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Der Medicus

Verfilmung des gleichnamigen Bestseller von Noah Gordon um die abenteuerliche Reise einer englischen Waise, der in Isfahan des 11. Jahrhunderts zum Arzt ausgebildet wird.

Der Medicus Großansicht
(Bild: Universal)
Verleih Universal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Deutschland 2013
Regie Philipp Stölzl
Darsteller Tom Payne, Stellan Skarsgård, Olivier Martinez
Kinostart 25.12.2013
Einspielergebnis D € 31.356.576
Bes. (EDI) 3.628.654
Bes. (FFA) 3.627.611
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 29.12.2014 - 30.12.2014 (ARD)

nach oben Inhalt & Info

Nach dem Tod seiner Mutter durch eine mysteriöse, im 11.Jahrhundert noch unheilbare Krankheit, zieht es den jungen Engländer Rob Cole viele Jahre später ins persische Isfahan. Dort lernt er bei Ibn Sina, dem berühmtesten Arzt des Orients, alles über Medizin, findet er die große Liebe, aber auch einen Hexenkessel vor, in dem er sich als Jude tarnen muss, weil Christen verfolgt werden, und der Einfluss muslimischer Fundamentalisten auch für den tyrannischen Schah, den Förderer Ibn Sinas, zur Bedrohung wird.

Opulentes Historienabenteuer nach dem weltweiten Bestseller von Noah Gordon. Philipp Stölzl ("Nordwand") setzte die aufwändige deutsche Produktion mit attraktiver internationaler Besetzung (u.a. Ben Kingsley und Stellan Skarsgard) um. Sorgfältig realisierte Studiokulissen und beeindruckenden Originallocations ergänzen sich zu einer gelungenen Hintergrund für das Abenteuer nach klassischer Machart, in dem Spannung, Romantik und Culture-Clash zwischen Orient und Okzident Hand in Hand gehen.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Philipp Stölzls historisches Drama über die Abenteuer eines jungen Briten in Persien ist eines Weihnachtsfilms und der Bestsellervorlage von Noah Gordon würdig.

In den Konsumrausch der Wohlstandsgesellschaften hinein platzt diese deutsche Prestigeproduktion, die mit Mittelalter-Realismus, mit Bildern von Armut und Leben mit kurzem Verfallsdatum, Bescheidenheit lehrt, aber auch an eine Zeit großer Abenteuer erinnert, in der das Unbekannte bereits hinter dem Heimatdorf anfing. Wer will, kann in den graublauen Augen von Newcomer Tom Payne eine Brücke zu Peter O'Toole in "Lawrence von Arabien" entdecken, dem Stölzl, unterstützt von Ingo Frenzels Soundtrack, in einigen Bildern wie auch in der Harmonisierung des Epischen und Intimen Reverenz erweist.

Ein starkes wissenschaftlich-humanitäres Motiv, dem sich ein romantisches unterordnet, treibt den Plot an. Etwa 30 Minuten zeigt "Der Medicus" das armselige Leben des jungen Rob Cole in England, der nach dem frühen Tod der Mutter von einem brummigen Bader, Bagatellheiler und Quacksalber in Personalunion, aufgenommen wird - eine kauzig-komische, unsentimentale, aber keineswegs herzlose Idealrolle für Stellan Skarsgård. Nach der Wunderheilung des fast erblindeten Baders durch jüdische Schüler des großen Medicus Ibn Sina (Ben Kingsley) zieht es Cole ins persische Isfahan. Dort lehrt Sina die Heilkunst, dort herrscht ein Tyrann, der aber die Wissenschaft fördert und die Koexistenz von Islam und Judentum toleriert, während der muslimische Fundamentalismus in den seldschukischen Eroberern mächtige Partner gewinnt.

