Das kleine Gespenst

Verfilmung des gleichnamigen Kinderbuchklassikers von Otfried Preußler.

Das kleine Gespenst Großansicht
(Bild: Universum Film (Walt Disney))
Verleih Universum Film (Walt Disney)
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Deutschland, Schweiz 2013
Regie Alain Gsponer
Darsteller Jonas Holdenrieder, Emily Kusche, Nico Hartung
Kinostart 07.11.2013
Einspielergebnis D € 4.999.685
Bes. (EDI) 909.100
Bes. (FFA) 1.030.321
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 26.12.2014 (ZDF)

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Das kleine Gespenst, das auf Burg Eulenstein haust, würde zu gerne mal bei Tageslicht auf Entdeckungsreise gehen. Doch auch der weise Uhu Schuhu weiß nicht, wie man so etwas anstellt. Da wacht das Gespenst statt an Mitternacht um die Mittagszeit auf. Die Freude darüber ist schnell verflogen, wird es doch plötzlich pechschwarz. Jetzt ist Schüler Karl gefragt, der das Gespenst bei einer Nachtwanderung in der Burg kennengelernt hat. Er muss seinem Freund schleunigst helfen, wieder schneeweiß und zum Nachtgespenst zu werden.

Die erste Realverfilmung des Kinderbuchklassikers von Otfried Preußler schafft den schwierigen Spagat, moderne Spezialeffekte und zeitgemäße Erzählweise so zu arrangieren, dass der Geist der literarischen Vorlage unverfälscht bleibt. Ein Verdienst von Claussen +Wöbke+Putz, die schon Preußlers "Krabat" adäquat umsetzten, und von Grimme-Preisträger Alain Gsponer ("Das wahre Leben"), dem mit der Besetzung von Anna Thalbach, die dem Gespenst eine wunderbar naiv-pfiffige Stimme schenkt, ein großer Coup gelungen ist.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

In seiner Realfilmadaption des Kinderbuchklassikers wird Alain Gsponer auch mit zeitgemäßem Erzähltempo und Spezialeffekten Otfried Preußlers literarische Vorlage gerecht.

Rund 20 Jahre nach Curt Lindas animierter Version von "Das kleine Gespenst" sorgt nun Alain Gsponer für die erste Realfilmadaption des Kinderbuchklassikers von Otfried Preußler. Dabei hat es der Grimme-Preisträger ("Das wahre Leben") mit einer durchaus schwierigen Aufgabe zu tun. So muss er auf der einen Seite zeitgenössischen Sehgewohnheiten Tribut zollen, die nach schnellen Schnitten, hohem Erzähltempo und technischer Perfektion verlangen. Zum anderen gilt es, die literarische Vorlage ohne allzu große Reibungsverluste in Bilder zu transferieren und Preußlers subtilen, hintergründigen Humor und dessen angenehm altmodisch-verschwurbelte Sprache zu würdigen. Mit tatkräftiger Unterstützung von Claussen+Wöbke+Putz, das schon bei "Krabat" diesen schwierigen Spagat meisterte, und von Martin Ritzenhoff, der mit seinem Drehbuch zu "Vorstadtkrokodile" bereits kinderaffine Themen erfolgreich auf die Leinwand brachte, darf Gsponers Ansinnen als gelungen bezeichnet werden. Das Gespenst selbst, das in seiner schneeweißen Pracht und mit den Kulleraugen voll und ganz dem Kindchenschema entspricht, ist ein Meisterwerk der Abteilung visuelle Effekte und bekommt durch die wunderbar naiv-pfiffige Stimme von Anna Thalbach prägnante Konturen und Charakter. Und wenn das Gespenst zunächst auf seiner Burg und später dann als "schwarzer Unbekannter" im verschlafenen Städtchen Eulenberg auf Entdeckungsreise geht, dann reihen sich Slapsticknummern wie etwa mit der tölpelhaften Feuerwehr, philosophisch-nachdenkliche Momente mit dem weisen Uhu Schuhu und akrobatische Einlagen zwischen den Zahnrädern der Rathausuhr, die den Szenen aus Martin Scorseses "Hugo Cabret" nicht unähnlich sind, wie auf einer Perlenschnur aneinander. Dabei kann sich Gsponer auch auf ein solide aufspielendes Kinder-Ensemble um Newcomer Jonas Holdenrieder ("Die Vampirschwestern") verlassen, der als Karl der erste ist, dem das kleine Gespenst über den Weg läuft. Unterstützt werden die Kids von schauspielerischen Schwergewichten wie Uwe Ochsenknecht, der als mediengeiler Bürgermeister selten so witzig war, oder Herbert Knaup als Uhrmeistermacher Zifferle, der dem traurigen Gespenst dabei hilft, in die Nacht zurückzufinden und wieder glücklich zu werden. Und weil auch Preußlers Plädoyer für mehr Toleranz und Vertrauen immer mit schwingt, verknüpft dieser liebenswerte Kinderfilm, der auch als Komödie für die ganze Familie funktioniert, auf angenehm unaufdringliche Weise Substanzielles mit Unterhaltung. lasso.

