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American Dreamz - Alles nur Show

Satire über eine populäre US-Talentshow, in der Träumer, Karrieristen, Kriegshelden und Terroristen zusammentreffen.

American Dreamz - Alles nur Show Großansicht
(Bild: UIP)
Verleih UIP
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2006
Regie Chris Weitz,
Paul Weitz
Darsteller Hugh Grant, Dennis Quaid, Mandy Moore
Kinostart 15.06.2006
Einspielergebnis D € 871.554
Bes. (EDI) 146.658
Bes. (FFA) 154.311
Charthistory
Boxoffice USA $ 7.156.725
Charthistory
Filmtrailer Video
Erstausstrahlung 09.08.2008 (RTL)

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"American Dreamz" ist Amerikas Top-Talentshow. Für die neue Staffel sucht der Moderator gewohnt rücksichtslos selbsternannte Gesangswunder, die sich duellieren und blamieren. Der neue Jahrgang übertrifft alle Erwartungen, versammelt im Finale Rabbi-Rapper, Karrieristin, Kriegsheld und einen gutmütigen terroristischen Schläfer, der den US-Präsidenten, VIP-Juror der Show, in die Luft jagen soll.

Nach "Reine Chefsache" wagt sich Autor-Regisseur Paul Weitz ("American Pie") an eine Satire über Reality-TV, Celebrity-Wahn und Politik. Die scheinbar unvereinbaren Themen führt Weitz nach etwas schleppendem Beginn zu einer amüsanten, mit Dennis Quaid und Hugh Grant perfekt besetzten Komödie zusammen, die man sich jedoch durchaus noch gemeiner und giftiger vorstellen könnte.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Weder Weitz- noch reizlos ist diese sanfte Satire über Celebrity-Wahn und Parallelen zwischen Showbiz und Politik, mit der Paul Weitz seine zweite Soloinszenierung vorlegt.

Als Autor und Koautor hat Weitz mit "American Pie" den Sexklamauk reanimiert, mit der Nick-Hornby-Adaption "About a Boy" und der Business-Komödie "Reine Chefsache" zumindest zwei Studien in Charme absolviert. Jetzt fühlt er sich berufen, den Traum vom Ruhm, die Manipulationsmechanismen von Politik und Fernsehen und Nahost-Terrorismus in einer Satire kollidieren zu lassen. Auch wenn er sich damit leicht übernommen hat, seine Ziele zu offensichtlich sind und seine Munition nicht scharf genug ist, legt Weitz auch hier eine Komödie vor, die mit einigen guten Momenten aufwarten kann. Schwerer als in der überzeugenderen zweiten Häfte tut sich sein Film zu Beginn, wenn die verschiedenen Plot-Stränge angelegt werden, die schließlich im Finale zusammenlaufen. Zunächst wird Hugh Grant, bereits in "About a Boy" mit giftigen Spurenelementen, als selbstverliebter, rücksichtsloser Moderator der Hit-Show "American Dreamz" eingeführt. Wie in "Deutschland sucht den Superstar" tummeln sich in diesem Wettbewerb talentfreie Zonen und überschaubare Vokalbegabungen, wird vor allem durch peinliche Auftritte Quote gemacht. Hoffnungen auf den Sieg darf sich Sally (Mandy Moore) machen, die hinter dem Image des guten amerikanischen Mädchens eine kalte Karrieristin verbirgt. Trittbrett für ihren Aufstieg wird Ex-Freund William. Nachdem sie ihn sprichwörtlich in die Wüste geschickt hat, er auf dem Weg zum ersten Irakeinsatz verwundet wird, holt sie den Instanthelden medienwirksam an ihre Seite zurück. Schärfster Rivale im Kampf um den Show-Thron wird ein terroristischer Schläfer, der sich im arabischen Trainingscamp nicht nur durch sein Faible für "Chorus Line" disqualifiziert hat, jetzt aber für seine Ausbilder interessant wird. Denn der US-Präsident soll im Finale der Show als Juror auftreten und dabei mit Hilfe einer Bombe zur Hölle fahren. Dennis Quaid genießt seinen Auftritt als einfältiger Staatschef auf den Spuren von Lloyd Bridges ("Hot Shots 2"), der eine Angstneurose pflegt und Placebos für illegale Drogen hält. Auch Grant steht seine berechnende Figur gut, die sein ungeliebtes Image als romantischer Hush Puppy demontiert. In Analogien zeigt die Regie, wie sehr sich Politik und Showbiz ähneln. Dominant ist dabei das Bild der Fremdsteuerung, denn hinter dem Präsidenten steht sein Stabschef, hinter Sally ihr Agent und hinter dem Schläfer die Terroristen. Dass auch sie dem American Way of Life verfallen, ist für einige harmlose Gags gut und spiegelt das zentrale Missverständnis der US-Außenpolitik, die selbst anderen Kulturkreisen immer diese Sehnsucht unterstellt. kob.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih UIP
O-Titel American Dreamz
Land / Jahr USA 2006
Kategorie Spielfilm
Genre Komödie / Satire
Produktionsfirmen Universal Pictures/Depth of Field Productions
Drehort Los Angeles
Drehzeit 11.07.2005
Kinostart 15.06.2006
Laufzeit 107
FSK ab 6 Jahre
FBW-Prädikat Wertvoll
Einspielergebnis D € 871.554
Bes. (EDI) 146.658
Bes. (FFA) 154.311
Charthistory
USA-Start 21.04.2006, bei Universal
Boxoffice USA $ 7.156.725
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.americandreamz.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Paul Weitz, Rodney Liber, Andrew Miano
Ausf. Produzenten Chris Weitz, Kerry Kohansky
Regie Chris Weitz, Paul Weitz
Drehbuch Paul Weitz
Darsteller Hugh Grant (Martin Tweed), Dennis Quaid (Präsident Staton), Mandy Moore (Sally Kendoo), Willem Dafoe (Wally Brown), Chris Klein (William Williams), Jennifer Coolidge (Martha Kendoo), Sam Golzari (Omer), Marcia Gay Harden (First Lady), Seth Meyers (Chet Krogl), John Cho (Ittles), Judy Greer (Accordo), Bernard White (Agha Babur)
Kamera Robert Elswit
Schnitt Myron I. Kerstein
Ton David Wyman
Kostüme Molly Maginnis
Casting Joseph Middleton
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
American Dreamz - Alles nur Show Universal Pictures Germany DVD, ab 6, 103 Min. Kauf
American Dreamz - Alles nur Show Universal Pictures Germany DVD, ab 6, 103 Min. Leih
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

