About Schmidt

Brüllend komisches Roadmovie und geniale One-Man-Show von Jack Nicholson, der sich als pensionierter Versicherungsaktuar auf eine missionarische Reise begibt.

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(Bild: Warner)
Verleih Warner
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, USA 2002
Regie Alexander Payne
Darsteller Jack Nicholson, Kathy Bates, Hope Davis
Kinostart 27.02.2003
Einspielergebnis D € 3.722.322
Bes. (EDI) 630.778
Bes. (FFA) 630.491
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Boxoffice USA $ 64.962.450
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Gerade wurde Versicherungsaktuar Warren Schmidt aufs Rentnergleis abgeschoben, als ihn der nächste Schicksalsschlag ereilt: Der Tod seiner Frau und die Entdeckung, dass diese eine Affäre hatte, lässt den ewig Unzufriedenen jeglichen Halt verlieren - bis er sich in einem Wohnmobil auf eine missionarische Reise macht, um seiner Tochter im entfernten Denver die geplante Heirat auszureden.

Alexander Paynes lose Adaption von Louis Begleys Roman "Schmidt", dessen Grundidee das Regiewunder mit einem eigenen Originaldrehbuch kreuzte, ist ein schlaues, stilles, bewegendes und immer wieder brüllend komisches Roadmovie, hinter dem sich vor allem das Porträt eines pensionierten Spießers verbirgt, der von Jack Nicholson in einer völlig uneitlen und hinreißenden One-Man-Show ohne jegliche Manierismen verkörpert wird.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Nur drei Filme benötigte Alexander Payne, um den Schritt vom interessanten Talent ("Citizen Ruth") über Hoffnungsträger ("Election") zum Meister zu schaffen: Seine sehr lose Adaption von Louis Begleys Roman "Schmidt", dessen Grundidee er mit einem eigenen Originaldrehbuch kreuzte, ist ein schlaues, stilles, bewegendes und immer wieder brüllend komisches Roadmovie, hinter dem sich vor allem das Porträt eines pensionierten Spießers verbirgt, der es sich nach dem Tod der Ehefrau zur Lebensaufgabe macht, die Hochzeit seiner von ihm entfremdeten Tochter mit einem - wie er findet - unwürdigen Mann zu verhindern. In der Titelrolle brilliert ein völlig uneitler, auf jegliche Manierismen verzichtender Jack Nicholson, der das eigene Image torpediert und dabei ganz groß rauskommt.

"You don't know Jack" ist ein beliebtes umgangssprachliches Wortspiel in den USA (ungefähr: "Du hast nicht den blassesten Schimmer"), das in verballhornter Form immer wieder auf Jack Nicholson angewandt wird. Tatsächlich ist einem das vermutlich vertrauteste und prägnanteste aller Stargesichter selten so fremd gewesen wie hier, in Alexander Paynes "Schmidt": Fahl, müde, abgespannt, darf man's sagen: alt sieht der zweifache Oscar-Gewinner aus als Vorstadtspießbürger Warren Schmidt aus dem Mittleren Westen. Kein diabolisches Grinsen, keine virilen Posen weit und breit - kleine Gesten und präzise Mimik genügen Nicholson, einen lächerlichen Mann am Rande des totalen Nervenzusammenbruchs zu zeichnen, dem am Lebensabend alle Felle davonzuschwimmen drohen.

Nach Jahrzehnten als Aktuar bei einer Versicherung aus dem Job geboxt und aufs Abstellgleis geschoben, wird der brave Fußsoldat Warren Schmidt sogleich noch mit dem nächsten Schicksalsschlag konfrontiert: Der unerwartete Tod seiner Ehefrau Helen lässt den ohnehin sichtbar unzufriedenen Schmidt jeden Halt verlieren. Zwar heuchelt der 66-Jährige Zufriedenheit über die plötzlich gewonnene Freiheit, in Wahrheit jedoch stürzt er ab und verwahrlost mehr und mehr, als er auch noch herausifndet, dass Helen vor Jahren eine Affäre mit einem Freund hatte - bis Schmidt sich selbst mit der Mission betraut, seiner 2000 Kilometer entfernt in Denver lebenden Tochter Diane die Hochzeit mit dem Wasserbettverkäufer Randall (als sanfter Redneck mit Fu-Manchu-Bart und schütterem Haar schier unerkennbar: Dermot Mulroney) auszureden. In einem neu erworbenen Wohnmobil macht er sich auf die Reise, die voller Überraschungen, abstruser Erlebnisse und unbequemer Erkenntnisse ist und Schmidt natürlich zu sich selbst führt, ohne dass sich der Mann jemals ändern würde und könnte. Und doch wird ihm ganz zum Schluss ein unerwarteter Moment des totalen Glücks zuteil, der hinreißender nicht sein könnte.