Das durch Intoleranz aufgeheizte Spannungsfeld der Religionen gibt dem Film aktuelle Brisanz, der Licht und Schatten in allen Lagern zeigt, seine Sympathien aber doch deutlich macht. Obwohl "Der Medicus" großes Kino stets im Visier hat, ist Perfektion und Spektakel visuell mit einem Budget von 26 Millionen Euro nur begrenzt realisierbar. So gibt es beeindruckende Sets und prachtvolle Shots von Karawanen, der nächtlichen Wüste oder von Isfahan, aber auch Digitaltableaus mit Problemzonen und einen Sandsturm, der episches Versprechen bleibt. Unbestritten ist der Mut in den Themen und der Realisierung eines solchen Großprojekts, das relativ gewaltarm von Kollisionen, aber auch von Freundschaft, Liebe und Erkenntnis in irrationalen Zeiten erzählt. Das Schlachtfeld von "Der Medicus" ist das limitierte Wissen, das unbekannte Territorium des kaum erforschten menschlichen Körpers. Ist die Zeit reif für einen Helden, dessen Actionszenen vom Kampf gegen Krankheit, Fremdbestimmung und Verblendung bestimmt sind? Allein sechs Millionen Mal verkaufte sich die Romanvorlage in Deutschland - diese Leser und Zuschauer, die sich nationale Genrevielfalt wünschen, sind jetzt gefordert. kob.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Universal
O-Titel Der Medicus
Land / Jahr Deutschland 2013
Kategorie Spielfilm
Genre Abenteuer / Kostümfilm
Produktionsfirmen UFA Cinema
Koproduktionsfirmen Degeto Film
Förderung DFFF - Deutscher Filmförderfonds (EUR 3.214.000)
Produktionsförderung FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 600.000),
Mitteldeutsche Medienförderung (EUR 700.000),
Film- und Medienstiftung NRW (EUR 2.000.000),
Medienboard Berlin-Brandenburg (EUR 500.000)
Verleihförderung Medienboard Berlin-Brandenburg (EUR 100.000),
FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 400.000)
Drehort Marokko und Deutschland
Drehzeit 18.06.2012 - 28.09.2012
Kinostart 25.12.2013
Laufzeit 155
FSK ab 12 Jahre
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Einspielergebnis D € 31.356.576
Bes. (EDI) 3.628.654
Bes. (FFA) 3.627.611
Charthistory
Postproduktion CinePostproduction
Weltvertrieb Beta Cinema
Filmtrailer Video
Web-Link http://movies.universal-pictures-international-germany.de/medicus/web2
nach oben Cast & Crew
Produzenten Wolf Bauer, Prof. Nico Hofmann
Koproduzenten Jan Mojto, Dirk Schürhoff, Christine Strobl
Ausf. Produzent Sebastian Werninger
Producer Ulrich Schwarz
Ausf. Co-Producer. Christoph Müller
Redaktion Roman Klink
Regie Philipp Stölzl
Drehbuch Jan Berger
Buchvorlage Noah Gordon
Darsteller Tom Payne (Medicus Rob Cole), Stellan Skarsgård (Bader), Olivier Martinez (Shah Ala ad-Daula), Emma Rigby (Rebecca), Elyas M'Barek (Karim), Fahri Yardim (Davout Hossein), Makram Khoury (Imam), Michael Marcus (Mirdin), Sir Ben Kingsley (Ibn Sina), Stanley Townsend (Bar Kappara), Emil Marwa (Tuveh Ben Meir), Martin Hancock (Merlin), Jodie McNee (Agnes Cole), Dominique Moore (Despina), Aidan Kelly (Priester), Peter Bankole (Mano Dayak), Renu Setna (Quasim), Franz Dinda (Merlins Lehrling), Aaron Kissiov (Samuel Cole), Michael Jibson (Mönch von Stratford), Ramin Yazdani (Rabbi), Mourad Zaoui (Shahs Bote), Irshad Panjatan (Apotheker), Sahin Eryilmaz (Hakim), Barbara Philipp, Gerti Drassl, Aykut Kayacik, Manuela Biedermann, Wilfried Hochholdinger, Michael Lott, Sybille Schedwill, Claudia Fritzsche, Ercan Durmaz, Cetin Ipekkaya, Michael Bornhütter, Ian T. Dickinson
Kamera Hagen Bogdanski
Schnitt Sven Budelmann
Musik Ingo Ludwig Frenzel
Produktionsdesign Udo Kramer
Ton Max Meindl
Kostüme Thomas Oláh
Maske Heike Merker, Daniela Skala
Herstellungsleitung Sascha Schwill
Produktionsleitung Henry Rehorek
Casting Leo Davis, Nina Haun, Emrah Ertem, Lissy Holm

Hier sehen Sie mediabiz community-Mitglieder, die an diesem Titel mitgewirkt haben.
Mit nur einem Klick können Sie persönlich mit ihnen in Kontakt treten.

