Sony Pictures Releasing GmbH

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Across the Universe

Visuell überbordendes Musical über zwei Liebende in den turbulenten 60er-Jahren, für das die Beatles 30 ihrer Songs zur Verfügung stellten.

Across the Universe Großansicht
(Bild: Sony Pictures)
Verleih Sony Pictures
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2007
Regie Julie Taymor
Darsteller Evan Rachel Wood, Jim Sturgess, Joe Anderson
Kinostart 22.11.2007
Einspielergebnis D € 67.391
Bes. (EDI) 10.558
Bes. (FFA) 8.872
Charthistory
Boxoffice USA $ 24.343.673
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Filmtrailer Video

nach oben Inhalt & Info

Jude und Lucy sind Liebende in den 60er-Jahren. Gemeinsam mit befreundeten Musikern werden sie von der gerade aufkeimenden Gegenkultur und der Anti-Kriegs-Bewegung mitgerissen und erleben mit Hilfe von Dr. Robert und Mr. Kite bewusstseinserweiternde Abenteuer. Doch dann sind es der Vietnamkrieg selbst und erste gewalttätige Aufstände, die die Liebenden auseinander reißen - ohne dass sie die Hoffnung aufgeben, einander wieder in die Arme zu schließen.

Ein ungewöhnliches Filmprojekt: ein psychedlisches Musical, für das die Beatles selbst 30 Songs - darunter "Hey Jude", "I Am the Walrus" und "All You Need Is Love" - beisteuerten, die auch den Rahmen der Handlung bilden. Wie gewohnt konzentriert sich Regisseurin Julie Taymor auf die visuelle Gestaltung, was im Zusammenspiel mit der Musik zu einigen traumhaften Szenen führt. Dennoch wurde "Across the Universe" bereits im Vorfeld zum Tagesgespräch, als es zu einem öffentlich ausgetragenen Streit zwischen Taymor und Produzent Joe Roth über die endgültige Schnittfassung des immer wieder verschobenen Films kam.

Quelle: Blickpunkt:Film

nach oben Ausführliche Besprechung

Wenige Filme hatten bereits vor ihrer Fertigstellung einen schlechteren Ruf als "Across the Universe". Allerdings ist es auch wenigen Filmen gelungen, sich in ähnlich souveräner Form zu rehabilitieren als Julie Taymors überbordendes Musical, das auf mehr als 30 Liedern aus dem zeitlosen Katalog der Beatles aufbaut.

