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Away We Go - Auf nach Irgendwo

Leise komisches Road Movie über ein junges Paar, das für sein noch ungeborenes Kind Erziehungsvorbilder und eine neue Umgebung sucht.

Away We Go - Auf nach Irgendwo Großansicht
(Bild: Tobis)
Verleih Tobis
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA, Großbritannien 2009
Regie Sam Mendes
Darsteller John Krasinski, Maya Rudolph, Jeff Daniels
Kinostart 15.10.2009
Einspielergebnis D € 338.089
Bes. (EDI) 53.743
Bes. (FFA) 59.959
Charthistory
Boxoffice USA $ 9.358.424
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 12.10.2014 (ARD)

nach oben Inhalt & Info

Anfang 30 stehen Burt und Verona vor einer großen Zäsur. In drei Monaten wird ihr erstes Kind geboren und damit ihr sorglos ungeplantes Leben kräftig durcheinander gebracht werden. Als Burts Eltern durch Spontanumzug nach Europa als Ratgeber ausfallen, reist das Paar durch Amerika, besucht Freunde und Verwandte, um einen neuen Lebensraum für ihre Kleinfamilie und mögliche Erziehungshilfen zu finden. Die perfekte Familie aber begegnet ihnen nirgendwo, aber irgendwo ist ein Ort, an dem sie diese schließlich selbst aufzubauen versuchen.

Ohne Top-Stars, großes Budget und die gewohnte bestechende Optik ist der fünfte Film von Sam Mendes ("American Beauty") anders als seine anderen. Dokumentarischer angelegt, aber erneut um Themen wie Familie und Beziehungen kreisend. Die Nebenfiguren sind oft skurril und überspannt, aber die Protagonisten (komisch: John Krasinski - ernst: Maya Rudolph) bieten hohe Identifikationswerte. Sie stehen für normale Gefühle zwischen Ängsten und Glück in einem leise komischen, gelegentlich melancholischen, am Ende sehr berührenden Film.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Ein knappes Jahr nach "Zeiten des Aufruhrs" präsentiert Sam Mendes den Gegenentwurf: eine optimistische Komödie über neues Leben.

Ohne Top-Stars, großes Budget, lange Drehzeit und die visuelle Ereignisqualität, die seine Projekte seit dem Debüt "American Beauty" auszeichneten, wirkt "Away We Go - Auf nach Irgendwo" wie ein Ausbrecher in Mendes' Filmographie. Thematisch aber bleibt Kompatibiliät gewahrt, denn wieder geht es um Familie, die Komplexität des Lebens und auch um den Tod. In "Zeiten des Aufruhrs" besiegelte Schwangerschaft noch das langsame Sterben einer Beziehung, hier jedoch löst sie Verunsicherung und Aufbruch aus.

Im Drehbuch von Dave Eggers und Vendela Vida, einem Autorenpaar mit eigenen Kindern, stehen Burt und Freundin Verona vor einer großen Zäsur. Sie ist im sechsten Monat schwanger und besorgt über die Zukunft, er surft dieser gelassen entgegen, weil ihn das Kind noch stärker an seine große Liebe binden wird. Als Burts Eltern unerwartet als Anker und Anlaufstelle ausfallen, bricht das Paar auf, um ein neues Umfeld und geeignete Erziehungsvorbilder zu finden. Der Road-Trip führt sie durch mehrere Bundesstaaten bis nach Kanada, durch ein nicht repräsentatives, aber vielfältig-amüsantes Spektrum von Paar-Beziehungen und Erziehungsansätzen. Darunter Albtraumeltern, die sich über vermeintliche Defizite und Ticks ihrer Kinder lustig machen oder im Erscheinungsbild von esoterisch angehauchten Späthippies den Nachwuchs vor traumatisierenden Erfahrungen wie Kinderwägen bewahren wollen. Diese Episoden mit Allison Janney und Maggie Gyllenhaal haben das skurrilste Figurenpersonal und sind am deutlichsten einem humoristischen Auftrag verpflichtet, während in der kanadischen Familie Glück, Melancholie und Trauer fast gleichberechtigt existieren.