Produktion Bülent Nacaksiz, Jens Noack
sonstige … Tobias Schmidt (Produktionsleiter: Konzept & Orga Filmpremiere,J,PK)
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
Bogey - Box Office Germany Award
Bogey - Box Office Germany Award Großansicht
2014, München, 13.01.2014 Silber - 2 Mio. Besucher in 20 Tagen  
Bogey - Box Office Germany Award
Bogey - Box Office Germany Award Großansicht
2014, München, 02.01.2014 1 Mio. Besucher in 10 Tagen  
Bogey - Box Office Germany Award
Bogey - Box Office Germany Award Großansicht
2013, München, 30.12.2013 1000 Besucher pro Kopie am Startwochenende  
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Der Medicus (Extended Edition, 2 Discs) Universal Pictures Germany DVD, ab 12, 181 Min. Kauf
Der Medicus (Extended Edition, 2 Discs) Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 12, 188 Min. Kauf
Der Medicus Universal Pictures Germany DVD, ab 12, 149 Min. Kauf
Der Medicus Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 12, 155 Min. Kauf
Der Medicus (Limited Special Edition, 2 Discs) Universal Pictures Germany DVD, ab 12, 149 Min. Kauf
Der Medicus (Limited Edition, Steelbook) Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 12, 155 Min. Kauf
Der Medicus Universal Pictures Germany DVD, ab 12, 149 Min. Leih
Der Medicus Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 12, 155 Min. Leih
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Original Score Ingo Ludwig Frenzel Der Medicus
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Nach dem Tod seiner Mutter durch eine mysteriöse, im 11.Jahrhundert noch unheilbare Krankheit, zieht es den jungen Engländer Rob Cole viele Jahre später ins persische Isfahan. Dort lernt er bei Ibn Sina, dem berühmtesten Arzt des Orients, alles über Medizin, findet er die große Liebe, aber auch einen Hexenkessel vor, in dem er sich als Jude tarnen muss, weil Christen verfolgt werden, und der Einfluss muslimischer Fundamentalisten auch für den tyrannischen Schah, den Förderer Ibn Sinas, zur Bedrohung wird.

Opulentes Historienabenteuer nach dem weltweiten Bestseller von Noah Gordon. Philipp Stölzl ("Nordwand") setzte die aufwändige deutsche Produktion mit attraktiver internationaler Besetzung (u.a. Ben Kingsley und Stellan Skarsgard) um. Sorgfältig realisierte Studiokulissen und beeindruckende Originallocations ergänzen sich zu einem gelungenen Hintergrund für das Abenteuer nach klassischer Machart, in dem Spannung, Romantik und Culture-Clash zwischen Orient und Okzident Hand in Hand gehen.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Ein englischer Junge begibt sich im 11. Jahrhundert auf Weltreise, um in Isfahan zum Arzt ausgebildet zu werden. Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Noah Gordon als opulent-epischer Abenteuerfilm.