Zwei Jahre vor seiner ersten offiziellen Vorführung gedreht, danach immer wieder verschoben und in Industrie-Blogs wegen der öffentlich ausgetragenen Auseinandersetzungen zwischen Regisseurin Taymor und Revolution-Studios-Chef Joe Roth um die endgültige Schnittfassung bereits als Desaster von legendären Ausmaßen abgeschrieben, hat "Across the Universe" schon vor den ersten Bildern einen schweren Stand: Förmlich will man die Katastrophe erleben, als die der Film beschrieben wurde. Doch man bekommt etwas Anderes zu sehen, die Skepsis verfliegt schon nach wenigen Minuten - es sei denn, man ist nicht gewillt, die für heutige Sehbedürfnisse durchaus gewöhnungsbedürftige Musical-Form zu akzeptieren. Begleitet von mehr als 30 neu eingespielten Beatles-Klassikern, die den Rahmen für die Handlung bilden, ist "Across the Universe" von der eigenwilligen Musical-Spezialistin Taymor als visuell überbordendes, aber auch emotional und intellektuell jederzeit involvierendes Kaleidoskop der 60er-Jahre gestaltet, festgemacht an der fantasievollen Liebesgeschichte des englischen Hafenarbeiters Jude und des amerikanischen Upper-Class-Mädchens Lucy: Gemeinsam mit ihren Freunden erleben sie die turbulentesten Momente der kulturell aufregendsten Zeit des letzten Jahrhunderts, machen den Weg von Unschuld über Experimentierfreudigkeit und Hoffnung hin zu Desillusion durch. Gewiss fühlt man sich vor allem an "Hair" erinnert, in einer von "She's So Heavy" innovativ untermalten Einberufungsszene auch an "The Wall" und in frühen Momenten selbst an "Grease". Aber vor allem ist dieser Streifzug durch die Vergangenheit fiebriges, üppiges und visionäres Kino, das sich was traut, das auch den Kopf füttert, das immer gewagtere und abstraktere Wege findet, um seine beileibe nicht originelle Geschichte dennoch originell zu erzählen: Zu den Höhepunkten zählen ein psychedelischer Drogentrip mit dem von Bono dargestellten Doctor Robert zu den Klängen von "I Am The Walrus" und eine bewegende Sequenz, in der Jude zu "Strawberry Fields Forever" ein Kunstwerk mit blutenden Erdbeeren konzipiert, das auch Sinnbild für eine ersterbende Liebe und das Ende der Unschuld ist. Man kennt die Story, auch weil man die Historie der Sixties kennt, das Umschlagen des Aufbruchsgefühls in Verzweiflung und Ratlosigkeit, während die Hippie-Idylle in Vietnamkrieg und Radikalisierung der Jugend umschlägt. Natürlich steht am Ende, in einer dem berühmten "Let It Be"-Konzert auf dem Dach der Plattenfirma der Beatles nachempfundenen Sequenz, auch die unausweichliche und universale Botschaft, das alles, was man braucht, nur die Liebe ist. Was zählt ist nicht das Ziel, sondern die Reise, die umso toller ist, je mehr Taymor ihren gestalterischen Instinkten vertraut und sich von Konventionen löst. Es hilft, dass die Musik durch die Bank großartig ist und die Darsteller gewinnend: Neben der reizenden Evan Rachel Wood ist es vor allem der umwerfende Newcomer Jim Sturgess, der in Erinnerung bleibt: Mit einem Gesicht, das die Züge von John Lennon und Paul McCartney zu vereinen scheint, ist er die optimale Identifikationsfigur, während man sich mitreißen lässt von diesem Film, der durchaus auch als Kommentar zur aktuellen Weltsituation verstanden werden will, als Aufruf zur Rückbesinnung, zur Erneuerung, zur Reinigung der Seele. Mit ein bisschen Hilfe von den Beatles ist das kein Problem. ts.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Sony Pictures
O-Titel Across the Universe
Land / Jahr USA 2007
Kategorie Spielfilm
Genre Musikfilm
Produktionsfirmen Revolution Studios/Team Todd
Drehort New York
Drehzeit 07.09.2005
Kinostart 22.11.2007
Laufzeit 132
FSK ab 12 Jahre
Bildformat Cinemascope
Tonformat Dolby-SRD/DTS/SDDS
Einspielergebnis D € 67.391
Bes. (EDI) 10.558
Bes. (FFA) 8.872
Charthistory
USA-Start 14.09.2007, bei Sony Pictures Releasing
Boxoffice USA $ 24.343.673
Filmtrailer Video
Web-Link http://www.across-the-universe.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Matthew Gross, Jennifer Todd, Suzanne Todd
Koproduzenten Richard Baratta, Ben Haber
Ausf. Produzenten Charles Newirth, Derek Dauchy, Rudd Simmons
Regie Julie Taymor
Drehbuch Dick Clement, Ian La Frenais
Idee Julie Taymor, Dick Clement, Ian La Frenais
Darsteller Evan Rachel Wood (Lucy), Jim Sturgess (Jude), Joe Anderson (Max Carrigan), Dana Fuchs (Sadie), Martin Luther (Jo-Jo), T.V. Carpio (Prudence), Spencer Liff (Daniel), Lisa Hogg (Judes Liverpooler Freundin), Nicholas Lumley (Cyril), Michael Ryan (Phil), Angela Mounsey (Judes Mutter), Erin Elliott (Cheer Coach), Robert Clohessy (Judes Vater), Timothy R. Boyce Jr. (Jock), Linda Emond (Lucys Mutter), Cynthia Loebe (Kellnerin)
Choreograf Daniel Ezralow
Kamera Bruno Delbonnel
Schnitt Françoise Bonnot
Musik Elliot Goldenthal
Produktionsdesign Mark Friedberg
Ton Tod A. Maitland
Kostüme Albert Wolsky
Casting Bernard Telsey, David Vaccari, Tiffany Little Canfield
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Titel Vertrieb System Handelsform
Across the Universe Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) DVD, ab 12, 128 Min. Kauf
Across the Universe
Nicht lieferbar
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) UMD, ab 12, 133 Min. Kauf
Across the Universe Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) Blu-ray Disc, ab 12, 133 Min. Kauf
Across the Universe Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) DVD, ab 12, 128 Min. Leih
Enthalten in:
Best of Hollywood - 3 Movie Collector's Pack: Adaption / Pollock / Der Tintenfisch und ... (3 DVDs)
Nicht lieferbar
Sony Pictures Home Entertainment (
DVD, ab 12, 306 Min.
Kauf
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Songtrack Diverse Across The Universe
Soundtrack/Songtrack Diverse Across The Universe (Limited Deluxe Edition)
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Der britische Hafenarbeiter Jude und das amerikanische Rich Girl Lucy werden in den Sixties über alle Klassenschranken hinweg Liebende und schließen sich in New York der gerade aufkeimenden Gegenkultur und Anti-Kriegs-Bewegung an. Mit Hilfe von Dr. Robert erleben sie bewusstseinserweiternde Abenteuer. Doch dann sind es der Vietnamkrieg selbst und erste gewalttätige Aufstände, die die Liebenden auseinander reißen - ohne dass sie die Hoffnung aufgeben, einander wieder in die Arme zu schließen.

Ein psychedelisches Musical, für das die Beatles selbst 30 Songs beisteuerten, die auch den Rahmen der Handlung bilden. Wie gewohnt konzentriert sich Regisseurin Julie Taymor ("Frida") auf die visuelle Gestaltung, was im Zusammenspiel mit der Musik zu traumhaften Szenen führt. Je weiter die Handlung voranschreitet, desto besser wird der mitreißende Film, der im Vorfeld zu Unrecht als Debakel abgestempelt wurde. Musikbegeisterte und Beatles-Fans werden begeistert sein von diesem ungewöhnlichen Bild- und Klangspektakel.

Quelle: mediabiz.de

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Fiebriges, üppiges und visionäres Kino, das sich was traut, das auch den Kopf füttert, das immer gewagtere und abstraktere Wege findet, um seine beileibe nicht originelle Geschichte dennoch originell zu erzählen

Blickpunkt:Film

Das einzige, was man dieser grandiosen Bilderflut vorwerfen könnte, ist die Tatsache, dass dieses Gesellschaftsporträt zu viele Themen anreißt.

Die Welt, 22. November 2007

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