"American Dreamz" heißt "seine" Show, die der ewig grinsende, Goldkettchen-bewehrte Gastgeber Martin Tweed höchst professionell und vor allem erfolgreich moderiert. Jetzt steht wieder eine neue Staffel an, diesmal allerdings wird es der naive "Schläfer" Omar bis ins Finale schaffen, der wegen seiner Musical-Vorliebe das afghanische Terroristen-Trainingslager vorzeitig verlassen musste. Und der amtierende Präsident Staton will seine Beliebtheitswerte durch einen Auftritt als VIP-Juror steigern.

Regisseur Paul Weitz, bekannt durch "American Pie" und "About a Boy", bietet ein Potpourri aus schnell montierten, witzigen Gesangsdarbietungen, handfestem Slapstick und ein paar derben Zoten. Garniert wird das Ganze mit einer guten Portion satirischer Schärfe. Hugh Grant lebt seine Rolle als böser Bube mit sichtbarer Lust aus. Wer sich über die Dieter Bohlens dieser Welt schon immer kräftig geärgert hat, sieht sich hier voll bestätigt - und darf sich knapp zwei Stunden lang auf handwerklich sauberem Niveau bestens amüsieren.

Quelle: mediabiz.de

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Wertvoll(...) In einer geradezu furiosen Mischung aus Soap Opera, Melodram, Satire, Persiflage und schwarzem Humor wird sich hier über die hohle, verlogene und skrupellose Welt der TV-Realität hergemacht, aber auch über die Drahtzieher der Politik und der Politiker, die sich wie Marionetten fernsteuern lassen. Der "Knopf im Ohr", über den der amerikanische Präsident Joseph Stanton seine Instruktionen erhält, die ihn "funktionieren" lassen, wird auch im Fernsehen für bessere Direktiven in Nachrichtensendungen und im Entertainment benutzt.

Statt billigem Klamauk bietet der Film über amerikanische Träume und Albträume eine dramaturgisch sauber und stringent inszenierte Story mit überraschenden Entwicklungen, konsequent bis fast zum Schluss, als dann dem Gesetz des Happy End folgend, die Geschichte einen aufgesetzt wirkenden Epilog bekommt.

Hervorragend sind die Darsteller in dieser menschlichen Komödie, die letztlich alle tragische Figuren verkörpern - der Moderator der Show ist ein ebenso gebrochener Charakter wie die junge Frau, die um jeden Preis ein Star werden will und deren Mutter alle Bilder aus ihrer Kindheit verbrannt hat, auf denen das Mädchen unansehnlich fett war. Des Erfolges und des Ruhmes wegen werden neue Realitäten geschaffen, wird die eigene Biographie neu erfunden, um den Gesetzen der Public Relation fürs Fernsehen Genüge zu tun.

Alles ist Show - in diesem Fall eine überaus sehenswerte.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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