Bohemian Rhapsody

Mitreißendes Porträt von Freddy Mercury, der in eine unbekannte Band einstieg und als Frontmann Queen zu Weltruhm verhalf.

Bohemian Rhapsody Großansicht
(Bild: Fox)
Verleih Fox
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Großbritannien, USA 2018
Regie Bryan Singer,
Dexter Fletcher
Darsteller Rami Malek, Gwilym Lee, Ben Hardy
Kinostart 31.10.2018
Einspielergebnis D € 18.441.707
Bes. (EDI) 1.990.530
Charthistory
Boxoffice USA $ 173.710.836
Charthistory
Filmtrailer Video

nach oben Inhalt & Info

Freddy Mercury arbeitet am Flughafen und streift nachts durch die Musikclubs. Dort lernt er die Band Smile kennen und bietet ihnen an, als Sänger einzuspringen. Sie lachen, lassen sich aber schließlich von einer Gesangsprobe überzeugen. Nach einer Kneipentour mit dem VW-Bus quer durchs land, investieren sie ihr letztes Geld in eine Plattenaufnahme, mit der sie einen Vertrag bei einem Studio landen. Der Beginn einer steilen Karriere und einer auch turbulenten Freundschaft.

Von Bryan Singer und Dexter Fletcher fürs Mainstreampublikum realisiertes Porträt der britischen Band Queen, das sich ganz auf die kurze Geschichte ihres charismatischen Frontmanns Freddy Mercury fokussiert. Rami Malek aus "Mr. Robot" spielt den jungen Wilden, der erst seine Bandkollegen, eine junge Verkäuferin und irgendwann ein Millionenpublikum auf der ganzen Welt eroberte. Der vor allem zu Anfang mitreißende Film bietet eine Art Best-of-Compilation der Hits und macht jede Menge Laune, auch wenn man sich vielleicht ein vielschichtigeres Porträt gewünscht hätte.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Mediathek
Großansicht
Bild 1 von 15

...(15 Bilder)

Text.
Bild: ...Filmdetails

Szene

 
nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Fox
O-Titel Bohemian Rhapsody
Land / Jahr Großbritannien/USA 2018
Kategorie Spielfilm
Genre Drama / Biographie
Produktionsfirmen New Regency, GK Films
Kinostart 31.10.2018
Laufzeit 135
FSK ab 6 Jahre
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Einspielergebnis D € 18.441.707
Bes. (EDI) 1.990.530
Charthistory
USA-Start 02.11.2018, bei 20th Century Fox
Boxoffice USA $ 173.710.836
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.fox.de/bohemian-rhapsody
nach oben Cast & Crew
Produzenten Jim Beach, Graham King, Brian May, Peter Oberth, Bryan Singer, Roger Taylor
Koproduzenten Richard Hewitt
Ausf. Produzenten Dexter Fletcher, Arnon Milchan, Denis O'Sullivan, Jane Rosenthal
Regie Bryan Singer, Dexter Fletcher
Drehbuch Anthony McCarten
Darsteller Rami Malek (Freddie Mercury), Gwilym Lee (Brian May), Ben Hardy (Roger Taylor), Joseph Mazzello (John Deacon), Lucy Boynton, Mike Myers, Aidan Gillen, Tom Hollander, Allen Leech, Aaron McCusker
Kamera Newton Thomas Sigel
Schnitt John Ottman
Musik John Ottman
Produktionsdesign Aaron Haye
Kostüme Julian Day
Casting Susie Figgis
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
Bogey - Box Office Germany Award
Bogey - Box Office Germany Award Großansicht
2018, München, 05.11.2018 1000 Besucher pro Kopie am Startwochenende  
nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