Quelle: Blickpunkt:Film

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  • Szene aus Während der GeisterstundeSzene aus Während der Geisterstunde
 
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Verleih Universum Film (Walt Disney)
O-Titel Das kleine Gespenst
Land / Jahr Deutschland/Schweiz 2013
Kategorie Spielfilm
Genre Kinderfilm / Fantasy
Produktionsfirmen Claussen+Putz Filmproduktion
Koproduktionsfirmen Zodiac Pictures, ZDF - Zweites Deutsches Fernsehen
Förderung DFFF - Deutscher Filmförderfonds (EUR 1.217.120)
Projektförderung FilmFernsehFonds Bayern (EUR 60.000)
Produktionsförderung Stiftung Kuratorium Junger Deutscher Film (EUR 165.000),
Die/Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien,
Mitteldeutsche Medienförderung (EUR 750.000),
FilmFernsehFonds Bayern (EUR 1.250.000),
FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 650.000)
Verleihförderung FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 200.000),
FilmFernsehFonds Bayern (EUR 100.000),
Mitteldeutsche Medienförderung (EUR 30.000)
Drehort Quedlinburg, Wernigerode und Bayern
Drehzeit 18.06.2012 - 08.08.2012, Quedlinburg, Wernigerode: ab 18.06.2012 Bayern: ab 20.07.2012
Kinostart 07.11.2013
Laufzeit 92
FSK o.A. (ohne Altersbeschränkung)
FBW-Prädikat Wertvoll
Einspielergebnis D € 4.999.685
Bes. (EDI) 909.100
Bes. (FFA) 1.030.321
Charthistory
Weltvertrieb ARRI Media
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.das-kleine-gespenst.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Jakob Claussen, Uli Putz
Koproduzenten Lukas Hobi, Reto Schaerli
Redaktion Dagmar Ungureit (ZDF)
Regie Alain Gsponer
Drehbuch Martin Ritzenhoff
Buchvorlage Otfried Preußler
Darsteller Jonas Holdenrieder (Karl), Emily Kusche (Marie), Nico Hartung (Hannes), Uwe Ochsenknecht (Bürgermeister/Torsten Torstenson), Herbert Knaup (Uhrmachermeister Zifferle), Bettina Stucky (Frau Thalmeyer), Aykut Kayacik (Burgverwalter), Sandra Borgmann (Karls Mutter), Stefan Merki (Hauptbrandmeister), Carlos Richter (Peter), Aljoscha Stadelmann (Polizeihauptmann)
Sprecher Anna Thalbach (Kleines Gespenst), Wolfgang Hess (Uhu Schuhu)
Kamera Matthias Fleischer
Schnitt Michael Schaerer
Musik Niki Reiser
Produktionsdesign Eva Stiebler
Ton Stephan von Hase
Kostüme Anke Winckler
Herstellungsleitung Jens Oberwetter, Florian Nussbaumer (Zodiac Pictures)
Produktionsleitung Sofie Scherz
Casting Daniela Tolkien

