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Das Comeback

Packendes Underdog-Drama um den Fall und Aufstieg des Boxers Jim Braddock während der Depressions-Ära vom "A Beautiful Mind"-Team um Ron Howard.

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(Bild: Buena Vista)
Verleih Buena Vista
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2005
Regie Ron Howard
Darsteller Russell Crowe, Renée Zellweger, Paul Giamatti
Kinostart 08.09.2005
Einspielergebnis D € 523.891
Bes. (EDI) 92.018
Bes. (FFA) 93.792
Charthistory
Boxoffice USA $ 61.473.615
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 13.05.2009 (Kabel 1)

nach oben Inhalt & Info

1928: Boxer James Braddock hofft auf den Schwergewichtstitel und führt mit Gattin Mae und drei Kindern ein Leben auf der Überholspur. Vier Jahre: Amerika steckt mitten in der Großen Depression, die Braddocks haben alles verloren. Nach Verletzungen wird Jim gar seine Boxlizenz entzogen, er schlägt sich als Hafenarbeiter durch. Schließlich verschafft im sein alter Manager eine letzte Chance im Ring.

Ähnlich wie bei den Klassikern "Wie ein wilder Stier", "Rocky" oder "Million Dollar Baby" ist Ron Howards neuer Film eine klassische Underdog-Story, die mit metaphorischer Wucht den Nerv des Publikums trifft und das Hohelied auf einen Working Class Hero anstimmt. Howard arbeitete erneut mit seinem "A Beautiful Mind"-Star Russell Crowe, der sich mit seiner packenden Darstellung einmal mehr als einer der besten Schauspieler der Gegenwart profiliert.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Boxkampf mag zwar als brutale Sportart gelten, dennoch dient er als Aufhänger einiger der emotional bewegendsten Hollywooddramen. Ähnlich wie bei den Klassikern "Wie ein wilder Stier", "Rocky" oder "Million Dollar Baby" handelt es sich bei Ron Howards neuem Film "Das Comeback" um eine klassische Underdog-Story, die mit metaphorischer Wucht den Nerv des Publikums trifft. Howard hat das Glück, erneut mit seinem "A Beautiful Mind"-Star Russell Crowe zusammen zu arbeiten, der sich mit seiner packenden Darstellung des während der Depressionsära zum Volkshelden aufgestiegenen Boxers James Braddock einmal mehr als einer der besten Schauspieler der Gegenwart profiliert.

Ebenfalls Teil des "A Beautiful Mind"-Erfolgsteams war Drehbuchautor Akiva Goldman, der das ursprünglich von Cliff Hollingsworth mit Zustimmung der Braddock-Familie anhand historischer Tatsachen geschriebene Skript bearbeitete. Ihren Protagonisten stellen sie in einem 1928 angesiedelten Prolog vor. Boxer James Braddock ist obenauf und hofft auf den Schwergewichtstitel. Mit seiner Frau Mae (makellos: Renee Zellweger) und drei kleinen Kindern lebt er glücklich in einem komfortablen Haus. Mit einem einzigen Schwenk lässt Howard vier Jahre vergehen: Jetzt befindet sich Amerika inmitten der Großen Depression, und auch die Braddocks haben alles verloren. James hat aufgrund von Verletzungen im Boxring nicht mehr viel zu melden, schließlich wird ihm gar seine Lizenz entzogen. Er schlägt sich tapfer mit gebrochener Hand als Hafenarbeiter durch, dennoch reicht es hinten und vorne nicht, um seine in einer winzigen Kellerwohnung untergebrachte Familie über Wasser zu halten. Das Blatt wendet sich, als ihm sein Manager Joe Gould (der sensationelle Paul Giamatti aus "Sideways") einen Fight gegen den Titelanwärter Corn Griffin besorgt und Braddock entgegen aller Erwartungen siegt. Damit beginnt Braddocks unglaubliches Comeback, das in seinem Kampf gegen den arroganten Champion Max Baer (Craig Bierko überzeugend einschüchternd als Killerklotz) mündet. Ihr lebensgefährlicher Meisterschaftskampf ist eine mitreißende Tour de Force, die dem Zuschauer das Gefühl gibt, jeden Punch selbst einzustecken.

