Das Meer in mir

Aufwühlendes Melodram von "The Others"-Regisseur Alejandro Amenábar über einen authentischen Fall von Sterbehilfe.

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(Bild: Tobis)
Verleih Tobis
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Spanien, Frankreich u.a. 2004
Regie Alejandro Amenábar
Darsteller Javier Bardem, Belen Rueda, Lola Dueñas
Kinostart 10.03.2005
Einspielergebnis D € 1.599.377
Bes. (EDI) 276.236
Bes. (FFA) 284.579
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Boxoffice USA $ 1.870.746
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Die wahre Geschichte eines querschnittsgelähmten Spaniers, der 30 Jahre lang um sein Recht auf den Tod kämpfte: Dies ist das Thema des lang erwarteten ersten Films von Alejandro Amenábar nach seinem internationalen Hit "The Others", mit dem er ebenfalls im Wettbewerb am Lido vertreten war. Javier Bardem spielt die Hauptrolle des Ramon Sampedro, der mit Hilfe zweier Frauen - einer Anwältin und einer Fabrikarbeiterin - seinen jahrzehntelangen Kampf zu einem Ende bringt. Amenábar schrieb selbst das Drehbuch zusammen mit seinem "Abre los ojos"-Koautoren Mateo Gil.

Nach "The Others" greift der Spanier Alejandro Amenábar in "Mar Adentro" erneut das Thema Tod auf. Basierend auf dem Buch von Ramón Sampedro plädiert er ohne pädagogischen Zeigefinger für Selbstbestimmung des Individuums und Sterbehilfe und sorgte damit beim Filmfestival von Venedig für kontroverse Diskussionen sowie für volle Kassen in den spanischen Kinos. "Mar Adentro" ist kein prätentiöses Rührstück mit massiver musikalischer Unterstützung, sondern ein aufwühlendes Melodram, das dem Zuschauer zwar Tränen entlockt, aber nie in gefälligen Kitsch abgleitet.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Der Tod ist für den Spanier Alejandro Amenábar ein Faszinosum. Nach dem düsteren Mystery-Thriller "The Others" greift er in "Mar Adentro" das brisante Thema Sterbehilfe auf. Basierend auf dem Buch von Ramón Sampredo, der seinem Leben bewusst ein Ende setzte, plädiert er ohne pädagogischen Zeigefinger für Selbstbestimmung des Individuums und sorgte damit auf dem Lido für kontroverse Diskussionen und für volle Kassen in den spanischen Kinos.

"Ich bin ins Leben verliebt. Deshalb will ich etwas besseres": Ramón Sampedro wählte im Alter von 55 Jahren den Tod und entfachte damit 1998 eine hitzige Debatte um die Beihilfe zum Suizid. Für den in Chile geborenen Amenábar war es nur logisch, das Schicksal dieser Symbolfigur für den Kampf um ein würdevolles Sterben zu verfilmen, geht es doch um die für ihn existenzielle Beziehung zwischen Mensch und Tod. Und so nimmt er mit auf eine Reise nach Galizien, hinaus auf die See und in die innere Welt eines Mannes, der nach einem Badeunfall vom Hals abwärts gelähmt und 30 Jahre auf die Hilfe von Verwandten und Freunden angewiesen war. Was ihm blieb von der Außenwelt war der Blick aus dem Fenster auf das Meer, die Träume von einem anderen Dasein. Die intellektuelle Juristin Julia unterstützt ihn bei der Auseinandersetzung mit der Justiz, auf der anderen Seite versucht die herzliche und einfache Arbeiterin Rosa ihn von der Wertigkeit eines jeden Lebens zu überzeugen. Wenn Sampredo vor laufender Videokamera Gift trinkt, spart Amenábar auch nicht die quälenden Minuten bis zum Exitus aus. Er nimmt sich die Freiheit, die Charaktere der beiden Frauen neu zu zeichnen bzw. aus verschiedenen anderen zusammenzusetzen, die Ramón umgaben und auch Liebesgefühle für ihn hegten. Weiterhin fokussiert er sich auf das Vater-Sohn ähnliche Verhältnis des Gelähmten zu seinem Neffen, die Beziehung zu seiner Schwägerin und zu seinem Bruder, einem entschiedenen Gegner der Sterbehilfe.

