Buena Vista International (Germany)

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Barfuss

Romantische Komödie von und mit Til Schweiger über die ungewöhnliche Beziehung zwischen einer Selbstmordkandidatin und einem Versagertypen.

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(Bild: Buena Vista)
Verleih Buena Vista
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Deutschland 2005
Regie Til Schweiger
Darsteller Til Schweiger, Johanna Wokalek, Steffen Wink
Kinostart 31.03.2005
Einspielergebnis D € 8.960.844
Bes. (EDI) 1.504.227
Bes. (FFA) 1.502.630
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 14.04.2008 (Sat.1)

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Nick Keller verliert einen Job nach dem anderen, weswegen ihn seine Familie für einen totalen Versager hält. Als er bei seinem neuesten Aushilfsjob in einer psychiatrischen Klinik in letzter Sekunde den Selbstmord der jungen Leila verhindert, hat er ein neues Problem: Leila weicht ihm fortan nicht mehr von der Seite.

Die zweite Regiearbeit von Til Schweiger, der darin erneut auch als Hauptdarsteller vor der Kamera steht, hält stilistisch ähnlich seinem Erstling "Knockin' On Heaven's Door" die Balance zwischen Komik und Tragik. Neben Schweiger, der mit Jann Preuss auch das Drehbuch schrieb, und Johanna Wokalek in den Hauptrollen agieren u. a. Steffen Wink, Michael Mendl und Nadja Tiller.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Wie weit gehst du, wenn du verliebt bist? Die Antwort gibt Til Schweiger in diesem emotionsgeladenen Gemisch aus Romantic-Comedy und Tragikomödie. Nach einem von ihm und Jann Preuss verfassten Drehbuch spielt er einen ziemlich verantwortungslosen Typen, der sich durchs Leben laviert. Als er mehr zufällig der Psychiatrie-Patientin Leila das Leben rettet, weicht die nicht mehr von seiner Seite. Beide gehen auf eine Reise, die ihr Leben für immer verändert.

Für Til Schweiger ist "Barfuss" so etwas wie sein Traumprojekt, trotz vieler Stolpersteine während der langen Entstehungsgeschichte. Und er wollte diesen für ihn wichtigsten Film seit "Knockin' on Heaven's Door" nicht nur produzieren, sondern auch Regie führen und den Nick Keller spielen, einen Hallodri aus gutem Haus, der Jobs und Frauen wechselt wie andere ihre Hemden. Ein Egoist, der sich keinen Deut um den Rest der Welt kümmert. Als das schwarze Schaf der Familie mal wieder blank ist, übernimmt er widerwillig einen Aushilfsjob in der psychiatrischen Klinik und vereitelt in letzter Sekunde den Selbstmord der jungen Leila. Das hat Konsequenzen. Das Mädchen folgt ihm heimlich und steht abends im Nachthemd und barfuß vor seiner Tür. Trotz aller Tricks kriegt er sie nicht los, fest entschlossen, ihn nie mehr zu verlassen, trippelt sie neben ihm her. Notgedrungen nimmt er sie mit zur Hochzeit seines Bruders. Eine Reise, auf der sie sich annähern und der sonst so unzuverlässige Mann Verantwortung übernimmt.

Aus dem ursprünglichen Gangsterplot entwickelte Schweiger eine anrührende Geschichte über zwei Außenseiter und die Unbehaustheit der Seele, über die Sehnsucht, bei sich anzukommen. Manchmal schlägt die Handlung über die Stränge und auf einige weniger feinsinnige Szenen hätte man gerne verzichtet - wenn der Weiberheld von einer Ex-Freundin sexuell bedrängt wird und sie in den Schrank sperrt, die unschuldige Leila im Auto eines Freiers landet oder die Familienfeier an einen Zombie-Ball erinnert. Rüde Ausfälle, die die charmante Melodie des Films unterbrechen. Aber dann wieder gibt es verzaubernde Momente, ein Hauch von Zärtlichkeit und verdrehte Situationen, die das wettmachen. Da wird eine Busfahrt zum Abenteuer oder die Nacht im Schlafwagen zum Erlebnis.