Beeindruckend kraftvoller Musikfilm über Freddie Mercury, den Leadsänger der Band Queen, der schon vor seinem frühen Tod im Jahr 1991 zur musikalischen Legende wurde.
England, die 1970er Jahre. Der 19-jährige Farrouk, der von allen Freddie genannt wird, hat große Träume: Er will auf die Bühne, singen - und zur Legende werden. Doch noch arbeitet er am Flughafen als Kofferträger. Als er allen Mut zusammennimmt und sich bei einer Band als deren neuer Leadsänger bewirbt, hat er noch keine Ahnung, dass dies der Beginn einer musikalischen Ära ist. Denn die Band heißt "Queen". Und er selbst nennt sich Freddie Mercury. Als charismatischer, leidenschaftlicher Performer erobert er das Publikum im Sturm. Doch je mehr er sich auf der Bühne zu finden beginnt, desto mehr verliert er den Halt im Leben. Und riskiert schon bald, alles zu verlieren, was ihm etwas bedeutet. Am 13. Juli 1985 spielten Queen im Rahmen des Live-Aid-Concerts vor 72.000 Menschen im Wembley Stadion. Über 1,9 Milliarden Menschen verfolgten das Konzert live. Für Bryan Singers und Dexter Fletchers Film BOHEMIAN RHAPSODY dient das Konzert als erzählerischer Rahmen. Als Künstler-Biopic erzählt der Film aus der Perspektive von Mercury. Dabei zeigt der Film den öffentlichen Menschen und kommt gleichzeitig auch der privaten Seite des scheuen und unsicheren Mannes nahe, der sich Zeit seines Lebens nach wirklicher Vertrautheit sehnte und dennoch seine Freunde oft verriet, weil er sich auf falsche Berater einließ. Dass er nie wirklich zu seiner Homosexualität stehen konnte, ist ein Aspekt, den der Film nie ausstellt, sondern sensibel in die Erzählung einwebt. Rami Malek ist grandios in seiner Darstellung Mercurys. Die Verletzlichkeit einer zarten Künstlerseele, die Neurosen und Allüren eines übergroßen Stars und die Getriebenheit eines nie ruhenden Genies - Malek lässt nie einen Zweifel an der Authentizität seiner Darstellung. Auch der Rest des Ensembles steht dem in nichts nach, vor allem auch im Zusammenspiel miteinander. Neben der Geschichte der Band greift das Drehbuch von Anthony McCarten auch die Entstehungsgeschichte berühmter Songs wie eben "Bohemian Rhapsody" oder auch "We Will Rock You" und "Love Of My Life" auf. Und wenn als Höhepunkt des Films der legendäre 25-minütige Auftritt der Band minutiös und detailgetreu nachgestellt wird, dann spürt man als Zuschauer die Kraft, die Musik freisetzen kann. Was auch der Soundtrack beweist, der kaum einen Hit von Queen vermissen lässt. BOHEMIAN RHAPSODY ist ein spannend erzählter mitreißender Musikfilm voller großer Emotionen. Mit großer Power, Opulenz und Dramatik inszeniert.

Gutachten:

Freddie Mercury und Queen kann im Kino nur eine große Rock-Oper gerecht werden und genau diese bietet dieser Musikfilm, in dem die Karriere von Mercury bis zu dem Höhepunkt des Auftritts beim Live Aid Konzert im Wembley Stadium von 1985 erzählt wird. Der Film spannt einen weiten Bogen von Mercurys Anfängen als Kunststudent, der auf einem Flughafen Gepäck verlädt und bei seiner parsischen Familie lebt, bis zu dem Ausbruch seiner Aidserkrankung und seiner Versöhnung mit der Band Queen nach seinem ersten missglückten Versuch einer Solokarriere. Bemerkenswert ist, dass hier Mercurys Privatgeschichte und die Musikgeschichte dramaturgisch geschickt miteinander verwoben werden. Zum einen wird erzählt, wie der quicksilbrig verwandlungsfähige Künstler sich selber und die Band formt, wie er aus dem Einfluss seiner parsischen Familie flieht, seine Sexualität entdeckt und auslebt, auf falsche Freunde hört und als Resultat auch seine Band, die er als seine "Familie" versteht, verrät. Auf einer anderen Ebene zeigt der Film detailliert, wie viele der Songs von Queen entstanden sind, wie sie in den Studios entwickelt und aufgenommen wurden (wobei der kreative Input aller Bandmitglieder gewürdigt wird) und wie Freddy Mercury sich bei seinen Konzertauftritten immer mehr zu einem charismatischen Performer entwickelt. Der Film zeigt auch, wie Rockmusik als Ware gehandelt wird. In einer Sequenz kündigt die Band einen lukrativen Plattenvertrag, weil der Studioboss sich weigert, die sechs Minuten lange "Bohemian Rhapsody" als Single herauszubringen, in einer anderen wird ein Agent Opfer eine Hofintrige und von Mercury gefeuert. Obwohl hier so komplex und vielschichtig erzählt wird, wirkt der Film nie überladen und mit seinen über zwei Stunden Spielzeit nicht eine Minute zu lang. Er ist mit viel Liebe zum Detail und authentisch ausgestattet. Und Rami Malek trägt in der Hauptrolle den Film, für den er sich tief in diesen Charakter eingefühlt hat und dessen enormes Selbstbewusstsein, seine Bühnenpräsenz aber auch seine Egomanie und Verletzlichkeit glaubwürdig und intensiv ausdrücken kann. Wenn er als Mercury auf der Bühne das Publikum verführt, dann stimmt jede Geste. Dies gilt vor allem für das große Finale: Der Auftritt in Wembley wurde perfekt nachinszeniert und es gelingt den Filmemachern, mehr als eine Ahnung davon zu vermitteln, wie explosiv und mitreißend dieser 20 Minuten Set damals gewesen sein muss. BOHEMIAN RHAPSODY gehört in die Liga der großen Musikfilme und Künstlerporträts und sollte, wie früher am Beginn einiger Klassiker empfohlen, unbedingt "laut gespielt" werden.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


nach oben Newsarchiv

Mediabiz Datenbank

News

mehr News

Programmplaner

  • Film

    Vorschau bis: KW 2025/51

    Alle deutschen Kinostarts und TV-Movie-Sendetermine plus geplante, laufende und fertiggestellte deutsche und internationale Produktionen.

    Heute neu:

    Gemeldete Starts:
    3
    Aufgenommene Filme:
    8
    Filmkritiken:
    0