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Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Anrührende Liebesgeschichte um zwei junge todkranke Menschen nach einer mehrfach ausgezeichneten Romanvorlage.

Das Schicksal ist ein mieser Verräter Großansicht
(Bild: Fox)
Verleih Fox
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2014
Regie Josh Boone
Darsteller Shailene Woodley, Ansel Elgort, Laura Dern
Kinostart 12.06.2014
Einspielergebnis D € 8.667.979
Bes. (EDI) 1.182.278
Bes. (FFA) 1.180.526
Charthistory
Boxoffice USA $ 124.724.651
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 17.04.2016 (Pro7)

nach oben Inhalt & Info

Hazel und Gus sind zwei "normale" junge Menschen, die den gleichen Humor besitzen, die Abneigung gegen bürgerliche Konventionen teilen und sich unsterblich ineinander verlieben. Doch sie sind beide todkrank. Trotzdem beschließen sie, sich furchtlos gegen ihr Schicksal zu stemmen. Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels Lieblingsbuch. Das Treffen mit dem berühmten Literaten verläuft anders als erwartet und die Reise verändert das Leben der beiden nachhaltig.

Mit seiner anrührenden Adaption des vielfach ausgezeichneten Romans von John Green gelingt Josh Boone, seit "Stuck in Love" erfahren in vertrackten Liebesdingen, ein bewegendes, poetisches und zugleich emotionales Drama, das einschlägige Herz-Schmerz-Klischees meidet. Ausgezeichnet harmonieren und agieren Shailene Woodley und Ansel Elgort als junges Liebespaar, die schauspielerischen Highlights setzen Laura Dern und Willem Dafoe. Ein handwerklich gradlinig umgesetzter, reflektierter Film, der sein "schweres" Thema manchmal vielleicht etwas zu leicht nimmt.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Josh Boone überzeugt nach John Greens vielfach ausgezeichneter Romanvorlage mit einer sensiblen, nie sacharinsüßen Love Story um zwei todkranke Teenager.

Die gute Nachricht vorneweg: "Das Schicksal ist ein mieser Verräter", Josh Boones Adaption von John Greens Bestseller, ist kein Drama über Krebs - und das obwohl die tückische Erkrankung eine zentrale Rolle spielt. Man muss sich ohnehin prinzipiell die Frage stellen, ob es überhaupt möglich ist, sich filmisch mit Krebs auseinanderzusetzen. Kann man die ganze Heimtücke dieser Krankheit überhaupt bebildern und begreifbar machen? Nein. Man kann nur von Menschen erzählen, die sie befallen hat, und wie sie mit ihr umgehen - als Tragödie, wie etwa Andreas Dresen in "Halt auf freier Strecke", oder wie hier als Love Story mit humorvollen Untertönen.

Die Helden, die ihr schreckliches Schicksal meistern müssen, heißen Hazel (Shailene Woodley) und Augustus (Ansel Elgort), zwei US-Teenager, die den gleichen Humor und eine Abneigung gegen Konventionalität teilen und sich bei einer Selbsthilfegruppe kennenlernen. Hazel, die Ich-Erzählerin, ist 16 Jahre alt und leidet an Schilddrüsenkrebs. Eine Chance auf Heilung besteht nicht, mit Medikamenten kann lediglich "Zeit gekauft werden". Wie eine "tickende Zeitbombe" fühlt sie sich - und sie wird, wenn sie "explodiert", den Menschen ihrer Umgebung schwere Verletzungen zufügen. Darum versucht sie, sich nicht in "Gus" zu verlieben. Doch der 17-Jährige, der wegen eines Osteosarkoms schon ein Bein verloren hat, hält einfach dagegen.

Wie sich die beiden aneinander aufrichten, sich stützen und das Leben so gut es geht genießen, zeigt Regisseur Boone ("Stuck in Love") nach dem sensiblen, nah an der Vorlage angesiedelten Skript der "(500) Days of Summer"-Autoren Michael H. Weber und Scott Neustadter. Über Hazels Lieblingsbuch, der Geschichte eines krebskranken Mädchens, kommen die beiden sich langsam näher - es geht auch um die Kraft der Worte und die Kunst sich richtig auszudrücken - , zusammen fliegen sie nach Amsterdam, um dort den Einsiedler-Autor Peter Van Houten (Willem Dafoe) zu treffen, der sich als echter Kotzbrocken erweist. Die Dialoge kommen spritzig und witzig, fallen aber auch existenziell, reflektiert und teilweise sogar philosophisch aus.