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Produktion Jens Noack (Quedlinburg/ Harz)
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Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
32. Filmfest München   2014, München, 27.06.2014 - 05.07.2014 Kinder-Medien-Preis "Der weiße Elefant": Kinofilm  
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Das kleine Gespenst Universum Film DVD, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 88 Min. Kauf
Das kleine Gespenst Universum Film Blu-ray Disc, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 92 Min. Kauf
Das kleine Gespenst Universum Film DVD, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 88 Min. Leih
Das kleine Gespenst Universum Film Blu-ray Disc, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 92 Min. Leih
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Das kleine Gespenst, das auf Burg Eulenstein haust, würde zu gerne mal bei Tageslicht auf Entdeckungsreise gehen. Doch auch der weise Uhu Schuhu weiß nicht, wie man so etwas anstellt. Da wacht das Gespenst statt an Mitternacht um die Mittagszeit auf. Die Freude darüber ist schnell verflogen, wird es doch plötzlich pechschwarz. Jetzt ist Schüler Karl gefragt, der das Gespenst bei einer Nachtwanderung in der Burg kennengelernt hat. Er muss seinem Freund schleunigst helfen, wieder schneeweiß und zum Nachtgespenst zu werden.

Die erste Realverfilmung des Kinderbuchklassikers von Otfried Preußler schafft den schwierigen Spagat, moderne Spezialeffekte und zeitgemäße Erzählweise so zu arrangieren, dass der Geist der literarischen Vorlage unverfälscht bleibt. Ein Verdienst von Claussen +Wöbke+Putz, die schon Preußlers "Krabat" adäquat umsetzten, und von Grimme-Preisträger Alain Gsponer ("Das wahre Leben"), dem mit der Besetzung von Anna Thalbach, die dem Gespenst eine wunderbar naiv-pfiffige Stimme schenkt, ein großer Coup gelungen ist.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Das kleine Gespenst muss herausfinden, warum es auf einmal nur noch bei Tageslicht spuken kann. Erste Realverfilmung des gleichnamigen Kinderbuchklassikers von Otfried Preußler.

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: WertvollKurztext:

Das kleine Gespenst lebt im Grunde zufrieden und glücklich auf der Burg Eulenstein. Jede Nacht zur Geisterstunde dreht es im Burginneren seine Runden, wackelt mit seinem Zauberschlüssel und unterhält sich mit seinem Freund, dem Uhu Schuhu. Doch da gibt es etwas, was sich das kleine Gespenst sehnlich wünscht: Einmal nicht nach einer Stunde wieder einschlafen und auch mal tagsüber wach sein, andere Menschen treffen, die Sonne sehen. Eines Tages wird dieser Wunsch tatsächlich Wirklichkeit. Und das kleine Gespenst macht sich auf in die Stadt. Aber ist die denn schon bereit für die Begegnung mit einem Gespenst? Vor fast fünfzig Jahren erfand der berühmte Kinderbuchautor Otfried Preußler den kleinen liebenwerten Geisterfreund, dessen größter Wunsch es ist, die Welt bei Tageslicht zu erleben. Nun ist unter der Regie von Alain Gsponer die erste Realverfilmung gelungen, die beweist, dass die Geschichte für Kinder nichts an Faszination verloren hat. Das Gespenst ist liebevoll animiert und Anna Thalbach spricht ihn mit einer gelungenen frech-liebenswerten Mischung. Erweitert wurde die Handlung um einige komische Momente. So gibt es die Feuerwehr, die mit ihren ungelenken Rettungseinsätzen so manchen Lacher auf ihrer Seite hat. Die Kinder wiederum sind neben dem kleinen Gespenst die Hauptfiguren der Geschichte und zeigen, dass man nicht erwachsen sein muss, um ein Held zu sein. DAS KLEINE GESPENST begeistert durch seine detailverliebte Ausstattung und bietet schon den kleinen Zuschauern beste Unterhaltung. Zeitlos und ein wenig nostalgisch erzählt, ist sie außerdem eine gelungene Umsetzung des Kinderbuchklassikers.

