Alles ist Liebe

Prominent besetzter Lebens- und Liebesreigen über Paare und Familien, die kurz vor Weihnachten in Frankfurt Krisen erleben, sie aber auch lösen.

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(Bild: Universal)
Verleih Universal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Deutschland 2014
Regie Markus Goller
Darsteller Nora Tschirner, Tom Beck, Heike Makatsch
Kinostart 04.12.2014
Einspielergebnis D € 3.453.130
Bes. (EDI) 443.709
Bes. (FFA) 442.288
Charthistory
Filmtrailer Video

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Drei Tage vor Weihnachten geht es in Frankfurt turbulent zu in Sachen Leben und Liebe. Der untreue Hannes versucht seine Clara zurückzuerobern, Kerem die Perfektion seines Glücks mit Simone trotz Jobverlust zu retten. Viktor will seinen Freund Klaus heiraten, Oldtimer Martin sich mit seiner Frau versöhnen, die er einst verließ. Und dann ist da noch die quirlige Kiki, die nach zehn Jahren ihre erste große Liebe Jan wiedersieht, der nun ein Filmstar ist. Gesucht werden schnelle Lösungen und ein richtig großes Weihnachtswunder.

Die letzten drei Filme von Markus Goller ("Frau Ella") lockten jeweils mehr als eine Million Zuschauer in die deutschen Kinos. Publikumsfreundlich ist auch der jüngste Film des Regisseurs angelegt, der mitunter zu betont Wohlfühlatmosphäre und große Emotionen vermitteln will, aber mit vielen deutschen Stars und einer hohen Dosis Menschlichkeit und Wärme zu Weihnachten wohl die richtigen Tasten drückt. "Alles ist Liebe" ist ein optimistisches romantisches Märchen mit Nora Tschirner als charmant-kauzige Zauberfee.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Mit viel Herzenswärme und einer deutschen Starbesetzung ist der neue Film von Markus Goller weihnachtstauglich und zuschauerfreundlich verpackt.

Nachdem die letzten drei von insgesamt vier Filmen zum Zuschauermillionär wurden, ist das auch der fünften Regiearbeit Gollers zuzutrauen. Dabei setzt der Münchner Filmemacher auf mitunter überbetonte Gefühligkeit und winterliche Wohlfühlatmosphäre, um mit einer Reihe von Beziehungskonflikten, die dank schneller Lösungen nie übermächtig wirken, weihnachtliche Freude und Versöhnungsstimmung zu generieren.

"Alles ist Liebe", freies Remake eines mit Carice van Houten besetzten holländischen Hits aus dem Jahr 2007, präsentiert sich als Lebens- und Beziehungsreigen, dessen Titel Programm ist. Paare lieben sich getrennt- wie auch gleichgeschlechtlich. Väter flüchten vor Verantwortung, verirren sich zu anderen Frauen oder opfern sich für ihre Familien auf. Bei Kerem und Simone, die gerade ihr drittes Kind erwartet, stimmt alles, wenn nicht der Mustermann seinen Job verloren hätte und nun seiner Frau die Illusion perfekten Glücks vorgaukelt, obwohl Gerichtsvollzieher Viktor schon vor der Türe steht. Selbiger wird in wenigen Tagen Bestatter Klaus heiraten, der unerwartet mit einer alten, nie verheilten Familienwunde konfrontiert wird. Viktors Schwester Kiki trifft nach zehn Jahren ihre erste große Liebe Jan wieder, der nun ein Hollywoodstar, aber längst nicht so unerreichbar ist, wie sie vermutet. Jan wird lustlos in den vorweihnachtlichen Medienrummel eingespannt, wie auch der herumstreunende Oldtimer Martin, der plötzlich für einen TV-Sender den Weihnachtsmann spielen muss und damit auch das Leben von Aufnahmeleiterin Alice verändert. Und schließlich ist da noch die Ehe von Clara, die Hannes durch einen Seitensprung zertrümmerte.

