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Cop Land

Anspruchsvolles, atmosphärisch-dichtes Polizei-Korruptions-Drama mit sensationeller Besetzung.

Cop Land Großansicht
(Bild: Kinowelt)
Verleih Studiocanal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 1997
Regie James Mangold
Darsteller Sylvester Stallone, Harvey Keitel, Ray Liotta
Kinostart 29.01.1998
Einspielergebnis D € 2.941.228
Bes. (EDI) 504.409
Bes. (FFA) 503.955
Charthistory
Boxoffice USA $ 44.810.734
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Freddy Heflin erwartet nicht mehr viel vom Leben. Seinen Dienst als Sheriff in "Cop Land", einem Städtchen für Cops und deren Familien erbaut, reißt er ab. Als Internal-Affairs-Agent Tilden dem Verschwinden eines Polizisten, der zwei Schwarze auf dem Gewissen hat, nachspürt, muß Heflin sich zwischen Loyalität und Wahrheit entscheiden. Denn "Cop Land" wurde von der Mafia finanziert.

Für sein anspruchsvolles, atmosphärisch dichtes Polizei-Korruptions-Drama begeisterte Newcomer James Mangold ("Heavy") eine sensationelle Besetzung. Sylvester Stallone beweist schauspielerisches Talent in der Hauptrolle und braucht sich auch vor den Kollegen vom Charakter-Fach Robert De Niro und Harvey Keitel nicht zu verstecken. Klassisches Moraldrama à la "12 Uhr mittags".

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Als adrenalingesteuerter Action-Bimbo stieg Sylvester "Rambo" Stallone zu Weltruhm auf. Des belächelten Karikatur-Images und Respektmangels müde, erklärte er sich bereit, für den reizvollen und schauspielerisch anspruchsvollen Part des phlegmatisch-passiven Dorf-Sheriffs Freddy Heflin in dem atmospärischen Polizeikorruptionsdrama "Copland" auf seine übliche Gagenforderung zu verzichten, sondern gegen Tarifbezahlung mitzuwirken. Dafür hat der "Rocky"-Darsteller wie ein wilder Stier 40 Pfund um die Hüften zugelegt und kann aus dem schauspielerischen Sparring selbst mit so schwergewichtigen Partnern wie Robert De Niro und Harvey Keitel ohne Blessuren hervorgehen.

Regie und Drehbuch des sensationell besetzten Ensemblemoralstücks gehen auf das Konto des relativ unbeschriebenen Blatts James Mangold, dessen Debüt "Heavy" ebenfalls um einen übergewichtigen und resignierten Verlierertypen kreiste, der von seiner Umwelt nicht für voll genommen wird. Als Mangolds Stärke kristallisiert sich erneut die exakte Studie eines isolierten Milieus heraus. In diesem Fall handelt es sich um den fiktiven 1280-Einwohner-Ort Garrison, der hartgesottenen New-York-City-Cops und ihren Familien als sichere Enklave fernab vom Großstadt-Hexenkessel dient. Dieses "Copland" wurde jedoch mit Mafia-Darlehen finanziert, so daß die korrupten Gesetzeshüter unter der Führung von Ray Donlan (Keitel) sich auf interne Loyalität verlassen müssen. Ihre schmutzig erkaufte Idylle ist erheblicher Gefahr ausgesetzt, als der junge Polizist Murray Babitch (Michael Rappaport) im Eifer des Gefechts überreagiert und zwei unbewaffnete Schwarze erschießt. Ray beschließt, seinen völlig aufgelösten Neffen Murray von der Bildfläche verschwinden zu lassen, bevor dieser zu plappern beginnen kann. Damit wird das Interesse des Internal-Affairs-Agenten Moe Tilden (De Niro) geweckt, der bei Garrisons Sheriff Heflin (Stallone) vorspricht, ihm bei seinen Ermittlungen behilflich zu sein. Der auf einem Ohr taube Heflin wird dadurch in einen tiefen Gewissenskonflikt gezogen: Zum einen gäbe es ihm endlich Gelegenheit, seinen lange verlorenen Traum vom Cop-Dasein auszuleben, andererseits fühlt er sich dem ihn mit milder Herablassung tolerierenden Ray und seiner Gang gegenüber verbunden.

In starken Nebenrollen glänzen Ray Liotta, Peter Berg und Robert Patrick (als Cops), Annabelle Sciorra (als Love Interest), Cathy Moriarty (Rays untreue Ehefrau) und Janeane Garofalo (als Hilfssheriff). Zentraler Punkt der Geschehnisse ist jedoch Protagonist Stallone, der von seinen hervorragenden Mitspielern gleichzeitig getragen und zu Höchstleistungen angespornt wird. Mit niedergeschlagenem Blick, marionettenhaftem Gang, verzögertem Bewegungsrhythmus und zurückhaltender Stimme verkörpert er perfekt die verbitterte Hoffnungslosigkeit, verzweifelte Isolation und traurige Passivität seiner bemitleidenswerten, vom Schicksal getretenen Außenseiterfigur - was teils als etwas kalkuliert sympathieheischend ausgelegt werden könnte. Erst zum Schluß, als Heflin das ganze abstoßende Ausmaß des moralischen Morasts bewußt wird, eskalieren die Ereignisse in traditioneller "Zwölf Uhr mittags"-Westernmanier, die ihn in eine Variation seiner bestens bekannten Action-Persönlichkeit schlüpfen läßt.