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

England im 11. Jahrhundert: Der Junge Rob Cole wird zum Waisen, nachdem seine Mutter an einer rätselhaften Krankheit verstorben ist. Verzweifelt, weil er ihr nicht helfen konnte, beschließt er, sich einem Wanderheiler anzuschließen und von ihm alles zu lernen. Doch dann hört er von den Heilkünsten des berühmten Ibn Sina und reist ins ferne Persien, um sein Schüler zu werden. Und während die Stadt von einem Ausbruch der Pest bedroht wird, entdeckt der alte und weise Meister Robs Gabe im Umgang mit kranken Menschen. Eine Gabe, die Rob oftmals als Fluch empfindet und ihn vor besondere Prüfungen und Schwierigkeiten stellt. Regisseur Philipp Stölzl hat sich der großen Herausforderung einer würdigen filmischen Umsetzung des Weltbestsellers von Noah Gordon gestellt und die Aufgabe mit Bravour gemeistert. Große Emotionen, begeisternde Landschaftspanoramen, eine prächtige Ausstattung und ein mitreißender Score sorgen für eine sinnliche und epische Stimmung, die zusätzlich von den Leistungen der großartigen Darsteller eingelöst wird. Deutsche und internationale Stars, wie Fahri Yardim, Elyas M'Barek, Ben Kingsley und Stellan Skaarsgaard, verkörpern ihre Rollen glaubhaft und stimmig. In der Hauptrolle ist Tom Payne die Idealbesetzung des Titelhelden, dem der Zuschauer in eine fremde faszinierende Welt folgt. Philipp Stölzl ist mit DER MEDICUS eine gewaltige epische Literaturverfilmung gelungen, die sich mit internationalen Produktionen messen kann. Ein opulentes Leinwanderlebnis.

Gutachten:

Die Welt im frühen Mittelalter war eine düstere, von wenig Wissen erhellte Welt. Doch auch damals lebten außergewöhnliche, wissbegierige Menschen, die sich mit dem, was sich ihren Augen bot, nicht zufrieden geben wollten. Der junge Rob Cole erlebt schmerzhaft, wie seine Mutter stirbt, keiner kann ihr helfen. Im England des 11. Jahrhunderts gab es keine Ärzte, nur Bader, die mit groben Werkzeugen grobe Hilfe leisteten. Robs größter Wunsch ist es von nun an, Heiler zu werden. Weil er eine Ausbildung in England nicht erhalten kann, macht er sich auf den Weg in den Orient. Er ist monatelang unterwegs, erreicht unter großen Schwierigkeiten sein Ziel.

Bereits die Etablierung des Hauptdarstellers wird genregerecht und aufwändig in Szene gesetzt. Es folgen großartige Landschaftsprospekte, die überwältigende Wirkung zeigen. Ein Wüstensturm, der Rob nur knapp überleben lässt und zahlreiche Opfer fordert, ist überwältigend dargestellt. Die Naturgewalt macht bewusst, welchen Gefahren und Hindernissen sich Reisende in dieser Zeit aussetzten. Die epische Erzählweise lässt dem Zuschauer Zeit, fremde Welten zu betreten und zu bestaunen.
Mit ebenso malerischen wie magischen Bildern von Landschaft und Natur wird deutlich, welche Weiten zu durchmessen waren zu Fuß, auf Pferden oder in Kutschen. Eine Liebesgeschichte, die Rob nicht ausleben darf, erscheint schicksalhaft, wird aber nie zum Hauptereignis seines Lebens. Die überzeugende Darstellung seiner Suche als Heiler und Forscher verleiht dem Film eine große Ernsthaftigkeit, die gleichzeitig den Spannungsbogen inhaltlich unterstützt. Auch gesellschaftliche Gegebenheiten wie die religiösen Auseinandersetzungen zwischen Juden und Muslimen in Isfahan werden berücksichtigt und gewürdigt. Dass Rob diese Auseinandersetzungen fast mit dem Leben bezahlt, erhöht noch die Spannung. Kein Bild erscheint überflüssig, keine Wendung unglaubwürdig. Die perfekte Ausstattung zeigt große Ästhetik und Opulenz, ohne künstlich zu wirken.

Tom Payne als Rob Cole und Ben Kingsley als Ibn Sina, der Meister und Lehrer der Medizin, überzeugen ebenso wie die zahlreichen Nebendarsteller, die ausnahmslos stimmig besetzt sind.

Eine bis in alle Details gelungene Literaturverfilmung, die durch Eigenständigkeit überzeugt.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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Sender Datum Zeit Quote Marktanteil
ARD 29.12.2014 20:15 7.52 Mio. 22,4%
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