Für diese wie auch die anderen Beziehungen, deren Verknüpfungspunkte graduell enthüllt werden, wird es ein Weihnachtswunder geben in diesem romantischen Märchen, das musikalisch Anleihen bei "Forrest Gump" und dramaturgisch bei "Tatsächlich...Liebe" nimmt. Für Realisten oder gar Zyniker ist dieser manipulationsfreudige Wohlfühlfilm eine Herausforderung, für das große Publikum aber das, was Nora Tschirner mit einer gewohnt frech-charmanten, kauzigen Performance hier tatsächlich spielt: Ein attraktives Weihnachtsgeschenk. kob.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Universal
O-Titel Alles ist Liebe
Land / Jahr Deutschland 2014
Kategorie Spielfilm
Genre Komödie
Produktionsfirmen Henning Ferber Filmproduktions GmbH
Koproduktionsfirmen Film1, Universal Pictures International Germany GmbH
Förderung DFFF - Deutscher Filmförderfonds (EUR 93.080),
HessenInvestFilm (EUR 800.000)
Produktionsförderung Medienboard Berlin-Brandenburg (EUR 400.000),
FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 400.000)
Verleihförderung FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 200.000)
Drehort Frankfurt a. M., Berlin
Drehzeit 17.02.2014 - 15.04.2014
Kinostart 04.12.2014
Laufzeit 120
FSK o.A. (ohne Altersbeschränkung)
FBW-Prädikat Wertvoll
Einspielergebnis D € 3.453.130
Bes. (EDI) 443.709
Bes. (FFA) 442.288
Charthistory
Filmtrailer Video
Web-Link http://movies.universal-pictures-international-germany.de/allesistliebe
nach oben Cast & Crew
Produzenten Henning Ferber
Regie Markus Goller
Drehbuch Jane Ainscough
Darsteller Nora Tschirner (Kiki), Tom Beck (Jan), Heike Makatsch (Clara), Wotan Wilke Möhring (Hannes), Katharina Schüttler (Simone), Fahri Yardim (Kerem), Christian Ulmen (Viktor), Friedrich Mücke (Klaus), Inez Bjørg David (Alice), Elmar Wepper (Martin), Anna Thalbach (Gisela), Nina Eichinger, Cordula Stratmann, Bernd Herzsprung (Tom), Dunja Rajter
Kamera Ueli Steiger
Schnitt Olivia Retzer, Markus Goller
Produktionsdesign Christian M. Goldbeck
Maske Thomas Nellen
Casting Emrah Ertem

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sonstige … Tobias Schmidt (Produktionsleiter Event: Konzept & Orga Filmpremiere)
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Alles ist Liebe Universal Pictures Germany DVD, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 115 Min. Kauf
Alles ist Liebe Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 120 Min. Kauf
Alles ist Liebe Universal Pictures Germany DVD, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 115 Min. Leih
Alles ist Liebe Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 120 Min. Leih
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Original Score Annette Focks Alles ist Liebe
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Drei Tage vor Weihnachten geht es in Frankfurt turbulent zu in Sachen Leben und Liebe. Der untreue Hannes versucht seine Clara zurückzuerobern, Kerem die Perfektion seines Glücks mit Simone trotz Jobverlust zu retten. Viktor will seinen Freund Klaus heiraten, Oldtimer Martin sich mit seiner Frau versöhnen, die er einst verließ. Und dann ist da noch die quirlige Kiki, die nach zehn Jahren ihre erste große Liebe Jan wiedersieht, der nun ein Filmstar ist. Gesucht werden schnelle Lösungen und ein richtig großes Weihnachtswunder.

Die vorangehenden drei Filme von Markus Goller ("Frau Ella") lockten jeweils mehr als eine Million Zuschauer in die deutschen Kinos. Publikumsfreundlich ist auch dieser Film des Regisseurs angelegt, der mitunter zu betont Wohlfühlatmosphäre und große Emotionen vermitteln will, aber mit vielen deutschen Stars und einer hohen Dosis Menschlichkeit und Wärme zu Weihnachten wohl die richtigen Tasten drückt. "Alles ist Liebe" ist ein optimistisches romantisches Märchen mit Nora Tschirner als charmant-kauziger Zauberfee.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Einige Paare und Familien erleben kurz vor Weihnachten in Frankfurt Krisen und versuchen sie auch lösen. Prominent besetzter Lebens- und Liebesreigen im Stil von "Tatsächlich... Liebe".

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: WertvollKurztext:

Jeder will Liebe. Vor allem an Weihnachten. Doch vor dem schönsten Tag im Jahr geht es oft zu hektisch zu, als dass man Zeit für so etwas hätte. Clara zum Beispiel muss sich allein um ihren kleinen Sohn kümmern, nachdem sie ihren Mann wegen einer Affäre vor die Tür gesetzt hat. Kerem wiederum versucht, seiner Frau zu verheimlichen, dass er keinen Job mehr hat. Kiki glaubt nicht mehr an die Liebe Und der Weihnachtsmann? Der will einen großen Fehler wieder gut machen, den er vor langer Zeit begangen hat. Wo bitte bleibt da noch Zeit für die Liebe? Die Vorzeichen für besinnliche Weihnachten könnten in Markus Gollers neuem Film nicht schlechter stehen. Und doch gelingt es dem Film, sein bunt zusammengewürfeltes Ensemble voller verwundeter Herzen am Ende zu einem herrlich schönen Weihnachts-Happy End zu führen. Immer wieder überrascht die Geschichte mit kleinen Wendungen, mit Verbindungen der Figuren untereinander, die zu neuen Handlungsfäden führen. Der Cast ist mit Nora Tschirner, Heike Makatsch, Wotan Wilke Möhring, Christian Ulmen, Fahri Yardim, Elmar Wepper u.v.a. hochkarätig besetzt und das Spiel der Darsteller ist harmonisch aufeinander abgestimmt. Dank des geschickt konstruierten Drehbuchs sind die Figuren ausdifferenziert und überzeugend. Der Soundtrack passt wie der Guss auf den Keks und schafft, zusammen mit schönen Bildern vor imposanter Frankfurter Kulisse eine durchgängige Weihnachts-Stimmung, die den Zuschauer mit einem wohlig gemütlichen Gefühl aus dem Kino entlässt. Denn nach all dem Trubel und den großen und kleinen Verwirrungen ist ja doch alles, was zählt, die Liebe.

