Bruce Allmächtig
| Verleih | Buena Vista |
|---|---|
| Kategorie/Land/Jahr | Spielfilm, USA 2003 |
| Regie | Tom Shadyac |
| Darsteller | Jim Carrey, Morgan Freeman, Jennifer Aniston |
| Kinostart | 12.06.2003 |
| Einspielergebnis D |
€ 18.570.578 Bes. (EDI) 3.455.358 Bes. (FFA) 3.450.067 Charthistory |
| Boxoffice USA |
$ 242.589.580 Charthistory |
| Filmtrailer |
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Kleinstadt-TV-Reporter Bruce Nolan ist so unzufrieden mit seinem Leben, dass er am Ende eines weiteren miesen Tages seiner Wut freien Lauf lässt und Gott in einer Schimpfkanonade die Schuld an allem gibt. Der hört zu - und überlässt Bruce als Antwort für eine Woche seinen "göttlichen Job".
Nach "Der Dummschwätzer" und "Ace Ventura - Ein tierischer Detektiv" ist dies bereits die dritte Zusammenarbeit von Hollywoodstar Jim Carrey und Komödienspezialist Tom Shadyac. Dieser weiteren aberwitzigen Darbietung des Duos stehen diesmal Jennifer Aniston und Morgan Freeman zur Seite.
Quelle: Blickpunkt:Film
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Nachdem Jim Carrey, Regisseur Tom Shadyac und Autor Steve Oedekerk bereits mit "Der Dummschwätzer" und der Idee, Carrey als notorischen Schwindler mit einem Lügenbann zu belegen, den Jackpot knackten, versuchen sie nun, den Erfolg mit einer leicht modifizierten Prämisse zu wiederholen: Als erschütternd gottlosen TV-Moderator werden Carrey in "Bruce Allmächtig" vom Allmächtigen höchstselbst dessen Aufgaben und Fähigkeiten übertragen. Das Ergebnis ist ein liebenswerter Spaß mit ausgeprägtem Sendungsbewusstsein, der nicht im geringsten blasphemisch ist und keine Sensibilitäten verletzt, es sei denn, man kann mit Carreys manischem Slapstick nichts anfangen: Der Komödiant läuft in dieser Wutprobe der hyperventilierenden Art nämlich zu schwindelerregender Hochform auf.
Auf ihren Star zugeschnittene High-Concept-Komödien können immer nur so gut sein wie ihr Konzept. Auf ihrem Gerüst baut der Star seine Performance auf, die sich nicht mehr der Realität, sondern nur noch der Ungeheuerlichkeit ihrer Grundidee verpflichtet. So gesehen, ist "Bruce Allmächtig" ohne Abstriche ein durchschlagender Erfolg: Erstmals eigentlich seit "Der Dummschwätzer" erlaubt es sich der begnadete Jim Carrey, außer Rand und Band ohne grotesk, durchgeknallt ohne neurotisch, ausgeflippt ohne geistig bedenklich, also bis auf die Gummiknochen komisch zu sein, ohne gleichzeitig dunkle Wolken aufziehen (wie in "Ich beide und sie") oder maliziöse Bösartigkeit durchschimmern zu lassen (wie in "Der Grinch"). Er ist die expressionistische Alternative zu dem introvertierten, beinahe autistischen Adam Sandler, dem anderen von der Kritik unterschätzten Superstar-Funnyman unserer Zeit: der Jerry Lewis zu dessen Buster Keaton.
Nicht von ungefähr lassen sich Parallelen zu "Die Wutprobe", gleichermaßen High Concept, aber nie High Comedy, entdecken. Erneut geht es um nicht ausgeschöpfte (Berufs-)Potenziale und die Unfähigkeit, sich die eigenen Gefühle einzugestehen und Verantwortung zu übernehmen (auch hier verzehrt sich eine Schöne vergeblich nach dem Helden), sprich: im Amerika nach dem 11. September die richtigen Prioritäten zu setzen.
