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Big Fish - Der Zauber, der ein Leben zur Legende macht

Tim Burtons magisches Märchen um die Versöhnung eines amerikanischen Münchhausen mit seinem skeptisch realistischen Sohn.

Big Fish - Der Zauber, der ein Leben zur Legende macht Großansicht
(Bild: Columbia TriStar)
Verleih Columbia TriStar
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2003
Regie Tim Burton
Darsteller Ewan McGregor, Albert Finney, Billy Crudup
Kinostart 08.04.2004
Einspielergebnis D € 2.278.658
Bes. (EDI) 391.147
Bes. (FFA) 406.751
Charthistory
Boxoffice USA $ 66.257.002
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Filmtrailer Video

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Sein ganzes Leben hat Edward Bloom Geschichten erzählt von bizarren Geschöpfen, denen er begegnete, und heroischen Taten, die er beging. Doch sein Sohn ist entnervt vom Vertreter, der Märchen verkauft, will einen Vater, der endlich die Wahrheit sagt. Als Edward im Sterben liegt, entfaltet sich im Rückblick sein Leben, das nur in den Augen des Sohns eine große Lüge war.

Tim Burtons neuer Film ist Familiendrama und Fantasyfilm, verbindet einen Vater-Sohn-Konflikt mit magischen Vignetten über märchenhafte Kreaturen. Es sind Geschichten, die unterhalten, mitunter auch verzaubern, aber eigentlich auch verblüffen und mitreißen könnten. Einen dramatischen Höhepunkt liefert aber das Ende, das ein Märchen für jedes Alter berührend beschließt.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Der Köder klingt verlockend: der Regisseur faszinierend versponnener Kinoträume wie "Edward mit den Scherenhänden" oder "Sleepy Hollow" inszeniert ein Märchen über die magische Macht des Erzählens. Mit surrealen Geschöpfen und Bildern, einer romantischen Seele und einem großen Herz. Ob das in der Summe einen hübschen Goldfisch oder einen beeindruckenden "Big Fish" ergibt, liegt wie selten zuvor im Auge des Betrachters. Im Spektrum zwischen Sympathie und Liebe wird Tim Burtons neuer Film wohl von den meisten seiner Zuschauer angenommen werden. Wäre das allein ein Kriterium für den Erfolg eines Films, müsste sich kaum jemand um die Marktchancen dieses Big-Budget-Projekts Gedanken machen.

Drehbuchautor John Augusts Adaption des gleichnamigen Romans von Daniel Wallace liefert Grundelemente eines klassischen Tim Burton-Films: eine fantastische Alternativwelt als Schauplatz, Figuren jenseits der Normalität, eine märchenhafte Atmosphäre und eine Geschichte, die um das Thema Akzeptanz von Außenseitern kreist. Dazu gehört auch Protagonist Edward Bloom, obwohl er Erfolg gehabt, eine glückliche Ehe geführt und mit einem strahlend weißen Haus das Erreichte markiert und komplettiert hat. Aber Bloom ist auch ein ruheloser Vagabund, der sich als Vertreter immer wieder von der Familie entfernt und auch in seinem Innersten Distanz wahrt. Mit fabulösen Geschichten aus seinem Leben, die er zu jedem Thema, zu jeder Situation wie in einem konditionierten Reflex zu erzählen beginnt, hat er eine Mauer um sich errichtet und damit seinen Sohn Will (Billy Crudup) entfremdet, der hinter Münchhausen endlich den Mann finden will. Als Edward (Albert Finney) im Sterben liegt, entsteht aus den Erinnerungen seines Sohnes das Bild eines abenteuerlichen Lebens, das vielleicht gar keines gewesen ist. Erinnerungen, die vielleicht ebenso Ausschmückungen sind wie die Erzählungen des Vaters, auf denen sie basieren.

Die familiären Szenen in der Gegenwart bilden den Rahmen, der Schwerpunkt aber liegt in den Rückblenden auf die märchenhaften Stories, die der junge Bloom (Ewan McGregor), ein strahlend optimistischer, naiver Wesensverwandter von Ed Wood, immer und immer wieder erzählt hat. Ein Traum für Kameramann und Produktionsdesigner, aber, und das ist nicht untypisch für Burton, oft traditionell, mit Animatronik, Perspektivenspiel und ohne die visuelle Effektshow realisiert, die mit diesem Stoff möglich gewesen wäre. Im Kern ist "Big Fish" eine melancholische, symbolträchtige Komödie mit absurden Einschüben, ob nun aus dem Geburtskanal geschleuderte Babys über den Krankenhausflur surfen oder siamesische Zwillinge im Koreakrieg koreanischen Soldaten ein Ständchen bringen. Das Spiegelmotiv zieht sich durch den Film (führt Bloom ein zweites Leben?, Zirkusdirektor Danny DeVito hat zwei Gesichter - Mensch und Wolf), ist aber im Falle Koreas ein geradezu brillantes Symbol für die Spaltung des Landes.