Die wichtigste Beziehung des Films bleibt aber die der Hauptfiguren, die einmal nicht wie Filmstars, sondern normale Menschen aussehen und von zwei Komödianten gespielt werden. Der sympathische John Krasinski ("Ein verlockendes Spiel") bewegt sich dabei auf vertrautem Terrain, während "Saturday Night Live"-Star Maya Rudolph ernst und introspektiv überzeugend Neuland beschreitet. "Away We Go - Auf nach Irgendwo" ist visuell belangloser als frühere Mendes-Filme, bietet auch keine weltbewegend neuen Erkenntnisse, aber als leise komischer, charmanter und berührender Kommentar über Familie, Glück und das Eindringen von Verantwortung in Sorglosigkeit ist er eine Reise ins Kino sehr wohl wert. Gute Filme finden Anschluss an die eigenen Erinnerungen. Diesem hier gelingt es. kob.

Quelle: Blickpunkt:Film

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nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Tobis
O-Titel Away We Go
Alternativ-/Arbeitstitel This Must Be the Place
Land / Jahr USA/Großbritannien 2009
Kategorie Spielfilm
Genre Komödie / Drama
Produktionsfirmen Big Beach Films
Kinostart 15.10.2009
Laufzeit 98
FSK ab 12 Jahre
Einspielergebnis D € 338.089
Bes. (EDI) 53.743
Bes. (FFA) 59.959
Charthistory
USA-Start 05.06.2009, bei Focus Features
Boxoffice USA $ 9.358.424
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.awaywego.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Edward Saxon, Marc Turtletaub, Peter Saraf
Ausf. Produzenten Mari Jo Winkler-Ioffreda, Pippa Harris
Regie Sam Mendes
Drehbuch Dave Eggers, Vendela Vida
Darsteller John Krasinski (Burt Farlander), Maya Rudolph (Verona De Tessant), Jeff Daniels (Jerry Farlander), Catherine O'Hara (Gloria Farlander), Allison Janney (Lily), Jim Gaffigan (Lowell), Carmen Ejogo (Grace), Maggie Gyllenhaal (LN), Josh Hamilton (Roderick), Chris Messina (Tom), Melanie Lynskey (Munch), Paul Schneider (Courtney), Samantha Pryor (Ashley), Conor Carroll (Taylor), Bailey Harkins (Wolfie), Colton Parsons (James), Katherine Vaskevich (Katya), Jerome Walter Stephens (Ibrahim), Brianna Eunumi Kim (Cammie), Isabelle Moon Alexander (Annabelle)
Kamera Ellen Kuras
Schnitt Sarah Flack
Musik Alexi Murdoch
Produktionsdesign Jess Gonchor
Kostüme John A. Dunn
Casting Ellen Lewis, Debra Zane
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Away We Go - Auf nach Irgendwo Universum Film DVD, ab 12, 94 Min. Kauf
Away We Go - Auf nach Irgendwo Universal Pictures Germany DVD, ab 12, 94 Min. Kauf
Away We Go - Auf nach Irgendwo Universal Pictures Germany DVD, ab 12, 94 Min. Leih
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Original Score Diverse Away We Go
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Anfang 30 stehen Burt und Verona vor einer großen Zäsur. In drei Monaten wird ihr erstes Kind geboren und damit ihr sorglos ungeplantes Leben kräftig durcheinander gebracht werden. Als Burts Eltern durch Spontanumzug nach Europa als Ratgeber ausfallen, reist das Paar durch Amerika, besucht Freunde und Verwandte, um einen neuen Lebensraum für ihre Kleinfamilie und mögliche Erziehungshilfen zu finden. Die perfekte Familie aber begegnet ihnen nirgendwo, aber irgendwo ist ein Ort, an dem sie diese schließlich selbst aufzubauen versuchen.

Ohne Topstars, großes Budget und die gewohnte bestechende Optik ist der fünfte Film von Sam Mendes ("American Beauty") anders als seine anderen. Dokumentarischer angelegt, aber erneut um Themen wie Familie und Beziehungen kreisend. Die Nebenfiguren sind oft skurril und überspannt, aber die Protagonisten (komisch: John Krasinski - ernst: Maya Rudolph) bieten hohe Identifikationswerte. Sie stehen für normale Gefühle zwischen Ängsten und Glück in einem leise komischen, gelegentlich melancholischen, am Ende sehr berührenden Film.

Quelle: mediabiz.de

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Datum Stadt Festivalname
17.06.2009 - 28.06.2009 Edinburgh 63. Edinburgh International Film Festival

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