Der Hemmschuh von Carreys Bruce Nolan ist der gleiche wie bei Sandlers Dave Buznik: Beide haben ein Problem, ihre aufgestaute Aggression zu kompensieren: Als lokaler TV-Moderator im Kleinkaff Buffalo, New York, muss auch Bruce durch ein außergewöhnliches Ereignis auf den richtigen Weg getollschockt werden, nachdem er sein persönliches Stalingrad erlebt hat: Ein schleimiger Kollege schnappt ihm den Anchorman-Posten weg, die Menschen lachen über ihn. Und schließlich setzt er seinen Sportwagen gegen einen Lichtmasten. Bruce verflucht Gott - und erhält prompt Antwort: In Gestalt von Morgan Freeman (immerhin ein Schwarzer - die einzige Kante in diesem stromlinienförmig auf Hochglanz polierten Feelgood-Movie) werden Bruce auf unbestimmte Zeit all die Fähigkeiten und Pflichten des Einen übertragen. Alles weitere kann man sich denken: Der mit "I Got the Power" von Snap perfekt begleiteten Emphase über die neuen Mächte und deren - sehr komischen - Ausnutzen für eigene Zwecke folgen die Katastrophe, weil Bruce die Freundin vernachlässigt hat, und darauf Einsicht und Katharsis, also die unvermeidliche Läuterung eines Ungläubigen, der Gottes Leitspruch für sich selbst erkennen darf: Be the miracle - Sei selbst das Wunder!
Selbstredend ist der komische Abschnitt des Missbrauchs von Gottes Kräften der mit Abstand beste des Films: Er hat etwas verschwörerisch Befreiendes, weil Carrey all das tut, was man selbst niemals wagen würde. Dem Nachbarschaftsrüpel einen Affen aus dem Rektum ziehen? Den Verkehr nach eigenem Gusto lenken? Dem Konkurrenten den dümmsten Gibberisch in den Mund legen? Dem notorisch nicht stubenreinen Köter mit Fingerschnippen Toilettenmanieren beibringen? Selbst billige Gags wie die Oberweitenerweiterung der Lebensgefährtin gehen durch, wenn man Carrey im nächsten Moment erleben darf, wie er ihr buchstäblich Mond und Sterne vom Himmel holt. Natürlich ist das nur mit Hilfe von Spezialeffekten möglich. Angesichts der insgesamt aber etwas schwachen Leistung der Effektabteilung bleibt anzumerken, dass der beste Effekt hier wie immer Carrey selbst ist, dem wirklich unglaublichste Verrenkungen scheinbar mühelos gelingen.
Wenn in "Bruce Allmächtig" denn etwas wirklich unangenehm auffällt, dann ist es die Neigung von Regisseur Shadyac, nach "Patch Adams" und "Im Zeichen der Libelle" auch hier wieder einem Film mit dem Sendungsbewusstsein, unbedingt eine christliche Botschaft transportieren zu müssen, den Weg etwas aus den Segeln zu nehmen. Gleichzeitig lässt er zu, dass das Drehbuch wenig über wirklich göttliche Verantwortung erzählt, weil es mehr damit beschäftigt ist, Bruce bei der Lösung seiner kleinen privaten Nöte zu helfen. So ist die Rettung von Bruces Beziehung zu der heillos unterbeschäftigten Jennifer Aniston der Fokus der stets publikumsfreundlichen Komödie, die sich anfangs große Themen auf die Schultern hievt, um dann doch den Rückzug ins Private und das einfache Happyend anzutreten. Dann ist da noch Morgan Freeman, den man noch nie so entspannt gesehen hat: Wenn er in voller Designer-Pracht neben Carrey zu sehen ist, ist "Bruce Allmächtig" ein göttlicher Spaß, dessen kommerzielle Aussichten auch trotz manch verpasster Chance von hier bis zum Himmel reichen. ts.