Eine hinreißende Johanna Wokalek trägt die Handlung. Sie ist hübsch ohne von aufdringlicher Schönheit zu sein, zerbrechlich und wundersam starrköpfig, spielt mit kindhafter Naivität ohne auf kindlich zu machen, ist keine Lolita, sondern ein engelsgleiches Wesen, fordert Beschützerinstinkte heraus. Und zeigt dazu noch überraschendes Comedy-Talent.

So bricht sich diese Tragikomödie immer wieder in kleinen Rebellionen und unkonventionellen Aufbrüchen. Die Psychiatrie-Wirklichkeit tritt in diesem Roadmovie in den Hintergrund, Wechsel von Humor, Emotionalität und Ernsthaftigkeit halten sich die Waage. Realisten mögen die Stirne runzeln, Romantikern, die an die unmögliche Liebe glauben, sollte dagegen bei diesem poetisches Filmmärchen das Herz aufgehen. mk.

Quelle: Blickpunkt:Film

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  • Szene aus Barfuss
 
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Verleih Buena Vista
O-Titel Barfuss
Alternativ-/Arbeitstitel Barfuß
Land / Jahr Deutschland 2005
Kategorie Spielfilm
Genre Komödie / Drama
Produktionsfirmen barefoot films
Koproduktionsfirmen Buena Vista International Film Production (Germany) GmbH, Mr. Brown Entertainment Filmproduction
Förderung FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 400.000)
Projektförderung Film- und Medienstiftung NRW (EUR 1.379.000)
Produktionsförderung FilmFörderung Hamburg (EUR 200.000)
Drehort NRW, Hamburg
Drehzeit 03.06.2004 - Juli 2004
Kinostart 31.03.2005
Laufzeit 115
FSK ab 6 Jahre
FBW-Prädikat Wertvoll
Bildformat 35 mm/Cinemascope
Tonformat Dolby-SRD
Einspielergebnis D € 8.960.844
Bes. (EDI) 1.504.227
Bes. (FFA) 1.502.630
Charthistory
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.barfuss-derfilm.com
nach oben Cast & Crew
Produzenten Til Schweiger
Koproduzenten Tom Zickler, Wolfgang Braun, Maike Haas
Ausf. Produzent Mickey Liddell
Regie Til Schweiger
Drehbuch Til Schweiger, Jann Preuss, Steven Zotnowsky, Dina Marie Chapman, Nika von Altenstadt
Darsteller Til Schweiger (Nick Keller), Johanna Wokalek (Leila), Steffen Wink (Viktor Keller), Michael Mendl (Heinrich Keller), Nadja Tiller (Frau Keller), Imogen Kogge (Dr. Blöchinger), Paula Paul (Schwester Dorothee), Alexandra Neldel (Janine), Janine Kunze (Sarah), Mark Keller (Ehrmann), Markus Maria Profitlich (Stefan Huhn), Axel Stein (Dieter Huhn), Fanny Staffa (Nele), Christoph Müller (Herr Richard), Jürgen Vogel (Hausmeister), Erdal Yildiz (Polizist), Armin Rohde (Penner), Michael Gwisdek (Bahnangestellter), Tyron Ricketts (Manager), Eric Judor (Freier), Gerit Kling (alte Prostituierte), Florian Fitz (Beamter), Stefanie Stappenbeck (Jessica)
Kamera Christof Wahl
Schnitt Constantin von Seld, Til Schweiger
Musik Dirk Reinhardt, Stefan Hansen, Max Berghaus
Produktionsdesign Jérôme Latour
Kostüme Martina Jeddicke, Elena Wagner
Herstellungsleitung Tom Zickler
Produktionsleitung Mark Popp