Gutachten:

Es ist ein Buch, das auch heute noch fast alle Kinder schon im Kindergarten begeistert, wenn es ihnen vorgelesen wird: DAS KLEINE GESPENST vom verstorbenen Autor Otfried Preußler. Die Realverfilmung der Geschichte um ein kleines Schlossgespenst, das immer zu Späßen aufgelegt ist und nicht immer nur nachts im Schloss herumspuken, sondern auch mal die Welt am Tag erleben will, spielt in einer romantischen kleinen Stadt mit vielen Fachwerkbauten und einem prächtigen Schloss auf dem Berg. Die Filmgeschichte lebt von dem quirligen Gespenst und von Karl mit seinen beiden Freunden.

Das zunächst weiße Gespenst ist seiner Vorlage ziemlich ähnlich, seine runden großen Augen bedienen das Kindchenschema aus den japanischen Trickfilmen. Es ist in die reale Welt kopiert und diese lernen wir mit klaren Farben und hoher Schärfe kennen. Die bekannten Figuren wie der Polizist, der Bürgermeister, die Eltern, der Hausmeister und der General, die Feuerwehr wie auch die Lehrerin als Erwachsene sind liebevoll in ihren Reaktionen überzeichnet. Sie werden überpointiert spaßig auf die Schippe genommen und sind dem Schabernack des kleinen Gespensts ausgeliefert. Die Kinder als Begleiter und Unterstützer des kleinen Gespensts, vor allem Karl, der an ihn glaubt und zunächst niemand von dessen Existenz überzeugen kann, agieren mutig und raffiniert, um dem Gespenst seinen sehnlichen Wunsch zu erfüllen, wieder zu seinem Nachtrhythmus zu finden.

Die Zielgruppe der 4 bis 10jährigen wird mit diesen kleinen spaßmachenden Übertreibungen von tölpelhaften Erwachsenen sicher gut angesprochen, auch wenn die gewollte Komik an einigen Stellen etwas überzogen wirkt.

Ausgesprochen gut gelungen sind die Szenen im Schloss mit den von der Kamera begleiteten Flügen des animierten und in das Geschehen eingefügten niedlichen kleinen Gespensts. Ein bisschen wie bei HARRY POTTER fühlt man sich da als Zuschauer. Filmzitatanleihen aber auch an den Film HUGO CABRET mit dem großen Uhrwerk im Bahnhof oder an DER LAUF DER DINGE vom Künstlerpaar Fischli und Weiss mit dem Ablauf einer Weckmaschine auf dem Dachboden des Schlosses, bis hin zu Uhrenumstellung der Rathausuhr, bei der Karl wie bei Harold Lloyd am Uhrzeiger hängt (SAFETY LAST, 1923). Herausragend auch die Szenen zum gescheiterten Umzug zur 375 Jahrfeier zur geplanten Eroberung durch den schwedischen General, mit großem personellen Aufwand und schönen Kostümen.

Auch wenn die Geschichte auf klassische Art erzählt wird, ist DAS KLEINE GESPENST ein mit viel Herzblut und witzigen Ideen aufwändig gemachter Film für Kinder und ihre Eltern, die zusammen ins Kino gehen. Es geht um Zusammenhalt und Einstehen für das, an das man glaubt. Auch wenn alle vom Gegenteil überzeugt sind, dass es kein Gespenst gibt und man auch noch Schuld haben soll an der angeblich verschwundenen wertvollen Uhr. Doch dafür sind die ja die Freunde da, die Karl bis zuletzt unterstützen und ihm beistehen.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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Datum Stadt Festivalname
11.05.2014 - 17.05.2014 Gera/Erfurt 22. Goldener Spatz - Kinder-Medien-Festival

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