All or Nothing
| Verleih | Tobis |
|---|---|
| Kategorie/Land/Jahr | Spielfilm, Großbritannien, Frankreich 2002 |
| Regie | Mike Leigh |
| Darsteller | Timothy Spall, Lesley Manville, Alison Garland |
| Kinostart | 16.01.2003 |
| Einspielergebnis D |
€ 67.113 Bes. (EDI) 11.759 Bes. (FFA) 12.982 Charthistory |
| Filmtrailer |
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Supermarkt-Kassiererin Penny und Taxifahrer Phil leben mit ihren zwei erwachsenen Kindern am Rande des Existenzminimums in einer trostlosen Londoner Hochhaussiedlung. Tochter Rachel putzt in einem Altenheim, der aggressive Sohn Rory ist arbeitslos. Als der übergewichtige Junge eine Herzattacke erleidet, kommen sich Penny und Phil nach langer Zeit wieder näher.
"All or Nothing" führt in jenen sozial unterprivilegierten Mikrokosmos von Verlierern, den Mike Leigh bereits mit "Nackt" betreten hat. Wie immer anrührend und mit größtmöglicher Authentizität seiner Charaktere schildert Leigh den tristen Alltag in einer Londoner Vorstadt und das Auseinanderbrechen der Familie. Timothy Spall und Lesley Manville spielen die Hauptrollen in dem emotionalen Drama.
Quelle: Blickpunkt:Film
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Nach seinem kurzen Ausflug mit "Topsy-Turvy" ins Genre Kostümfilm kehrt Mike Leigh wieder zu dem zurück, was er am besten kann - die Beschreibung des Alltags der sogenannten "Kleinen Leute". "All or Nothing" heißt es für Phil Basset und seine Lebensgefährtin Penny. In den langen Jahren des Zusammenlebens hat sich die Liebe verflüchtigt, geblieben sind Aggression und Frust. Die plötzliche Krankheit des Sohnes funktioniert als Katharsis.
Eine Hochhaussiedlung wie tausend andere: heruntergekommene Häuser, Graffitti an den Wänden, trostlose Atmosphäre, auf dem Rasen kicken ein paar Jugendliche. Hier haben sich Phil und Penny mit ihren beiden ungefähr 20jährigen Kindern eingerichtet, mehr können sie sich nicht leisten. Phil arbeitet als philosophisch angehauchter Taxifahrer und fällt nicht durch Arbeitseifer auf, Penny sitzt an der Supermarkt-Kasse und schmeisst noch nebenbei den Haushalt. Der aus der Jogginghose quellende Sohn Rory hängt meistens vor dem Fernseher und stopft Junk-Food in sich hinein, wenn er nicht gerade schwächere Jungs verprügelt oder die Eltern wüst beschimpft. Sein Bewegungsradius liegt hauptsächlich zwischen Esstisch und Couch. Ganz anders dagegen seine Schwester, ein sensibles Mädchen, das im Altenheim putzt und unter seinem unförmigen Aussehen und der primitiven Anmache des älteren Kollegen leidet. Erst als Rory nach einer plötzlichen Herzattacke ins Krankenhaus kommt, rücken alle zusammen, fühlen sich als Familie. Mike Leigh knüpft mit "All or Nothing" an den Erfolg von "Lügen und Geheimnisse" an (Goldene Palme 1996), auch wenn er vielleicht nicht ganz die emotionale Intensität erreicht. Phil hat immer den schwarzen Peter - muss sich Vorwürfe anhören, weil er drei Dutzend vom Haltbarkeitsdatum abgelaufene Bürgerbrötchen anschleppt, die ihm ein Fahrgast als Trinkgeld überließ, muss Kleingeld bei Frau und Tochter zusammenbetteln, um seinem Chef die Abgaben zahlen zu können oder in stoischer Ruhe die Unhöflichkeiten der Fahrgäste ertragen. Ein Blick in sein Gesicht und man ahnt, wie tief die permanenten Demütigungen verletzen. Timothy Spall ist der ideale Verlierer, der immer einsteckt, bis er irgendwann nicht mehr kann, der nicht mehr erträgt, dass Penny ihn nicht respektiert und "wie ein Stück Scheiße" behandelt. In einem bewegenden Moment der Annäherung wissen beide, sie haben nur noch eine Chance. Im Fokus dieses schwarzhumorigen Melodrams steht eine Familie, die eigentlich keine mehr ist, das Beziehungsgeflecht zu Freunden und Nachbarn, die sich mit kleinen und großen Kümmernissen herumschlagen. Mike Leigh, der wie immer lange vorher mit seinen Schauspielern probte und das Drehbuch entwickelte, gelingt eine zutiefst menschliche Geschichte über den Verlust von Würde und ihre Wiedergewinnung. Und am Ende entlässt er uns mit einem Fünkchen Hoffnung. mk.
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Verleih Tobis O-Titel All or Nothing Land / Jahr Großbritannien/Frankreich 2002 Kategorie Spielfilm Genre Drama Produktionsfirmen Thim Man Films Produzenten Simon Channing Williams, Alain Sarde Ausf. Produzent Pierre Edelman Regie Mike Leigh Drehbuch Mike Leigh Darsteller Timothy Spall (Phil), Lesley Manville (Penny), Alison Garland (Rachel), James Corden (Rory), Ruth Sheen (Maureen), Marion Bailey (Carol), Paul Jesson (Ron), Sam Kelly (Sid), Kathryn Hunter (Cécile), Sally Hawkins (Samantha), Helen Coker (Donna), Daniel Mays (Jason), Ben Crompton (Craig), Robert Wilfort (Dr. Griffith), Gary McDonald (Neville), Diveen Henry (Dinah), Timothy Bateson (Harold), Edna Doré (Martha), Georgia Fitch (Ange), Tracy O'Flaherty (Michelle) Kamera Dick Pope Schnitt Lesley Walker Musik Andrew Dickson Produktionsdesign Eve Stewart Ton Malcolm Hirst, Peter Joly Casting Nina Gold Kinostart 16.01.2003 Laufzeit 128 FSK ab 12 Jahre Bildformat 1:1,85 Tonformat Dolby-SRD/DTS Einspielergebnis D € 67.113
Bes. (EDI) 11.759
Bes. (FFA) 12.982
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Promo-Material All or Nothing Trailer (10,55 MB) Web-Link www.tobisstudiocanal.de - nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
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Titel Vertrieb System Handelsform All or Nothing Nicht lieferbarUniversum Film DVD, ab 12, 123 Min. Kauf All or Nothing Nicht lieferbarUniversum Film VHS, ab 12, 123 Min. Kauf All or Nothing Nicht lieferbarUniversum Film DVD, ab 12, 123 Min. Leih All or Nothing Nicht lieferbarUniversum Film VHS, ab 12, 123 Min. Leih - nach oben Newsarchiv
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