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Barry Seal - Only in America

In den Achtzigerjahren angesiedelter Thriller um CIA-Einsätze und Drogenschmuggel.

Barry Seal - Only in America Großansicht
(Bild: Universal)
Verleih Universal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2017
Regie Doug Liman
Darsteller Tom Cruise, Jayma Mays, Domhnall Gleeson
Kinostart 07.09.2017
Einspielergebnis D € 2.756.323
Bes. (EDI) 326.121
Bes. (FFA) 325.386
Charthistory
Boxoffice USA $ 51.326.700
Charthistory
Filmtrailer Video

nach oben Inhalt & Info

Barry ist Pilot, überall in der Welt unterwegs und und verdient sich durch Schmuggel einiges hinzu. Die CIA rekrutiert den Abenteurer für eine verdeckte Mission in Südamerika. Dort trifft er weitere finanzkräftige Parteien, mit denen er heimlich Geschäfte machen kann, wie etwa Pablo Escobars Drogenkartell. Mit Waffen- und Drogenhandel wird er zu einem der reichsten Männer der USA.

Den Humor seiner überkandidelten Agentengeschichte "Mr. und Mrs. Smith" und weitere Action- und Thrillerelemente aus seinem "Die Bourne Identität" kreuzt Regisseur Doug Liman hier mit einer irrwitzigen, aber realen Geschichte wie "American Hustle". Ins Zentrum setzte er seinen "Edge of Tomorrow"- und "Mission: Impossible"-erprobten Star Tom Cruise, der nach "Die Mumie" als Titelheld "Barry Seal" einen weiteren augenzwinkernden Auftritt abliefert.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Universal
O-Titel American Made
Land / Jahr USA 2017
Kategorie Spielfilm
Genre Thriller / Satire
Produktionsfirmen Imagine Entertainment (US)
Kinostart 07.09.2017
Laufzeit 115
FSK ab 12 Jahre
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Einspielergebnis D € 2.756.323
Bes. (EDI) 326.121
Bes. (FFA) 325.386
Charthistory
USA-Start 29.09.2017, bei Universal
Boxoffice USA $ 51.326.700
Filmtrailer Video
Web-Link http://upig.de/micro/barry-seal-only-in-america
nach oben Cast & Crew
Produzenten Doug Davison, Brian Grazer, Ron Howard, Brian Oliver, Kim Roth, Tyler Thompson
Regie Doug Liman
Drehbuch Gary Spinelli
Darsteller Tom Cruise, Jayma Mays, Domhnall Gleeson, Caleb Landry Jones, Jesse Plemons, Sarah Wright, Lola Kirke, Connor Trinneer, Benito Martinez, Jed Rees, Mickey Sumner, April Billingsley, Lara Grice, Mike Pniewski
Kamera César Charlone
Schnitt Saar Klein, Andrew Mondshein, Dylan Tichenor
Musik Christophe Beck
Produktionsdesign Dan Weil
Kostüme Jenny Gering
Casting Mindy Marin
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Barry Seal - Only in America Universal Pictures Germany DVD, ab 12, 110 Min. Kauf
Barry Seal - Only in America Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 12, 115 Min. Kauf
Barry Seal - Only in America (4K Ultra HD + Blu-ray) Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 12, 115 Min. Kauf
Barry Seal - Only in America Universal Pictures Germany DVD, ab 12, 110 Min. Leih
Barry Seal - Only in America Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 12, 115 Min. Leih
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Barry Seal ist ein mit allen Wassern gewaschenes Schlitzohr, das sich mit allerhand irrwitzigen Betrügereien über Wasser hält. Niemand ist überraschter als er, als ausgerechnet die CIA auf den notorischen Schwindler zukommt, weil der Geheimdienst nach einem tollkühnen Piloten sucht, der es mit dem Gesetz nicht so ganz ernst nimmt. Ehe er es sich versehen kann, fliegt Barry als Kurier nicht immer legaler Ware nach Südamerika und zurück. Bald schon hat er neben CIA noch FBI, Guerillas und Pablo Escobar an der Backe.