Viel ist von Louis Begleys Vorlage außer der Hauptfigur und ihrer Pensionierung als Katalysator für die Handlung nicht übrig geblieben. Payne nutzt sie als Gerüst für eine eigene Geschichte, die Begleys stänkerndem Titelhelden allemal entspricht. Zurückhaltend und sparsam komponiert er seine Bilder und überlässt Jack Nicholson die Bühne für eine One-Man-Show sondergleichen. Die augenfälligste (und genialste) Regiekniff ist die Einführung einer nur im Off agierenden Figur: der afrikanische Waisenjunge Ndugu, für den Schmidt eine Patenschaft übernimmt. Über Minuten hinweg darf man aus dem Off Jack Nicholson lauschen, wie er die Briefe vorliest, die Schmidt an Ndugu geschrieben hat. Sie erlauben einen Einblick in das Innenleben des vereinsamten Mannes und fördern seine Ängste und Ansichten wie seinen maßlosen Selbstbetrug zu Tage, während die Bilder die Aussagen des Geschriebenen auf brillante Weise entweder stützen oder konterkarrieren. Wenn Nicholson zum wiederholten Male zu einem "Lieber Ndugu..." ansetzt, hat er das Publikum stets auf seiner Seite. Allein die Vorfreude auf neue entlarvende Schmähreden über Gott und die Welt machen "Schmidt" sehenswert. Nicht unerwähnt bleiben sollte aber auch Kathy Bates Auftritt als mannstolle Mutter von Warrens Schwiegersohn in spe, die mit ihrem kurzen Nacktauftritt die größten Lacher erntet - in einem hervorragenden und herrlich leisen Film, der sonst bestenfalls schmunzeln lässt. Das aber nicht zu knapp. ts.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Warner
O-Titel About Schmidt
Land / Jahr USA 2002
Kategorie Spielfilm
Genre Komödie / Drama
Produktionsfirmen Michael Besman/Harry Gittes
Kinostart 27.02.2003
Laufzeit 125
FSK ab 6 Jahre
Tonformat Dolby-SRD/DTS/SDDS
Einspielergebnis D € 3.722.322
Bes. (EDI) 630.778
Bes. (FFA) 630.491
Charthistory
USA-Start 13.12.2002, bei New Line
Boxoffice USA $ 64.962.450
Filmtrailer Video
Promo-Material About Schmidt Trailer (11,22 MB)
Web-Link http://www.aboutschmidt.de
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Produzenten Harry Gittes, Michael Besman
Ausf. Produzenten Bill Badalato, Rachel Horovitz
Regie Alexander Payne
Drehbuch Alexander Payne, Jim Taylor
Buchvorlage Louis Begley
Darsteller Jack Nicholson (Warren Schmidt), Kathy Bates (Roberta Hertzel), Hope Davis (Jeannie Schmidt), Dermot Mulroney (Randall Hertzel), June Suibb (Helen Schmidt), Howard Hesseman (Larry Hertzel), Harry Groener (John Rusk), Connie Ray (Vicki Rusk), Len Cariou (Ray Nichols), Mark Venhuizen (Duncan Hertzel), Cheryl Hamada (Saundra), Phil Reeves (Pfarrer in Denver), Matt Winston (Gary Nordin), James Michael Connor (Randalls Trauzeuge), Jill Anderson (Brautjungfer)
Kamera James Glennon
Schnitt Kevin Tent
Musik Rolfe Kent
Produktionsdesign Jane Ann Stewart
Ton Art Rochester
Kostüme Wendy Chuck
Casting Lisa Beach, Sarah Katzman, John Jackson
nach oben Filmpreise
Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
60. Golden Globe
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2003, Los Angeles, 19.01.2003 Bester Darsteller (Drama) Jack Nicholson
60. Golden Globe
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2003, Los Angeles, 19.01.2003 Bestes Drehbuch Alexander Payne, Jim Taylor
Bogey - Box Office Germany Award
Bogey - Box Office Germany Award Großansicht
2003, München 1000 Besucher pro Kopie am Startwochenende  
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Titel Vertrieb System Handelsform
About Schmidt Warner Home Video Germany DVD, ab 6, 120 Min. Kauf
About Schmidt
Nicht lieferbar
Warner Home Video Germany VHS, ab 6, 120 Min. Kauf
About Schmidt Warner Home Video Germany DVD, ab 6, 120 Min. Leih
About Schmidt Warner Home Video Germany VHS, ab 6, 120 Min. Leih
nach oben Soundtrack
Art Interpret Komponist Titel
Soundtrack/Original Score Rolfe Kent About Schmidt Nicht lieferbar
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Kurz nach seiner Pensionierung ereilt Warren Schmidt ein weiterer Schicksalsschlag. Er findet seine Frau tot in der Wohnung auf und muss zudem entdecken, dass sie vor Jahren eine Affäre hatte. Schmidt verliert den Boden unter den Füßen, lässt sich gehen und versinkt immer tiefer in Depressionen. Bis ein TV-Spendenaufruf und der folgende Briefwechsel mit dem bedürftigen Patenkind ihm neue Energie schenkt. Voll Tatendrang reist er im Camper nach Denver, um der geliebten Tochter die Ehe mit einem großmäuligen Loser auszureden.

Alexander Paynes ("Election") berührendes Road Movie zeigt Kinolegende Jack Nicholson ("Die Wutprobe") einmal von seiner ernsten Seite: Selten zuvor hat jemand unterdrückte Frustrationen und Hass so imposant und doch liebenswürdig verkörpert. Nie verliert der für sein Drehbuch mit dem Golden Globe ausgezeichnete Payne jedoch die absurden und witzigen Seiten des Lebens in Small Town America aus den Augen und gewährt so einen zugleich schockierenden und amüsanten Blick in Warren Schmidts verwundete Seele.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Kurz nach seiner Pensionierung stirbt die Frau von Warren Schmidt. Die Entdeckung einer früheren Affäre seiner Frau sorgt für zusätzliche Depressionen, aus denen er nur durch die Briefe seines afrikanischen Patenkindes gerissen wird. Schließlich macht er sich auf nach Denver, um die Hochzeit seiner Tochter zu verhindern. Berührendes Road Movie mit einem großartigen Jack Nicholson.

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