In Blooms Geschichten gibt es einen sanften Riesen, eine prophetische Hexe, eine verwunschene Glücksstadt, in der auch Carreys Truman leben könnte, im Mondlicht glitzernde Seenixen, die nicht einzufangen sind (eine der schönsten Szenen des Films) und ein hübsches Mädchen, das Bloom aller Widrigkeiten zum Trotz erobert. Hübsche Vignetten allesamt, die man sich aber mitreißender und verblüffender vorstellen könnte. So wartet man auf einen echten dramatischen Höhepunkt bis zur finalen Auflösung. Dann, wenn der Sohn den Vater schließlich mit einer Geschichte in den Tod tröstet, ist man berührt, doch wenig später irritiert. Denn ein unnötiger Epilog will realistisch erklären, was eigentlich nicht entzaubert werden will. kob.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Columbia Tristar
O-Titel Big Fish
Land / Jahr USA 2003
Kategorie Spielfilm
Genre Drama / Komödie
Produktionsfirmen Jinks/Cohen Co./Zannuck Co.
Drehort Alabama
Drehzeit 13.01.2003 - Mai 2003
Kinostart 08.04.2004
Laufzeit 125
FSK ab 6 Jahre
Bildformat Widescreen
Tonformat Dolby-SRD/SDDS
Einspielergebnis D € 2.278.658
Bes. (EDI) 391.147
Bes. (FFA) 406.751
Charthistory
USA-Start 12.12.2003, bei Columbia
Boxoffice USA $ 66.257.002
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.bigfish-derfilm.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Richard D. Zanuck, Dan Jinks, Bruce Cohen
Ausf. Produzent Arne L. Schmidt
Regie Tim Burton
Drehbuch John August
Buchvorlage Daniel Wallace
Darsteller Ewan McGregor (Edward Bloom, jung), Albert Finney (Edward Bloom), Billy Crudup (Will Bloom), Jessica Lange (Sandra Bloom), Helena Bonham Carter (Jenny/die Hexe), Alison Lohman (Sandra Bloom, jung), Robert Guillaume (Dr. Bennett), Marion Cotillard (Josephine), Matthew McGrory (Karl der Riese), Steve Buscemi (Norther Winslow), Danny DeVito (Amos Calloway), Ada Tai (Ping), Arlene Tai (Jing), David Denman (Don Price), Missi Pyle (Mildred), Loudon Wainwright (Beamen)
Kamera Philippe Rousselot
Schnitt Chris Lebenzon
Musik Danny Elfman
Produktionsdesign Dennis Gassner, Richard L. Johnson, John Johnson, Roy Barnes, Robert Fechtman
Ton Petur Hliddal
Kostüme Colleen Atwood
Casting Denise Chamian
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Big Fish - Der Zauber, der ein Leben zur Legende macht
Nicht lieferbar
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) DVD, unbekannt, 120 Min. Kauf
Big Fish - Der Zauber, der ein Leben zur Legende macht Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) Blu-ray Disc, ab 6, 125 Min. Kauf
Big Fish Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) DVD, ab 6, 120 Min. Kauf
Big Fish
Nicht lieferbar
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) VHS, ab 6, 120 Min. Kauf
Big Fish Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) DVD, ab 6, 120 Min. Leih
Big Fish Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) VHS, ab 6, 120 Min. Leih
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Songtrack Diverse Big Fish - Music From The Motion Picture Nicht lieferbar
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Auf der Hochzeit seines Sohnes Will kann Vater Edward Bloom nicht an sich halten und erzählt zum x-ten Mal seine - zugegeben interessante - Lebensgeschichte. Will mag es nicht fassen, dass selbst an diesem Tag sein Vater im Mittelpunkt stehen will und bricht daraufhin den Kontakt zu ihm ab. Erst drei Jahre später treffen sich die beiden am Sterbebett Edwards wieder, und der Papa lässt auf Drängen des Sohnes sein Leben noch einmal Revue passieren. Ohne Ausschmückungen, ohne Lügen, ohne Dichtung und Wahrheit zu vermischen.

Kino-Zauberer Tim Burton ("Mars Attacks!") verzichtet in seinem jüngsten Märchen auf einen klassischen Spannungsbogen, springt in den Zeitebenen, deutet an, lässt den Zuschauer die "Wirklichkeit" erraten. Kino als kunterbunte, vielschichtige Philosophiestunde, getragen von einfühlsamen Schauspielern wie Albert Finney ("Erin Brockovich"), der zweifach Oscar-gekrönten Jessica Lange ("Tootsie") und dem hinreißend naiv agierenden Ewan McGregor ("Trainspotting"). Alle, die das Träumen nicht verlernt haben, werden fasziniert hinschauen.

Quelle: mediabiz.de

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