Nach einer wahren Geschichte, die in den Achtzigerjahren Schlagzeilen machte, zauberte Doug Liman ("Mr. & Mrs. Smith") in seiner zweiten Zusammenarbeit mit Tom Cruise nach "Edge of Tomorrow" eine hintergründige Glücksrittergeschichte mit tragischem Ausgang. Vor allem aber gibt der Stoff den Machern Gelegenheit, der fragwürdigen Rolle der CIA im Drogenkrieg durchaus komische, satirische Seiten abzugewinnen. Ein Hauch von "Air America" durchweht den Film, in dem Tom Cruise so stark ist wie schon lange nicht mehr.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Das Schlitzohr Barry Seal wird von der CIA angeheuert, um als Pilot Kurierdienste zwischen der USA und Südamerika zu übernehmen. Satirisch angehauchter Thriller um CIA-Einsätze in den Achtzigerjahren, die sich als lebensgefährlich für alle Beteiligten erweisen.

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

Barry Seal findet sein Leben wenig spannend. Als Pilot für TWA ist sein Job Routine, und dazu nicht übermäßig gut bezahlt. Und da Barrys Frau gerade das dritte Kind bekommt, muss sich Barry etwas einfallen lassen, um die Familienkasse aufzubessern. Da kommt das Angebot eines CIA-Agenten gerade recht: Barry soll für den US-Geheimdienst Luftaufnahmen von kommunistischen Verstecken in Lateinamerika machen. Barry liefert - zuverlässig und schnell. Bis eines Tages das Medellin-Kartell rund um Pablo Escobar auf ihn aufmerksam wird und ihn für seine Zwecke einspannt. Von nun an schmuggelt Barry Drogen von Kolumbien in die USA. Dafür erhält er viel Geld. Mehr als er ausgeben, investieren oder verstecken kann. Das bleibt auch den Behörden nicht verborgen, die sich jedoch entschließen, Barry auch weiterhin für ihre Zwecke einzusetzen. Denn am Ende ist er schließlich immer "der Gringo, der liefert". Was nach einem überspitzten Plot einer irrwitzigen Komödie klingt, ist genauso passiert. Bis heute gilt Barry Seal als einer der größten und erfolgreichsten Drogenschmuggler überhaupt. Ab Ende der 1970er Jahre arbeitete er nach- und nebeneinander mit der CIA, den Drogenkartellen und der amerikanischen Drogenbehörde DEA zusammen. Aus dieser wahren Geschichte macht Regisseur Doug Liman, zusammen mit seinem Drehbuchautor Gary Spinelli, einen actionreichen und extrem unterhaltsamen Film, der durch eine rasante Montage, schnelle Dialoge und glaubwürdige Charaktere begeistert. Man kann nicht anders als sich auf Barry Seal, der Held und Antiheld zugleich ist, einzulassen. Fast schon beiläufig scheint er in die jeweiligen Situationen und neuen Lebensumstände hineinzuschliddern, und nie ist sein Antrieb Gier oder Bosheit. Es geht ihm um seine Familie und um den Thrill, den er beim Fliegen verspürt. Kein anderer Schauspieler kann dies so gut verkörpern wie Tom Cruise. Als Idealbesetzung sprüht sein Barry vor Charme, Witz und doch ernst gemeinter Empathie, die den Zuschauer von Anfang bis Ende für ihn einnimmt. Auch der Rest des Ensembles ist großartig besetzt, allen voran Domnhall Gleeson als undurchsichtiger CIA-Agent und Sarah Wright als Barrys Frau Lucy. Doch neben der federleichten Inszenierung, die von einer großartigen Kamera und einem temporeichen und launemachenden Soundtrack getragen wird, scheint auch der historische Hintergrund der Geschichte durch. Liman inszeniert dies geschickt, etwa durch Einschübe filmischer Zeitdokumente wie Interviews oder Fernsehberichte. Nicht nur dadurch erkennt man die große Sorgfalt, mit der die Geschichte recherchiert und aufbereitet wurde. In seiner Mischung aus einer leichtfüßig spritzigen Inszenierung und einer historisch relevanten Geschichte ist BARRY SEAL - ONLY IN AMERICA ein filmischer Glücksgriff. Brilliant gespieltes und inszeniertes Unterhaltungskino.

