitären Modemagazins Runway. Schneller als Naomi Campbell ihre Beherrschung verliert, muss Andy jedoch feststellen, dass sie sich mit dem Job, "für den Millionen von Mädchen töten würden", die unerträglichste Chefin überhaupt eingehandelt hat. Nicht nur ist die stets absolut makellos gekleidete und gestylte Miranda in ihrer Umgangsart grundsätzlich kurz angebunden ("Das ist alles.") und eisig herablassend, sondern erwartet bedingungslos das sofortige Erledigen selbst unmöglichster Aufgaben (ein Manuskript des unveröffentlichten Harry-Potter-Romans!). Während die meisten ihrer ängstlich vor Miranda kauernden Kollegen im Büro giftig Andys baldige Entlassung erwarten, ist lediglich der Modedirektor Nigel (gewohnt klasse: Stanley Tucci) nett zu ihr und verpasst ihr ein glamouröses Makeover. So wird aus dem unscheinbaren Bücherwurm durch Makeup, neue Frisur und schicke Designerklamotten ein hochattraktiver Szeneschwan. Mirandas erste Assistentin Emily (Emily Blunt) versetzt dies in eifersüchtige Panik, da ihr die intelligente und effiziente Andy nun den Rang als neue Obersklavin der Chefin abläuft. Somit wählt Miranda auch Andy aus, sie zur Modewoche (u.a. haben Valentino und seine Kollektion einen Auftritt) nach Paris zu begleiten, wo Andys Leben an einem Knotenpunkt ankommt. Ihr Sozial- und Liebesleben ist aufgrund ihres Rund-um-die-Uhr-Jobs stark angeknackst, gleichzeitig erkennt sie Risse in Mirandas unnahbarer Fassade. Soll die ehemals Modeuninteressierte, die bereits optisch mit Haut und Haaren ins Feindlager übergelaufen ist, nun dem "Teufel" auch noch ihre Seele überlassen?

Dieses amüsante Fegefeuer der Eitelkeiten mit dunklen Untertönen wird von Streep als Grande Dame des Modezirkus gekonnt geschürt, ohne dass sie die Figur zur Karikatur macht. Als sympathischer Gegenpart erweist sich Hathaway, die rehäugigen Charme der Unschuldsmarke Audrey Hepburn versprüht. Kostüme und Produktionsdesign sind erwartungsgemäß erste Güteklasse, und auch der poppige Soundtrack ist maßgeschneidert für diesen teuflisch vergnügsamen Blick hinter die Kulissen der High Fashion. Eindeutig ein trendvoller Spaß, den nur wenige Frauen missen werden wollen. ara.

Quelle: Blickpunkt:Film

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  • Szene aus "Du siehst toll aus"
 
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Verleih Fox
O-Titel The Devil Wears Prada
Land / Jahr USA 2006
Kategorie Spielfilm
Genre Komödie / Drama
Produktionsfirmen 20th Century Fox
Drehort New York
Drehzeit 17.09.2005
Kinostart 12.10.2006
Laufzeit 109
FSK o.A. (ohne Altersbeschränkung)
Einspielergebnis D € 18.140.434
Bes. (EDI) 2.932.535
Bes. (FFA) 2.967.783
Charthistory
USA-Start 30.06.2006, bei 20th Century Fox
Boxoffice USA $ 124.703.638
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.prada-film.de/
nach oben Cast & Crew
Produzenten Wendy Finerman
Ausf. Produzent Karen Rosenfelt
Regie David Frankel
Drehbuch Aline Brosh McKenna
Buchvorlage Lauren Weisberger
Darsteller Meryl Streep (Miranda Priestly), Anne Hathaway (Andrea Sachs), Stanley Tucci (Nigel), Emily Blunt (Emily), Simon Baker (Christian Thompson), Adrian Grenier (Nate), Tracie Thoms (Lilly)
Kamera Florian Ballhaus
Schnitt Mark Livolsi
Musik Theodore Shapiro
Produktionsdesign Jess Gonchor
Kostüme Patricia Field
Casting Ellen Lewis

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sonstige … Aljoscha Henke (Special Market - Onpack: Handelspromotion Kaffee)
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Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
64. Golden Globe
Golden Globe Großansicht
2007, Los Angeles, 15.01.2007 Beste Darstellerin (Komödie oder Musical) Meryl Streep
Bogey - Box Office Germany Award
Bogey - Box Office Germany Award Großansicht
2006, München 1 Mio. Besucher in 10 Tagen  
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Der Teufel trägt Prada Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, o.A. (ohne Altersbeschränkung), 109 Min. Kauf
Der Teufel trägt Prada Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, o.A. (ohne Altersbeschränkung), 109 Min. Leih
Der Teufel trägt Prada Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 104 Min. Kauf
Der Teufel trägt Prada Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, o.A. (ohne Altersbeschränkung), 104 Min. Leih
Enthalten in:
27 Dresses / Der Teufel trägt Prada (2 Discs)
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Enterta
DVD, ab 0 (ohne Altersbeschränkung)
Kauf
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Songtrack Diverse The Devil Wears Prada
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Miranda Priestley, die überkandidelte, berüchtigte Chefredakteurin des Modemagazins Runway, sucht eine neue Assistentin. Ein Job an ihrer Seite ist das Tor zum Himmel, das Sprungbrett zur großen Karriere. Von allen möglichen Opfern setzt sich ausgerechnet das Landei Andy Sachs durch, frisch vom College, den Kopf voller Illusionen, das Herz am rechten Fleck. Eher unwillig taucht sie in die Welt der Haute Couture ein, lässt sich aber bald von ihr vereinnahmen. Bis sie sich entscheiden muss: beruflicher Erfolg oder privates Glück.

Regisseur David Frankel weiß, wie eine launige Moralfabel aussehen muss. Vom Fernsehen kommt er, einschlägig vorbelastet, hat er doch zahlreiche Folgen von "Sex and the City" inszeniert. Entsprechend stimmen die Dialoge und sitzen die Pointen. Makellos blitzt Jess Gonchors Produktionsdesign, und an Patricia Fields Kostümen hätte selbst die teuflische Mrs. Priestley, souverän gespielt von Meryl Streep, nichts auszusetzen. Ein amüsantes, leicht hintersinniges Fegefeuer der Eitelkeiten, das als gallige Satire noch besser funktioniert hätte.

Quelle: mediabiz.de

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