Gut besetzt sind Sam Trammell ("True Blood") und Laura Dern als sogenannte Helikopter-Eltern, die ihre Tochter sorgen- wie liebevoll umschwirren, ihr aber so viele Freiheiten lassen wie nur möglich, als tragischste und zugleich witzigste Figur besticht Isaac (Nat Wolff), der Kumpel von Gus. Er hat gerade das Augenlicht verloren, behauptet aber, dass dies ihn weit weniger schmerzt als die Tatsache, dass ihn seine "heiße" Freundin gerade sitzengelassen hat. Die ganze "Schwere" dieses zurückhaltend, sauber umgesetzten Films, der sich klug auf seine Charaktere konzentriert, trägt mit scheinbar müheloser Leichtigkeit Woodley ("The Descendants"), die die Zerrissenheit ihrer Hazel Grace vorzüglich herausarbeitet, mit der man mitleidet und sich wünscht, dass sie ihre Krankheit besiegt. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. geh.

Quelle: Blickpunkt:Film

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nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Fox
O-Titel The Fault in Our Stars
Land / Jahr USA 2014
Kategorie Spielfilm
Genre Drama / Lovestory
Produktionsfirmen Temple Hill Entertainment
Kinostart 12.06.2014
Laufzeit 126
FSK ab 6 Jahre
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Einspielergebnis D € 8.667.979
Bes. (EDI) 1.182.278
Bes. (FFA) 1.180.526
Charthistory
USA-Start 06.06.2014, bei 20th Century Fox
Boxoffice USA $ 124.724.651
Filmtrailer Video
Web-Link http://thefaultinourstars-de.tumblr.com
nach oben Cast & Crew
Produzenten Marty Bowen, Wyck Godfrey
Ausf. Produzenten Michele Imperato Stabile, Isaac Klausner
Regie Josh Boone
Drehbuch Michael H. Weber, Scott Neustadter
Buchvorlage John Green
Darsteller Shailene Woodley (Hazel Grace Lancaster), Ansel Elgort (Augustus Waters), Laura Dern (Frannie), Sam Trammell (Michael Lancaster), Nat Wolff (Isaac), Willem Dafoe (Peter Van Houten), Lotte Verbeek (Lidewij Vliegenthart), Mike Birbiglia (Patrick)
Kamera Ben Richardson
Schnitt Robb Sullivan
Musik Mike Mogis, Nathaniel Walcott
Produktionsdesign Molly Hughes
Kostüme Mary Claire Hannan
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Das Schicksal ist ein mieser Verräter (nur für den Buchhandel) Oetinger Media DVD, ab 6, 121 Min. Kauf
Das Schicksal ist ein mieser Verräter Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 6, 121 Min. Kauf
Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Nicht lieferbar
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 6, 121 Min. Kauf
Das Schicksal ist ein mieser Verräter Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, ab 6, 126 Min. Kauf
Das Schicksal ist ein mieser Verräter Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany DVD, ab 6, 121 Min. Leih
Das Schicksal ist ein mieser Verräter Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany Blu-ray Disc, ab 6, 126 Min. Leih
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Songtrack Diverse Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Soundtrack/Songtrack Diverse The Fault In Our Stars - Das Schicksal ist ein mieser Verräter
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Hazel und Gus sind zwei ganz normale junge Menschen, die den gleichen Humor besitzen, die Abneigung gegen bürgerliche Konventionen teilen und sich unsterblich ineinander verlieben. Doch beide sind todkrank. Trotzdem beschließen sie, sich furchtlos gegen ihr Schicksal zu stemmen. Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels Lieblingsbuch. Das Treffen mit dem berühmten Literaten verläuft anders als erwartet und die Reise verändert das Leben der beiden nachhaltig.

Mit seiner anrührenden Adaption des Bestsellers von John Green gelingt Josh Boone, seit "Stuck in Love" erfahren in vertrackten Liebesdingen, ein bewegendes, poetisches und zugleich emotionales Drama, das einschlägige Herz-Schmerz-Klischees meidet. Ausgezeichnet harmonieren und agieren Shailene Woodley und Ansel Elgort als junges Liebespaar, die schauspielerischen Highlights setzen Laura Dern und Willem Dafoe. Ein handwerklich geradlinig umgesetzter, reflektierter Film, der den Nerv der jungen Generation trifft.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Zwei todkranke junge Menschen verlieben sich ineinander und beschließen, ihren Lieblingsautor in Amsterdam zu besuchen. Moderne Version der "Love Story", die nach dem kultisch verehrten Bestseller von John Green entstand.