Gutachten:

Weihnachten steht vor der Tür, das Fest der Liebe. Doch mit der Liebe ist es bekanntlich nicht so einfach, das müssen auch die Darsteller in der deutschen Komödie ALLES IST LIEBE von Markus Goller hautnah erfahren. Fünf verschiedene Paare, fünf verschiedene Geschichten. Alles könnte so schön sein, wenn da nicht der normale Alltag die Festtagslaune vermiesen würde.
Arbeitslosigkeit, Trennung, die Suche nach der perfekten Frau, Träume vom perfekten Mann, finanzielle Probleme, all das und mehr bewegt die Menschen in der turbulenten Geschichte, ihre Wege kreuzen sich und jeder hat auf der Suche nach der Liebe so seine ganz eigenen Vorstellungen.
"'Die Liebe, Schatz, ist alles, was zählt!', hat meine Großmutter immer gesagt", erinnert sich gleich zu Beginn des Films eine der Heldinnen. Wie die Liebe außer Kontrolle geraten kann, besonders in der Weihnachtszeit, das will uns Markus Goller in seinem neuesten Film vermitteln. Die Handlungsstränge sind dabei nicht immer leicht zu durchschauen, alles ist prall gefüllt und schicksalsschwanger wie das Weihnachtsschiff am Hafen, in dem ein Todesfall den Ablauf stört und die wundersame Rettung eines Kindes durch den Weihnachtsmann zum Medienspektakel wird. Alles ist "big" - der Blick nach Hollywood lässt sich nicht verleugnen. Kameramann Uli Steiger, der selbst in Hollywood lebt und dort erfolgreich filmt, hat den turbulenten Geschichtsreigen nichtsdestotrotz sehr stimmig inszeniert.
Auch Ausstattung und Kostümgestaltung durften in die Vollen greifen. Kiki, die sich nach dem Mann fürs Leben sehnt, begegnet ihm ausgerechnet in einem bombastisch anmutenden Geschenkkostüm. Bei dem "Traummann" handelt es sich um ihre alte Jugendliebe Jan, der mittlerweile als Hollywoodstar gefeiert wird. Kerem versucht sich als Weihnachtsmarktverkäufer, um seine Familie vor dem finanziellen Ruin zu retten, denn noch ahnen seine hochschwangere Frau und die Kinder nicht, dass er seinen Job verloren hat. Das Familienglück von Clara ist bereits zerbrochen, aber Hannes, ihr Ehemann, gibt nicht auf. Die Affäre mit der Grundschullehrerin seines Sohns bereut er zutiefst. Als dann noch Claras Vater stirbt, kommt noch der Bestatter Klaus ins Spiel, der Angst vor der Hochzeit mit dem Vollstreckungsbeamten Viktor hat. Ja, und der Weihnachtsmann ist auch mit von der Partie. Martin soll für den verstorbenen Santa-Claus Darsteller einspringen, aber eigentlich will er nur mit seiner Jungendverfehlung ins Reine kommen.
Zu all dem gesellen sich noch ein verschwundenes Kaninchen, aufgeweckte Kinder und der alltägliche Wahnsinn der Vorweihnachtszeit. Das alles üppig inszeniert vor Frankfurts Skyline.
Prominent besetzt ist der Lebens- und Liebesreigen mit Nora Tschirner, Heike Makatsch, Wotan Wilke Möhring, Tom Beck, Katharina Schüttler und Elmar Wepper. Selbst in Nebenrollen glänzen Stars wie Cordula Stratmannn, Bernd Herzsprung oder Nina Eichinger mit stimmigen Leistungen.
Markus Goller inszenierte den Film nach einem Drehbuch von Jane Ainscough als turbulente Weihnachtskomödie, die ähnlich schon 2007 in den Niederlande als großer Publikumserfolg verfilmt wurde.
Der Film pendelt ständig zwischen ausgelassener Komik und echten Gefühlen, durch die Vielzahl an Geschichten und emotionalem Erleben verzettelt Goller sich allerdings, nach Ansicht der Jury, an manchen Stellen in den vielen oft nur angerissenen Geschichten und emotionalen Ebenen. So zieht sich leider ausgerechnet der Beginn des Films ein wenig in die Länge. Eine halbe Stunde weniger hätte dem Film sicher gut getan. Auch die Filmkulisse à la Hollywood will nicht immer so richtig in die deutsche Vorweihnachtszeit passen. Gerade das junge Publikumen wird mit diesem Film aber sicher seinen Spaß haben. ALLES IST LIEBE ist eine turbulente Weihnachtskomödie mit guten Schauspielern, kleinen Wundern und vielen heiteren Momenten, die in ihrer Gesamtheit mit einem Prädikat "wertvoll" von der Jury belohnt wurde. Lobend hervorheben möchte die Jury zusätzlich explizit den gelungenen und zeitgemäß wertfreien Umgang mit einem im Film dargestellten schwulen Paar.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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