Gutachten:

BARRY SEAL - ONLY IN AMERICA erzählt die Geschichte des TWA-Piloten Adler Berriman Seal. Wegen seines draufgängerischen Fliegens wird er Ende der 70er Jahre von der CIA angeworben. Der Adrenalinjunkie soll - und zwar top secret - zunächst Luftbildaufnahmen von der kommunistischen Bedrohung in Lateinamerika machen und dann konservative Kräfte mit Waffen versorgen. Aber Spionage und staatlich geförderter Waffenschmuggel sind nur eine Seite der Medaille. Es dauert nicht lange und Seal entdeckt, dass er mit Schmuggel für lateinamerikanische Drogenbarone sehr viel mehr Geld verdienen kann und alsbald ist er im Auftrag beider Seiten unterwegs.
Ob dem Film der US-Titel "American Made" oder der deutsche Titelzusatz "Only in America" besser steht, ist vermutlich Geschmacksfrage, den Geschmack der Jury hat Doug Limans Film auf jeden Fall getroffen.
BARRY SEAL ist ein aberwitziges Abenteuer vor realem Hintergrund, das zeigt, dass man in den USA mit allem rechnen muss, gerade von Regierungsseite aus. Eine Botschaft, die heute aktueller scheint, denn je. Für seinen Spielfilm hat sich Liman offensichtlich auch ästhetisch an der Netflix-Serie NARCOS und an Spielfilmen, wie WOLF OF WALL STREET oder CATCH ME IF YOU CAN orientiert.
Mit hervorragender Kamera, gelungenen Schnitten und der typischen Vintage-Tönung des Films, ist BARRY SEAL - ONLY IN AMERICA von Anfang an, ein Hingucker. Das Positive sei, so bemerkte die Jury in der anschließenden Diskussionsrunde, der Film schließe mit seinem Unterhaltungswert immer auch die politische Dimension der zugrunde liegenden Geschichte mit ein. Da rufen Namen wie Pablo Escobar und Ortega ganz schnell Erinnerungen an längst vergangene Tagesschaumeldungen wach.
BARRY SEAL - ONLY IN AMERICA ist mehr, als reine Unterhaltung, der Film ist politische Bildung mit Spaßfaktor. Dass es Doug Liman dabei gelingt, die vielfältigen Verflechtungen von US-Regierung und Drogenkartellen bestens auseinanderzudividieren, ist darüber hinaus schon eine Leistung, die an sich schon Anerkennung verdient.
Genauso geglückt wie die visuellen Eindrücke ist auch der Score, der clever eingesetzt, den Zeitsprung in die späten 70er und frühen 80er unterstützt, nie aber aufdringlich wirkt. Noch besser aber ist der ausgesuchte Cast. Neben einem genial agierenden Tom Cruise in der Titelrolle, ist der Film bis in die Nebenrollen prominent besetzt und, so urteilt die Jury anerkennend, bestens gespielt.
Höchste Anerkennung der Jury hat auch das Drehbuch bekommen. Geschickt umschifft es logische Fallen und ethische Klippen und zeigt, dass Protagonist Seal im Grunde genau das getan hat, was von ihm verlangt wurde. Sowohl die US-Regierung als auch das Drogenkartell hat vom jeweils anderen Auftraggeber gewusst und dieses Wissen für sich eingesetzt. Auch wenn von vornherein klar ist, dass Seal sich diverser Verbrechen schuldig gemacht hat, ist er doch immer integer. Das gilt sowohl für seine Jobs für Kartelle und Staat als auch für seine Rolle als Ehemann und Familienvater. Der schwierige Spagat ist im Film plausibel dargestellt und bestens erklärt.
Es ist schwer zu glauben, dass die irre Geschichte um den Drogenschmuggler mit Rückendeckung der US-Regierung nach einer wahren Geschichte gedreht wurde. Doug Limans Film tritt den Beweis an. Auch wenn er sich hier und da künstlerische Freiheiten herausgenommen hat, ist BARRY SEAL - ONLY IN AMERICA eine packende Biografie mit Thriller-Charakter, die jede Minute unterhält. Für so viel Professionalität und Können erteilt die Jury genauso einstimmig wie gerne das Prädikat besonders wertvoll.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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