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

Hazel Grace ist 16 und leidet seit drei Jahren an einer unheilbaren Krankheit. Ihre Eltern tun alles, um ihre Situation angenehmer zu gestalten, doch Hazel will nur ihre Ruhe. Erst als sie in einer Selbsthilfegruppe den lebensfrohen und stets optimistisch gestimmten Gus trifft, taut sie auf. Er ermuntert sie, nach Amsterdam zu reisen, wo Peter Van Houten lebt, der Autor ihres absoluten Lieblingsbuches. Hazel wünscht sich nichts sehnlicher, als zu wissen, was nach dem Ende des Buches aus allen Figuren geworden ist. Van Houten jedoch reagiert anders als gedacht. Das gleichnamige Jugendbuch des US-Autors John Green begeisterte Publikum und Kritiker und erhielt 2013 den Deutschen Jugendliteraturpreis. Mit der filmischen Umsetzung ist Regisseur Josh Boone ein berührendes Drama gelungen, das nicht in der Schwere des Themas erstickt, sondern vor allen Dingen das Leben feiert. Pointierte Dialoge und trockener (Galgen-)Humor lockern so manche Szene auf und kleine filmische Einfälle wie etwa die Visualisierung der Chats sind die perfekte mediale Ergänzung zur Geschichte. Es ist Hazels Perspektive, die der Film einnimmt, dennoch werden auch die Probleme der Eltern nicht verschwiegen. Shailene Woodley als Hazel wirkt unter ihrer rauen, manchmal etwas kratzbürstigen Schale dennoch liebenswert und verletzlich, es sind ihre Gedanken, die den Zuschauer gefühlvoll und ohne falsches Pathos durch den Film leiten. Ansel Elgort als Gus ist ein solch positiver Charakter, dass man nicht umhin kann, ihn von der ersten Minute an ins Herz zu schließen. Es sind seine Kraft und seine Einstellung, die über viele tragische Momente hinweghelfen und die simple Wahrheit des Films vor Augen führen, dass es nicht wichtig ist, zu wissen, was später einmal passiert. Das Leben ist kein Wunschkonzert. Aber es ist wichtig und richtig, es auszukosten, solange man kann. Ein tief berührender Film über Schicksal und was man damit anfängt.

Gutachten:

Eine Liebesgeschichte unter sterbenden oder zumindest vom Tode bedrohten Jugendlichen - keine kleine Aufgabe für den jungen Regisseur Josh Boone und seinen erst zweiten Film. Doch das Ergebnis hat die Jury überzeugt: DAS SCHICKSAL IST EIN MIESER VERRÄTER berührt, ohne sentimental zu sein, fordert, ohne anzustrengen, und unterhält, ohne flach zu sein. Besonders gelungen ist zweifellos die Perspektivenvielfalt, aus der heraus der Kampf der Figuren gegen ihre schwere Krankheit erzählt wird. Kinder, Kranke, Versehrte, Eltern, Ärzte: Jede der Figuren rückt eine andere Facette ins Bild und sorgt für eine vielschichtige Reflexion eines keineswegs ausschließlich melodramatischen Stoffes. Die beiden Hauptfiguren Hazel Grace und Augustus, hervorragend gespielt von Shailene Woodley und Ansel Elgort, werden dem Zuschauer nicht nur als Kranke, sondern ganz besonders auch als Liebende nahegebracht. Zudem liefern Nebenfiguren wie der Schriftsteller van Houten - erst idealisierter Held, dann pöbelhafter Flegel - weitere Kontroversen zum Thema.
Überhaupt stellt der Besuch des Schriftstellers van Houten in Amsterdam einen starken Strang der Geschichte dar. Nicht nur dessen rabiater Umgang mit den todkranken Jugendlichen, der so ziemlich jeder Erwartung in vergleichbaren Filmen zuwiderläuft, sondern auch die Inszenierung eines Besuchs der beiden Kranken im Anne-Frank-Haus überraschen: Mit sensibler Hand deutet der Film eine vorsichtige Parallelität an zwischen Anne Frank und Hazel Grace, den beiden Mädchen, deren tragische Leben so komplett unterschiedlich sind und sich doch im Leid, der permanenten Todesangst und einer absenten Jugend vage kreuzen. Der Film traut sich etwas, und doch pendelt sein Ton zielsicher zwischen bewegender Tragik und Ausbrüchen sarkastischen Humors. Die sehr lebendige und exakte Sprache in den Dialogen wirkt frisch und authentisch - in diesem Zusammenhang hat die Jury insbesondere auch die hervorragende Synchronisation überzeugt. Mag die Dauer des 125-Minuten-Films auch kleine Längen aufweisen: Ob der erwähnten Stärken bleibt DAS SCHICKSAL IST EIN MIESER VERRÄTER nicht nur für die junge Zielgruppe eine unbedingte Empfehlung.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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