Zu einer Zeit, als Millionen von Amerikanern in tiefste Armut gestürzt wurden und Verzweiflung und Existenzangst an der Tagesordnung standen (hier eindringlich durch das Los der Braddocks illustriert, die nicht einmal mehr ihre Milchrechnung bezahlen können), sah das Volk in dem märchenhaften Aufstieg Braddocks aus der Gosse zurück an die Spitze ein inspirierendes Symbol der Hoffnung. Ihr Held war wie sie ein kleiner Mann von ganz unten, der wie sie Blut, Schweiß und Tränen geschwitzt hatte, der erst durch die erlittenen Härten zu dem Boxer wurde, der wider alle Erwartungen triumphieren konnte. Gleichzeitig war er ein charakterstarker Mann, der aus Ehrgefühl heraus seine Sozialhilfe zurück an den Staat zahlte, als er es sich wieder leisten konnte. Jede dieser Facetten wird von Crowe perfekt getroffen, der Braddock nicht nur als stahlharten Fighter, sondern auch als liebevoll-fürsorglichen Familienvater glaubwürdig verkörpert.

Howard arbeitet in seiner versierten Inszenierung gekonnt dezent die offensichtlichen Parallelen zwischen dem Einzel- und dem Volksschicksal heraus. Symbolisch teilen er und das Volk das gebrochene Selbstvertrauen, aber auch den Willen nicht aufzugeben und die Kraft, sich aus dem Tief herauszukämpfen. Nach seinem etwas enttäuschenden "The Missing" (dessen Kameramann Salvatore Totio erneut mit von der Partie ist) kann Howard mit dieser simplen und doch effektiven Ode an den arbeitenden Mann, nun wieder einen eindeutigen Publikumshit verbuchen. ara.

Quelle: Blickpunkt:Film

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  • Szene aus Trailer 2
  • Szene aus Paul Giamatti, der Russell Crowes Mentor spielt, über Sanftheit im Boxgeschäft, Männerfreundschaften und Crowes Image als schwieriger Kollege. (Englisch, 4:26)
  • Szene aus Regisseur Ron Howard über die emotionale Kraft einer Familiengeschichte, das schwere Leben zur Zeit der Depression und seine erneute Zusammenarbeit mit Russell Crowe nach "A Beautiful Mind". (Englisch, 5:50)
 
nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Buena Vista
O-Titel The Cinderella Man
Land / Jahr USA 2005
Kategorie Spielfilm
Genre Drama / Action
Produktionsfirmen Brian Grazer production
Drehort Toronto
Drehzeit 19.04.2004
Kinostart 08.09.2005
Laufzeit 145
FSK ab 12 Jahre
FBW-Prädikat Wertvoll
Bildformat Widescreen
Tonformat Dolby-SRD/DTS/SDDS
Einspielergebnis D € 523.891
Bes. (EDI) 92.018
Bes. (FFA) 93.792
Charthistory
USA-Start 03.06.2005, bei Universal
Boxoffice USA $ 61.473.615
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.das-comeback.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Brian Grazer, Penny Marshall, Ron Howard
Ausf. Produzenten Todd Hallowell, James Whitaker
Regie Ron Howard
Drehbuch Cliff Hollingsworth, Akiva Goldsman, Charlie Mitchell
Darsteller Russell Crowe (Jim Braddock), Renée Zellweger (Mae Braddock), Paul Giamatti (Joe Gould), Craig Bierko (Max Baer), Bruce McGill (Jimmy Johnston), Paddy Considine (Mike Wilson), Ron Canada (Joe Jeanette), David Huband (Ford Bond), Connor Price (Jay Braddock), Ariel Waller (Rosemarie Braddock), Patrick Louis (Howard Braddock), Rosemarie Dewitt (Sara), Linda Kash (Lucille Gould), Nicholas Campbell (Sporty Lewis), Gene Pyrz (Jake), Alicia Johnston, Troy Amos-Ross, Mark Simmons, Art Binkowski, David Litzinger, Rance Howard, Angelo Dundee
Kamera Salvatore Totino
Schnitt Mike Hill, Dan Hanley
Musik Thomas Newman
Produktionsdesign Wynn Thomas
Ton John J. Thomson
Kostüme Daniel Orlandi
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Das Comeback Walt Disney Studios Home Entertainment Blu-ray Disc, ab 12, 144 Min. Kauf
Das Comeback Walt Disney Studios Home Entertainment Blu-ray Disc, ab 12, 144 Min. Leih
Das Comeback Walt Disney Studios Home Entertainment DVD, ab 12, 139 Min. Kauf
Das Comeback Walt Disney Studios Home Entertainment DVD, ab 12, 139 Min. Leih
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Songtrack Diverse Cinderella Man - Das Comeback Nicht lieferbar
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Der Boxer "Jim" Braddock feiert im New York der späten 20er Jahre einen Sieg nach dem anderen. Da bricht er sich die starke rechte Hand und verliert seine Boxlizenz. Ende 1933 ist er am Ende - finanziell und emotional, wie die USA, die unter der Depression leidet. Doch der ehrliche Familienvater gibt nicht auf, trainiert statt der kaputten Rechten beim Arbeiten in den Docks eben die Linke, lässt weder die Frau noch die drei Kinder im Stich und glaubt an das Gute. Und das findet am 14. Juni 1934 zu ihm zurück, mit seinem fulminanten Comeback.