"Mar Adentro" ist weder prätentiöses Rührstück mit massiver musikalischer Unterstützung noch - wie die Deutsche Hospitz Stiftung behauptet - eine unrealistische "Propaganda für Euthanasie", sondern ein aufwühlendes Melodram, das dem Zuschauer zwar Tränen entlockt, aber nie in gefälligen Kitsch abgleitet. Dafür sorgt schon der trockene Humor, der jegliche falsche Sentimentalität relativiert und für die nötige Erdenschwere sorgt. Und wenn der bildverliebte Regisseur mal wieder in Poesie und Kamerafahrten über die galizische Landschaft und das Meer schwelgt, ist es Javier Bardem (verdient mit der Coppa Volpi als Bester Darsteller ausgezeichnet), der mit einer irritierenden Mischung aus Trauer und Selbstironie jeglicher Gefühlsdusselei einen Riegel vorschiebt. mk.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Tobis
O-Titel Mar adentro
Land / Jahr Spanien/Frankreich/Italien 2004
Kategorie Spielfilm
Genre Drama
Produktionsfirmen Sogecine/Himenoptero (ES)/UGC Images (IT)
Verleihförderung Mitteldeutsche Medienförderung (MDM) (EUR 40.000)
Drehort Spanien
Drehzeit 10.10.2003
Kinostart 10.03.2005
Laufzeit 126
FSK ab 12 Jahre
Bildformat 35 mm/Cinemascope
Tonformat Dolby-SRD
Einspielergebnis D € 1.599.377
Bes. (EDI) 276.236
Bes. (FFA) 284.579
Charthistory
USA-Start 17.12.2004, bei Fine Line
Boxoffice USA $ 1.870.746
Filmtrailer Video
nach oben Cast & Crew
Produzenten Fernando Bovaira, Alejandro Amenábar
Ausf. Produzenten Fernando Bovaira, Alejandro Amenábar
Regie Alejandro Amenábar
Drehbuch Alejandro Amenábar, Mateo Gil
Darsteller Javier Bardem (Ramón Sampedro), Belen Rueda (Julia), Lola Dueñas (Rosa), Mabel Rivera (Manuela), Clara Segura (Gené), Celso Bugallo (José), Joan Dalmau (Joaquín), Alberto Jiménez (Germán), Tamar Novas (Javi), Francesc Garrido (Marc), Josep Maria Pou (Vater), Alberto Amarilla (Bruder Andrés)
Kamera Javier Aguirresarobe
Schnitt Iván Aledo, Alejandro Amenábar
Musik Alejandro Amenábar
Produktionsdesign Benjamín Fernández
Ton Ricardo Steinberg
Kostüme Sonia Grande
Casting Luis San Narciso
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
61. Internationale Filmfestspiele in Venedig
Internationale Filmfestspiele in Venedig Großansicht
2004, Venedig, 01.09.2004 - 11.09.2004 Coppa Volpi, bester Darsteller Javier Bardem
61. Internationale Filmfestspiele in Venedig
Internationale Filmfestspiele in Venedig Großansicht
2004, Venedig, 01.09.2004 - 11.09.2004 Silberner Löwe, Großer Preis der Jury  
Gilde-Filmpreis   2005, Leipzig, 15.09.2005 Gold (Kategorie: Ausländischer Film)  
77. Oscar-Verleihung - Academy Awards
Oscar-Verleihung - Academy Awards Großansicht
2004, Los Angeles, 27.02.2005 Bester fremdsprachiger Film  
17. Europäischer Filmpreis
Europäischer Filmpreis Großansicht
2004, Barcelona, 11.12.2004 Europäischer Regisseur 2004 Alejandro Amenábar
17. Europäischer Filmpreis
Europäischer Filmpreis Großansicht
2004, Barcelona, 11.12.2004 Europäischer Schauspieler 2004 Javier Bardem
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Das Meer in mir Universum Film Blu-ray Disc, ab 12, 126 Min. Kauf
Das Meer in mir (2 Discs) Universum Film DVD, ab 12, 122 Min. Kauf
Das Meer in mir Universum Film DVD, ab 12, 122 Min. Kauf
Das Meer in mir (Deluxe Edition, 2 DVDs)
Nicht lieferbar
Universum Film DVD, ab 12, 122 Min. Kauf
Das Meer in mir Universum Film DVD, ab 12, 122 Min. Leih
Enthalten in:
Große Kinomomente - Gesamtausgabe (50 DVDs)
Nicht lieferbar
Große Kinomomente - Gesamtausgabe (46 DVDs)
Nicht lieferbar
Universum Film
Universum Film
DVD, nicht unter 18
DVD, ab 16
Kauf
Kauf
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Original Score Diverse Das Meer in mir - Mar Adentro Nicht lieferbar
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

In seinen Gedanken ist Ramón immer noch jung, agil und bei den Frauen beliebt. Doch die Realität ist bitter, ist der hochintelligente Mann doch seit einem Badeunfall vor 27 Jahren vom Hals abwärts gelähmt. Schon lange will er sich freiwillig aus diesem Dasein verabschieden. Doch dazu würde er Hilfe brauchen - und die versagen ihm Staat und Kirche; und sogar der eigene Bruder, in dessen Haus er lebt, aufopferungsvoll gepflegt von seiner Schwägerin. Erst das Auftauchen der lebenslustigen Rosa lässt seinen Wunsch in greifbare Nähe rücken.

Dutzende von Preisen, darunter den Auslands-Oscar, gab es für Alejandro Amenábars ("The Others") exzellente Verfilmung der Autobiografie von Ramón Sampedro. In der Hauptrolle brilliert der großartige Javier Bardem ("Before Night Falls"), dessen Performance ebenfalls eine Oscar-Nominierung wert war. Unter Amenábars einfühlsamer Regie wächst Bardem über sich selbst hinaus, vermittelt Würde und Stolz auch angesichts dramatischer Umstände. Das ist tragisch, anrührend, aber auch erhebend, mutig und witzig. Ein Werk wie das Leben selbst.

Quelle: mediabiz.de

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