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Produktion Mark Popp (Produktionsleitung)
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Barfuss Walt Disney Studios Home Entertainment DVD, ab 6, 115 Min. Kauf
Barfuss Walt Disney Studios Home Entertainment DVD, ab 6, 115 Min. Leih
Enthalten in:
Barfuss / Knockin' on Heaven's Door (2 DVDs)
Walt Disney Studios Home Entertainment
DVD, ab 12, 200 Min.
Kauf
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Songtrack Diverse Barfuss
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Nick Keller ist ein Taugenichts wie er im Buche steht. Keine Kohle in der Tasche und eine Affäre nach der anderen. Als der Loser jedoch bei einem Job in der Psychiatrie zufällig den Selbstmord einer jungen Frau verhindert, ist nichts mehr so, wie es einmal war. Denn Leila weicht ihrem Retter nicht mehr von der Seite. Widerwillig nimmt Nick die Klette mit auf die Hochzeit seines Bruders - und so beginnt für das ungleiche Duo eine wahnwitzige Odyssee, an deren Ende einmal mehr die Liebe alle Schranken niederzureißen vermag.

Hollywood-Heimkehrer Til Schweiger geht auf Nummer sicher und inszeniert sich selbst - in einem Roadmovie der Marke "Knockin' On Heaven's Door". Mit dem Ergebnis, dass knapp 1,5 Millionen Kinobesucher in diese Romantikkomödie strömten. Nicht unschuldig am Erfolg ist Johanna Wokalek ("Hierankl") als Leila, die vergessen macht, dass das Drehbuch durchaus Längen besitzt und sich manchmal in Seitenhandlungen verliert. Trotzdem: Anhänger des blonden Mimen und Fans solider deutscher Hausmannskost kommen voll auf ihre Kosten.

Quelle: mediabiz.de

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: WertvollKurztext:

Poetisches Filmmärchen und romantisch zarte Liebesgeschichte in einem Road Movie, das kompromißlos eine eigene Erzählform, einen eigenen Stil entwickelt.

Gutachten:

Til Schweigers übernahm für sein Projekt "Barfuss" vielerlei Funktionen, doch erkennbar handelt es sich immer noch um einen Til Schweiger-Film. Will sagen, daß der Film auf ein jugendliches Kinopublikum zielt, dem die manchmal durchaus derbe Komik, die Ausstattung im Retro-Chic der fünfziger Jahre und die allzu ersonnene Liebesgeschichte Spaß machen und gefallen soll. Dem kritischen Blick des Bewertungsausschusses blieb hier freilich mancher Ausrutscher nicht verborgen. So lehnt sich der Film in seiner Fotografie allzu spekulativ an den Oberflächenglanz der Werbewelt an, bewegen sich die lieben Verwandten des männlichen Helden nahe am Rande der Karikatur (die liebe, aber hilflose Mutter, der harte Stiefvater, der karrierebewußt- angepasste Bruder). Auch diverse Kurzauftritte deutscher Comedy-Stars helfen hier nicht wesentlich.

Die Geschichte selbst ist rund und in sich stimmig; zu ihr wurde allerdings angemerkt, daß das sensible Thema "Umgang mit psychisch Kranken" auf eine allzu leichte Schulter genommen wird. Von der dramatischen Konstellation - eine dem Selbstmord nahe Patientin verliebt sich und erlebt mit ihrem gesunden Auserwählten Abenteuer in der richtigen Welt - bewegt sich das Ganze ein Stück weit in Richtung Road Movie, am Ende stellt sich der Film dann doch in der Hauptsache als Romanze heraus. So entsteht ein märchenhaftes Potpourri, dass eher als in den großen in seinen vielen kleinen Momenten überzeugt. Dafür ist häufig die herausragende Darstellerin Johanna Wokalek verantwortlich. "Barfuss" bedient auf der anderen Seite nicht zuletzt durch seine diffuse Ortlosigkeit manches ausgetretene Klischee, so daß dem Film eine höhere Auszeichnung versagt bleiben mußte.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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Sender Datum Zeit Quote Marktanteil
Sat.1 06.04.2010 20:15 3.11 Mio. 10,1%
Sat.1 14.04.2008 20:15 3.90 Mio. 12,6%
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