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Der Hunderteinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand

Fortsetzung der schrägen Oldiekomödie nach Bestsellervorlage, in der der Titelheld dem Rezept der russischen Volkssoda auf der Spur ist.

Der Hunderteinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand Großansicht
(Bild: Concorde)
Verleih Concorde
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Schweden 2016
Regie Felix Herngren,
Måns Herngren
Darsteller Robert Gustafsson, Iwar Wiklander, David Wiberg
Kinostart 16.03.2017
Einspielergebnis D € 276.691
Bes. (EDI) 37.629
Charthistory
Filmtrailer Video

nach oben Inhalt & Info

Allan feiert seinen 101. Geburtstag auf Bali. Von den Millionen ist fast nichts mehr übrig. Zum Glück haben Julius und er eine neue Idee, wie man Geld verdienen kann: Mit dem Rezept der unglaublich leckeren, russischen Volkssoda, das noch irgendwo in seiner ehemaligen Wohnung in Berlin sein müsste. Sie machen sich auf dem Weg dorthin, müssen aber erst einmal in Moskau zwischenlanden. Allan hatte auch den kleinen Affen mit ins Handgepäck genommen...

Fortsetzung der schrägen Oldiekomödie nach Bestsellervorlage, die in seiner Heimat Schweden den Besucherrekord brach. Mit dem bewährten Personal vor (u.a. Robert Gustafsson in der Titelrolle) und hinter der Kamera (u.a. Regisseur Felix Herngren) und einiger neuer Mitstreiter setzt auch die Fortsetzung auf den trockenen, teils deftigen Oldie-Humor und die knorrigen Hauptfiguren. Das gemütlich skurrile Roadmovie führt zurück zum Ursprung und ist eine absurd-abenteuerliche Verfolgungsjagd.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Fortsetzung der schrägen Oldiekomödie nach Bestsellervorlage, in der der Titelheld dem Rezept der russischen Volkssoda auf der Spur ist.

"Der Hunderteinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand" knüpft da an, wo "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" endete, auf Bali, wo der erneut von Robert Gustafsson gespielte Titelheld mittlerweile seinen 101. Geburtstag feiert. Und natürlich setzt auch die Fortsetzung auf den trockenen, teils deftigen Oldie-Humor und die knorrigen Hauptfiguren, all das, was schon im Original so gut funktionierte und dem Film in Deutschland 1,2 Mio. Zuschauer bescherte. Von den im ersten Film von Allan gefundenen Millionen ist fast nichts mehr übrig. Allan und sein Freund Julius (Iwar Wiklander ist auch wieder mit dabei) haben aber schon ein neues, vielversprechendes Projekt in Aussicht. Sie wollen nach Berlin, wo Allen glaubt, das Rezept der extrem leckeren Volkssoda versteckt zu haben, die einst eine wichtige Rolle im Kalten Krieg gespielt hat und fast Coca und Pepsi Cola die Marktherrschaft unter den Limonaden abgenommen hätte... Das ist wieder eine der aberwitzigen historischen Geschichten, die der ehemalige Spion Allan erlebte und die nun den Hintergrund für die neue Story bildet, die Allan und Julius just zu dem Fenster des Altenheims zurückbringt, aus dem er im ersten Film nach der Bestsellervorlage von Jonas Jonasson gestiegen war. Doch bis sie dorthin kommen, schlägt die Story Haken über Moskau und Berlin, in die Wohnung von Amanda Einstein (Erni Mangold), die David Bowies "Rebel Rebel" hört, was Allan in die Vergangenheit einer wilden Party zurückversetzt und schließlich auch ins Bett von Amanda. Diverse Verfolger, u.a. ein Duo von der C.I.A., sorgen für Komplikationen im gemütlich-skurrilen Roadmovie, einer davon, der Gangster aus Südlondon, gehört ebenfalls zu den bereits im ersten Film bewährten Mitspielern. Auch hinter der Kamera findet sich bewährtes Personal. Felix Herngren führt dieses Mal gemeinsam mit Bruder Mans Regie. Sie arbeiteten auch am Drehbuch mit, das vielleicht mit nicht ganz so schwerem Humorgeschütz auffährt wie der erste Film. Statt einem Elefant sorgt hier ein kleiner, eigenwilliger Affe mit Faible für Getränke für tierische Spaßeinlagen. Im Heimatland Schweden kam die Komödie dennoch sogar noch besser an als der Vorgänger und brach mit 350.000 Kinogängern den Rekord für die beste Startwoche einer schwedischen Produktion aller Zeiten.

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nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Concorde
O-Titel Hundraåringen som smet fran notan och försvann
Land / Jahr Schweden 2016
Kategorie Spielfilm
Genre Komödie
Kinostart 16.03.2017
Laufzeit 109
FSK ab 12 Jahre
FBW-Prädikat Wertvoll
Einspielergebnis D € 276.691
Bes. (EDI) 37.629
Charthistory
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.derhunderteinjaehrige-film.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Malte Forssell, Pontus Edgren, Henrik Jansson-Schweizer
Regie Felix Herngren, Måns Herngren
Darsteller Robert Gustafsson (Allan Karlsson), Iwar Wiklander (Julius Jonsson), David Wiberg (Benny), Shima Niavarani (Miriam), Jens Hultén (Pike)
Kamera Göran Hallberg
Schnitt Henrik Källberg
Musik Matti Bye
Produktionsdesign Mikael Varhelyi
Kostüme Madeleine Kihlbom Thor
nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: WertvollKurztext:

Allan Karlsson genießt Bali. Und da er mittlerweile 101 Jahre alt ist und im letzten Jahr mit seinem Ausbruch aus dem Altersheim und diversen rasanten Verfolgungsjagden mit der Polizei und einem Drogenboss so einiges erlebt hat, hat er sich dieses Luxusleben, zusammen mit seinen Freunden, auch redlich verdient. Doch mit der Ruhe ist es bald vorbei. Zum einen ist mittlerweile das ganze Geld aufgebraucht, was zum zügigen und "unbezahlten" Verlassen des Hotels führt. Und zum anderen hat Allan in seinen Kisten etwas wiedergefunden, was ihn dazu veranlasst, zu neuen Abenteuern aufzubrechen: eine Limonade. Genauer gesagt, die "Volkssoda". Sie wurde zu keinem anderen Zweck erfunden, als durch sie die endgültige Zerstörung des Kapitalismus durch den Triumph des Kommunismus auszulösen. Kein Wunder, dass jeder hinter dem Rezept her war. Und immer noch ist, wie Allan und seine Freunde bald feststellen müssen. Von Vorteil wäre jetzt, wenn Allan sich daran erinnern würde, wo das Rezept für die Limonade ist. Doch wer Allan kennt, weiß: Mit Erinnerungen ist das so eine Sache... Im Jahr 2014 setzte DER HUNDERTJÄHRIGE, DER AUS DEM FENSTER STIEG UND VERSCHWAND die Erfolgsgeschichte des Bestseller-Romans von Jonas Jonasson fort und wurde zum bis dato erfolgreichsten schwedischen Film aller Zeiten. Die Fortsetzung der Regisseure Felix und Mans Herngren, ein erneuter Sensationshit in Schweden, knüpft nun direkt an den Vorgänger an. Erneut wird das bunte, chaotische und liebenswerte Ensemble zusammengeführt und erlebt Abenteuer, die allesamt von schräger Situationskomik, einem trockenem Wortwitz und äußerst sympathischen Darstellern leben, allen voran der großartige Robert Gustafsson als Allan. Er ist das Herzstück der Story und führt in seinen Erinnerungen erneut zurück in die Geschicke und Ereignisse der Weltgeschichte. Dabei werden auf hintergründige und verschmitzte Art und Weise kleine persönliche Fiktionen in den Kontext tatsächlicher Ereignisse gerückt. DER HUNDERTEINJÄHRIGE macht da weiter, wo DER HUNDERTJÄHRIGE aufhörte: mit einer schrägen Geschichte, die glänzend unterhält, und liebevoll gezeichneten Figuren, die man ins Kinoherz schließen kann. Und eines ist sicher: Auch mit 101 Jahren ist noch lange nicht Schluss ...

Gutachten:

Der Film nimmt die Geschichte des Films DER HUNDERTJÄHRIGE, DER AUS DEM FENSTER STIEG UND VERSCHWAND, die auf Bali endete, genau dort wieder auf.
Auf der einen Seite lobte die Jury ausdrücklich die gute schauspielerische Leistung des gesamten Ensembles, die solide Kameraführung, die sehr guten Dialoge, den überzeugend eingesetzten Sprachenwechsel der Hauptakteure zwischen englisch, schwedisch, deutsch und russisch sowie die zahlreichen überraschenden dramaturgischen Wendungen - allen voran der Fundort der gesuchten Rezeptur. Auf der anderen Seite trägt nach Einschätzung der Jury die Geschichte um eine sozialistische Sodarezeptur nicht die gesamten 109 Minuten Film. Um die Konstellation der Figuren nachvollziehbar zu machen für diejenigen, die den ersten Teil nicht kennen, muss die bisherige Geschichte zu Beginn des Films explizit zusammengefasst werden. Einige Teilaspekte der Geschichte bleiben zudem etwas blass und zeigen Längen, wie etwa die CIA-Agenten in Schweden, die nicht so richtig vom Fleck kommen. Andere Szenen kommen in ihrem Humor nach Ansicht der Jury etwas zu klamaukartig daher. Die filmischen Rückblenden in die Zeit des Kalten Krieges sind in ihrer Überzeichnung gelungen, das gilt insbesondere für Breschnew, Nixon, Kissinger und ja, auch Andy Warhol. Allein das raumbeherrschende Spiel des Breschnew-Darstellers und seine gewaltige Stimme (und als Gegenpart der schmächtige Nixon und sein zurückhaltendes Spiel) bleiben dem Zuschauer lange in Erinnerung. Das trifft natürlich ebenso auf die beiden Hauptdarsteller Robert Gustafsson und Iwar Wiklander zu. Weniger gelungen erscheint der Jury das stakkatohafte Erschießen zahlreicher Spione wie auch manche unmotiviert wirkende Prügelei. Gleichwohl sind die Explosionen - als Markenzeichen Allans - dramaturgisch gelungen gesetzt. Zusammenfassend entschied sich die Jury aufgrund der aufgeführten Qualitäten, den HUNDERTEINJÄHRIGEN DER DIE RECHNUNG NICHT BEZAHLTE UND VERSCHWAND mit dem Prädikat "wertvoll" auszuzeichnen.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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