Das geheime Fenster
| Verleih | Columbia TriStar |
|---|---|
| Kategorie/Land/Jahr | Spielfilm, USA 2004 |
| Regie | David Koepp |
| Darsteller | Johnny Depp, John Turturro, Maria Bello |
| Kinostart | 29.04.2004 |
| Einspielergebnis D |
€ 3.390.207 Bes. (EDI) 563.712 Bes. (FFA) 573.774 Charthistory |
| Boxoffice USA |
$ 47.781.388 Charthistory |
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Nach seiner Scheidung zieht der erfolgreiche Schriftsteller Mort Rainey in ein einsam an einem See gelegenen Landhaus. Dort taucht der neurotische John Shooter auf und beschuldigt Mort, eine seiner Geschichten gestohlen zu haben. Shooter setzt Mort ein Zeitlimit zum Beweis seiner "Unschuld", doch dann wird Mort durch höchst mysteriöse Ereignisse genau daran gehindert.
Nach einer Kurzgeschichte von Stephen King inszenierte Regisseur und Drehbuchautor David Koepp einen Psychothriller, der mit seiner charakterorientierten Inszenierung an King-Adaptionen wie "Die Verurteilten" oder den auch thematisch verwandten "Misery" anknüpfen will, bei denen sich die Horroreffekte eher subtil aus mysteriösen Figuren herauswinden. Deren großes Geheimnis wirft Koepp - leider - recht schnell aus dem Fenster, aber öffnet dies für eine One-Man-Show von seinem Star Johnny Depp.
Quelle: Blickpunkt:Film
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Nach einer Kurzgeschichte von Stephen King inszenierte Regisseur und Drehbuchautor David Koepp ("Echoes - Stimmen aus der Zwischenzeit") einen Psychothriller, der mit seiner charakterorientierten Inszenierung an King-Adaptionen wie "Die Verurteilten" oder den auch thematisch verwandten "Misery" anknüpfen will und seine Horroreffekte aus der komplexen,. mysteriösen Hauptfigur herauskriechen lässt. Dessen großes Geheimnis wirft Koepp hier - leider - recht schnell aus dem Fenster, öffnet dies damit aber gleichzeitig für eine One-Man-Show seines Stars Johnny Depp.
Stephen King hat mit "Secret Window, Secret Garden" nicht das erste Mal über einen Schriftsteller geschrieben, der vom personifizierten Irrsinn heimgesucht wird, man erinnere sich an "Misery" oder "Shining". Während die letzte Adaption nach einer Vorlage des Gruselmeisters, der pseudo-mystische Sci-Fi-Schocker "Dreamcatcher" enttäuschte, setzt David Koepp nach seiner Regiearbeit "Echoes - Stimmen aus der Zwischenwelt" erneut auf subtileren, unter die Haut kriechenden Horror und beweist wie schon mit seinem Drehbuch zu "Panic Room" Talent für klaustrophobische Szenarien.
Der "Panic Room" von Krimiautor Mort Rainey (Johnny Depp) ist eine einsame Hütte in den Wäldern um New York, fern von Mobilfunknetzen oder sonstigen technischen Errungenschaften. Hier weidet sich Mort in Depressionen, Selbstmitleid und einer Schreibblockade, die durch den Frust über das laufende Scheidungsverfahren mit seiner Frau Amy (Maria Bello) verstärkt wird. In seinen wenigen wachen Momenten beschäftigt sich Mort vorrangig mit Kartoffelchips und Gesprächen mit seinem Hund, wahlweise mit sich selbst.
Zu Beginn geschehen viele Dinge gleichzeitig und nehmen den Zuschauer gefangen. Nachdem in aufblitzenden Rückblenden Morts beinahe in Gewalt eskalierte letzte Begegnung mit Amy und ihrem Neuen Ted (Timothy Hutton) in Erinnerung gerufen wird, taucht wie aus dem Nichts ein Stalker namens John Shooter (John Turturro) auf: Ein Irrer aus Mississippi, der den Schriftsteller beschuldigt, eine Story von ihm geklaut und - damit nicht genug - auch noch deren Ende ruiniert zu haben. Shooter verlangt, dass Mort den vermeintlichen kreativen Diebstahl wiedergutmacht, indem er den Schluss überarbeitet. Der Eindringling gibt deutlich zu verstehen, dass er seine Sache ernst meint, indem er einen Schraubenzieher in Morts Hund rammt und Amys Haus in New York niederbrennt, bevor er sich weit brutaleren Morden zuwendet. Bei dem beginnenden Katz-und-Maus-Spiel, das dem Opfer wenige Tage gibt, um die Forderungen des "Shooters" zu erfüllen, erfährt man, dass es bereits einen Fall von Plagiat, alkoholische und psychische Probleme in Morts Vergangenheit gab - Aspekte, die Wasser auf den Mühlen seiner Paranoia sind, obwohl es Fakt ist, dass die betreffende Story veröffentlicht wurde, bevor Shooter sein Manuskript verfasste.