Hauptdarsteller Russell Crowe ("Gladiator") und Regisseur Ron Howard ("A Beautiful Mind") legen mit diesem packenden Biopic die beste Arbeit ihrer Karrieren vor. Crowe vereint Emotion und Härte, Stolz und Hingabe, Verletzlichkeit und Verbissenheit in seinem Boxer-Porträt, das nur in wenigen, von Thomas Newmans emotionalem Score ertränkten Momenten nicht völlig aufgeht. In den Nebenrollen überzeugen Renée Zellweger ("Cold Mountain") und Paul Giamatti ("Sideways"), der sich in diesem Top-Tipp einmal mehr für den Oscar empfiehlt.

Quelle: mediabiz.de

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: WertvollKurztext:

Die bewegte Geschichte eines Underdogs, der in den Jahren der Depression zum Volkshelden wurde. Authentische Boxerbiografie verarbeitet zu einem großen dramatischen und ungemein spannenden Epos.

Gutachen:

Eine wahre Geschichte aus dem Amerika der 30er Jahre, der Regisseur und der Hauptdarsteller von "A beautiful mind" wieder zusammen: bei einem Boxerdrama mit viel Sozialtouch. "In einem Land, das schon am Boden liegt", wie es im Film heißt, im New York der Depressionszeit, steht ein Mann mit dem Rücken an der Wand, seine Familie nagt am Hungertuch, aber er kämpft und gibt nicht auf, wird Weltmeister im Schwergewicht, und das gegen einen äußerst gefährlichen und brutalen Gegner.

Russell Crowe als der brave Boxer Jim Braddock spielt verhalten und mit vollem Körpereinsatz. Regisseur Ron Howard setzt seine filmischen Mittel eher sparsam, vielleicht sogar zu sparsam ein. Abgesehen von dem tatsächlich fulminant in Szene gesetzten "großen" Kampf am Filmende gibt es wenige wirklich filmische Momente wie etwa Jims verzweifelte Sammelaktion mit seinem Hut bei den Besserverdienern.

Armut, Arbeitslosigkeit, Verzweiflung und das Elend der Dockarbeiter und ihrer Familien scheinen mit den Mitteln einer mittelgroßen deutschen Fernsehspielproduktion inszeniert, mehr Kammerspiel als Panorama, mehr Behauptung als wuchtig-wirksame Bilder. Die sozusagen proletarische Perspektive des Films hat etwas leicht Kostümhaftes, wirkt stellenweise theatralisch.

Renée Zellweger als treusorgende Ehefrau Mae erschien nicht allen Ausschußmitgliedern die idealste Besetzung. Beinahe ganz aus seinem Blickfeld läßt der Film die schmutzige Seite des Boxgeschäfts, Jim ist eine Art Unschuld vom Lande. Botschaft wie Inszenierung wirken recht konventionell. Das aber auf einem soliden filmhandwerklichen Niveau - das sich dann im Spannungsbogen wie auch künstlerisch steigert. Die Punktrichterinnen und -richter des Bewertungsauschusses erkannten so klar auf ein "wertvoll".

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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