Momente dynamisch inszenierter Konfrontationen wechseln sich balanciert mit zwischenmenschlichem Drama und konventioneller Action ab. Dennoch mangelt es der eindringlichen Moralfabel um Bestechlichkeit, Nepotismus, Kleinstadtleben, Loyalität, Mord, verlorenen Träumen und Gerechtigkeit vielleicht ein wenig an dramaturgischer Power, da der Plot kaum Überraschungen bereithält. Das eingeschränkte Suspense-Element wird mit atmosphärischer Dichte - nicht zuletzt mit dem requiemartigen Score und den funktionellen, in triste Farben getauchten Bildkompositionen erzeugt - zufriedenstellend ausgegeglichen. Mit Unterstützung des "Taxi Driver" und zwei "GoodFellas" konnte Sly jedenfalls am Startwochenende resolut das amerikanische Boxoffice dominieren. ara.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Studiocanal
O-Titel Cop Land
Land / Jahr USA 1997
Kategorie Spielfilm
Genre Drama / Thriller
Produktionsfirmen Woods Entertainment
Kinostart 29.01.1998
Erster Verleiher Kinowelt
Laufzeit 105
FSK ab 12 Jahre
Einspielergebnis D € 2.941.228
Bes. (EDI) 504.409
Bes. (FFA) 503.955
Charthistory
USA-Start 15.08.1997, bei Miramax
Boxoffice USA $ 44.810.734
nach oben Cast & Crew
Produzenten Cary Woods, Cathy Konrad, Ezra Swerdlow
Koproduzenten Kerry Orent, Christopher Goode, Kevin King, Richard Miller
Ausf. Produzenten Bob Weinstein, Harvey Weinstein, Meryl Poster
Regie James Mangold
Drehbuch James Mangold
Darsteller Sylvester Stallone (Freddy Heflin), Harvey Keitel (Ray Donlan), Ray Liotta (Gary Figgis), Robert De Niro (Moe Tilden), Peter Berg (Joey Randone), Janeane Garofalo (Deputy Cindy Betts), Robert Patrick (Jack Rucker), Michael Rapaport (Murray Babitch), Annabella Sciorra (Liz Randone), Noah Emmerich (Deputy Bill Geisler), Cathy Moriarty (Rose Donlan), John Spencer (Leo Crosby), Frank Vincent (President Lassaro), Arthur Nascarella (Frank Lagondo), Malik Yoba (Detective Carson)
Kamera Eric Alan Edwards
Schnitt Craig McKay
Musik Howard Shore
Produktionsdesign Lester Cohen, Wing Lee
Ton Allan Byer
Kostüme Ellen Lutter
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Cop Land (Thriller Collection) STUDIOCANAL Home Entertainment Sales DVD, ab 16, 111 Min. Kauf
Cop Land (Thriller Collection) STUDIOCANAL Home Entertainment Sales Blu-ray Disc, ab 16, 221 Min. Kauf
Cop Land (Steelbook Collection)
Nicht lieferbar
STUDIOCANAL Home Entertainment Sales Blu-ray Disc, ab 16, 221 Min. Kauf
Cop Land (Director's Cut, Digital Remastered) STUDIOCANAL Home Entertainment Sales DVD, ab 16, 111 Min. Kauf
Cop Land (Director's Cut, Digital Remastered) STUDIOCANAL Home Entertainment Sales Blu-ray Disc, ab 16, 221 Min. Kauf
Cop Land
Nicht lieferbar
M.I.B. - Medienvertrieb in Buchholz DVD, ab 12, 101 Min. Kauf
Cop Land
Nicht lieferbar
Cine Plus Entertainment Blu-ray Disc, ab 12, 101 Min. Kauf
Cop Land
Nicht lieferbar
Cine Plus Entertainment DVD, ab 12, 101 Min. Kauf
Cop Land
Nicht lieferbar
Warner Home Video Germany DVD, ab 12, 101 Min. Kauf
Cop Land
Nicht lieferbar
VCL Communications DVD, ab 12, 101 Min. Kauf
Cop Land
Nicht lieferbar
VCL Communications VHS, ab 16, 96 Min. Kauf
Enthalten in:
Best of Thriller: Bank Job / Cop Land / Gone Baby Gone - Kein Kinderspiel / Die Vorahnung (4 Discs)
Nicht lieferbar
STUDIOCANAL Home Entertainment
DVD, ab 16, 419 Min.
Kauf
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Polizist Freddy Heflin hat einen anspruchslosen Job in dem New Yorker Vorort Garrison, dem Wohnort vieler Mitglieder des New York Police Department. Dort hat Ray Donlan das Sagen, ein Gesetzeshüter, der schwunghafte Geschäfte mit der Mafia macht. Als dessen Neffe Murray Babbitt im Übereifer zwei Schwarze erschießt, deckt Donlan den Mitwisser. Nicht einmal Internal-Affairs-Ermittler Moe Tilden kann den Betrug aufdecken. Heflin sieht die Chance seines Lebens und geht dem mysteriösen Fall auf eigene Faust nach...

Regisseur James Mangold hat sein eindringliches Polizisten-Drama - wie einen klassischen Western - um einen phlegmatischen Einzelgänger angelegt. Sylvester Stallone spielt diesen modernen lonesome rider ungewohnt nuanciert und erweist sich inmitten des hochkarätigen Darsteller-Ensembles als charismatische Zentralfigur. Die atmosphärischen Bilder werden von dem melancholischen Soundtrack aufs beste unterstützt. Dank der zwar spärlich eingesetzten, aber höchst effektiven Stunt-Szenen dürfte diese intensive Milieu-Studie sowohl bei Cineasten als auch bei Action-Fans glänzend ankommen.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Als Internal-Affairs-Agent Tilden dem Verschwinden eines Polizisten, der zwei Schwarze auf dem Gewissen hat, nachspürt, muß Polizist Freddy Heflin sich zwischen Loyalität und Wahrheit entscheiden. Anspruchsvolles, atmosphärisch-dichtes Polizei-Korruptions-Drama mit sensationeller Besetzung.

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