Die Lage wird beängstigender und rätselhafter, die Begegnungen zwischen Mort und Shooter unmotivierter. Dafür rutscht die glatte Inszenierung des ansonsten erfrischend "altmodischen" und sich ernst nehmenden Thrillers bisweilen auf Kitschmomenten aus: Da macht Koepp aus einer Maus einen Elefanten bzw. einen bedrohlichen Schatten und aus einem Eichhörnchen einen stummen Mordzeugen. Was nicht davon ablenkt, dass nicht nur Genrefans den clever gemeinten Twist viel zu schnell kommen sehen. Macht aber nichts angesichts der fabelhaften One-Man-Show von Johnny Depp: Dessen undurchschaubares Spiel lässt das entscheidende Dilemma der Figur lange genug verhüllt, um die Spannung aufrecht zu erhalten. Mit einem unentwirrbaren Mob blonder Haare auf dem Kopf und Hornbrille auf der Nase irrt Depps strauchelnder Autor zur selben Zeit ängstlich wie durchtrieben durch das Gestrüpp seiner Gedanken und wird zu einer weitaus interessanteren Figur als seine Artverwandten aus Kings Romanen. Zwischendurch erweckt er den Eindruck, als sei er mit den Einfällen seines Regisseurs nicht unbedingt einverstanden, spielt sie aber trotzdem - nicht ohne einen ironischen lässigen Kommentar, der seiner Figur und dem Film erstaunlich gut tut.
Depp schließt die Fenster, die Koepp zu früh aufstößt, und macht aus der Story, die womöglich trotz der handwerklichen Brillanz von Fred Murphys sanften Kamerabewegungen, dem akzentuierten Schnitt von Jill Savitt und dem thrillenden Score von Philip Glass keine Maus mehr hinter dem Vorhang hervorlocken würde, zu einer gruseligen, höchst unterhaltsamen Charakterstudie. cm.
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Verleih Columbia Tristar O-Titel Secret Window Land / Jahr USA 2004 Kategorie Spielfilm Genre Thriller Produktionsfirmen Pariah Drehort Montreal Drehzeit 18.07.2003 Kinostart 29.04.2004 Laufzeit 96 FSK ab 16 Jahre Bildformat 1:2,35/Cinemascope Tonformat Dolby-SRD/DTS/SDDS Einspielergebnis D € 3.390.207
Bes. (EDI) 563.712
Bes. (FFA) 573.774
CharthistoryUSA-Start 12.03.2004, bei Sony Boxoffice USA $ 47.781.388 Web-Link http://www.das-geheime-fenster.de - nach oben Cast & Crew
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Produzenten Gavin Polone Ausf. Produzent Ezra Swerdlow Regie David Koepp Drehbuch David Koepp Buchvorlage Stephen King Darsteller Johnny Depp (Mort Rainey), John Turturro (John Shooter), Maria Bello (Amy Rainey), Timothy Hutton (Ted Miner), Charles S. Dutton (Ken Karsch), Len Cariou (Sheriff Dave Newsome) Kamera Fred Murphy Schnitt Jill Savitt Musik Philip Glass Produktionsdesign Howard Cummings, Gilles Aird, Jean Kazemirchuk Ton Patrick Rousseau Kostüme Odette Gadoury Casting John Papsidera, Pat McCorkle - nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
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Titel Vertrieb System Handelsform Das geheime Fenster (Thrill Edition) Nicht lieferbarSony Pictures Home Entertainment (SPHE) DVD, ab 16, 92 Min. Kauf Das geheime Fenster Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) Blu-ray Disc, ab 16, 96 Min. Kauf Das geheime Fenster Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) DVD, ab 16, 92 Min. Kauf Das geheime Fenster Nicht lieferbarSony Pictures Home Entertainment (SPHE) VHS, ab 16, 92 Min. Kauf Das geheime Fenster Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) DVD, ab 16, 92 Min. Leih Das geheime Fenster Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) VHS, ab 16, 92 Min. Leih Enthalten in:
Best of Hollywood - 2 Movie Collector's Pack: Das geheime Fenster / Das Gesicht der ... (2 Discs)Sony Pictures Home Entertainment (
Blu-ray Disc, ab 16, 209 Min.
Kauf
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Der einst erfolgreiche Krimi-Autor Mort steckt in einer traumatischen Scheidung und versinkt in Selbstmitleid und Antriebsschwäche. Da taucht ein mysteriöser Hinterwäldler auf und behauptet, Mort habe eine seiner Geschichte geklaut und deren Ende verfälscht. Er verlangt vom Literaten die Geschichte umzuschreiben und verleiht seinen Forderungen zusätzlich Nachdruck, indem er Morts Hund an die Hauswand nagelt und das Haus der Exfrau niederbrennt. Mort verliert zusehends die Kontrolle über den psychopathischen Fremden.
"Panic Room"-Autor David Koepp präsentiert in seiner routiniert umgesetzten Stephen-King-Adaption eine beklemmende Psychostudie, der leider auf halbem Weg etwas die Luft ausgeht. Übrig bleibt ein gediegener Thriller, bei dem vor allem Johnny Depps herausragende schauspielerische Leistung im Gedächtnis haften bleibt. Während Maria Bello ("Auto Focus") für die schöne Optik sorgt, begeistert John Turturro ("Barton Fink") einmal mehr als undurchsichtiger Eigenbrötler. Gepflegte Krimi-Kost mit attraktivem Staraufgebot.
Quelle: mediabiz.de - nach oben Newsarchiv
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