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Verleih Buena Vista O-Titel Bruce Almighty Land / Jahr USA 2003 Kategorie Spielfilm Genre Komödie Produktionsfirmen Shady Acres/Pitbull Drehort Los Angeles, Buffalo NY Drehzeit 06.08.2002 Kinostart 12.06.2003 Laufzeit 101 FSK ab 6 Jahre Tonformat Dolby-SRD/DTS/SDDS Einspielergebnis D € 18.570.578
Bes. (EDI) 3.455.358
Bes. (FFA) 3.450.067
CharthistoryUSA-Start 23.05.2003, bei Universal Boxoffice USA $ 242.589.580 Filmtrailer
Web-Link http://www.brucealmighty.com http://www.bruce-allmaechtig.de - nach oben Cast & Crew
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Produzenten Tom Shadyac, Jim Carrey, James D. Brubaker, Michael Bostick, Steven Wayne Koren, Mark O'Keefe Ausf. Produzenten Roger Birnbaum, Gary Barber, Steve Oedekerk Regie Tom Shadyac Drehbuch Steve Oedekerk, Mark O'Keefe, Steven Wayne Koren Darsteller Jim Carrey (Bruce Nolan), Morgan Freeman (Gott), Jennifer Aniston (Grace Connelly), Philip Baker Hall (Jack Keller), Catherine Bell (Susan Ortega), Lisa Ann Walter (Debbie), Steve Carell (Evan Baxter), Nora Dunn (Ally Loman), Sally Kirkland (Anita Mann), Eddie Jemison (Bobby), Tony Bennett (Tony Bennett), Paul Satterfield (Dallas Coleman), Mark Kiely (Fred Donohue), Timothy Di Pri (Bruces Kameramann), Brian Tahash (Bruces Tonmann), Lou Felder (Pete Fineman), Lillian Adams (Mama Kowolski), Christopher Darga (Vol Kowolski) Kamera Dean Semler Schnitt Scott Hill Musik John Debney Produktionsdesign Linda DeScenna, Jim Nedza Ton José Antonio García Kostüme Judy L. Ruskin Casting Junie Lowry-Johnson, Ron Surma - nach oben Filmpreise
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Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person Bogey - Box Office Germany Award 2003, München Silber - 2 Mio. Besucher in 20 Tagen - nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
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Titel Vertrieb System Handelsform Bruce Allmächtig Walt Disney Studios Home Entertainment Blu-ray Disc, ab 6, 101 Min. Kauf Bruce Allmächtig Walt Disney Studios Home Entertainment Blu-ray Disc, ab 6, 101 Min. Leih Bruce Allmächtig Walt Disney Studios Home Entertainment DVD, ab 6, 97 Min. Kauf Bruce Allmächtig Nicht lieferbarBuena Vista Home Entertainment VHS, ab 6, 97 Min. Kauf Bruce Allmächtig Walt Disney Studios Home Entertainment DVD, ab 6, 97 Min. Leih Bruce Allmächtig Walt Disney Studios Home Entertainment VHS, ab 6, 97 Min. Leih - nach oben Soundtrack
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Art Interpret Komponist Titel Soundtrack/Songtrack Diverse Bruce Allmächtig Nicht lieferbar - nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik
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Weil man ihn bei der Beförderung übergangen hat, rastet der TV-Journalist Bruce Nolan dermaßen aus, dass man ihm den Stuhl vor die Tür stellt. Was folgt, ist unter anderem eine Wuttirade auf den lieben Gott. Der zufälligerweise zuhört - und seinem erzürnten Schäfchen kurzerhand für eine Woche die göttliche Allmacht überträgt. Bruce ist begeistert. Freundin Grace wird mit einer imposanteren Oberweite ausgestattet, die Gassi-Probleme des Hundes werden endgültig gelöst und seinem "Reporterglück" ordentlich nachgeholfen.
Nach Ausflügen ins seriösere Fach ("Der Mondmann") kehrt Bewegungswunder Jim Carrey zu seinen Anfängen im Stile von "Dumm und dümmer" zurück. Steve Oedekerk hat denn auch diese "himmlische" Komödie ganz auf seinen Star zugeschnitten, der als zickig-zotig-zornig-zappeliger Hampelmann einen wunderbaren Gegenentwurf zu Morgan Freemans "göttlicher" Figur abliefert. Dank zündender Gags und einiger verblüffender Spezialeffekte einer der Kino-Erfolge des Sommers 2003.
Quelle: mediabiz.de - nach oben Newsarchiv
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