3 Tage in Quiberon

Drama, das drei Tage in Quiberon rekonstruiert, in denen Romy Schneider der deutschen Presse ihr letztes Interview gibt.

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(Bild: Prokino (Fox))
Verleih Prokino (Fox)
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Österreich, Frankreich u.a. 2018
Regie Emily Atef
Darsteller Marie Bäumer, Birgit Minichmayr, Charly Hübner
Kinostart 12.04.2018
Einspielergebnis D € 2.207.974
Bes. (EDI) 280.279
Bes. (FFA) 257.334
Charthistory

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1981. Romy Schneider ist 42 Jahre alt und verbringt einige Tage in Quiberon in einem schicken Kurhotel, um sich zwischen stressigen Drehs ein wenig zu erholen und von Alkohol und Tabletten wegzukommen. Sie lässt ihre Jugendfreundin Hilde kommen und will nach vielen Jahren wieder ein Interview mit der deutschen Presse machen. Stern-Reporter Michael Jürgs stellt ihr sehr persönliche Fragen, die sie mit großer Offenheit beantwortet. Der mit ihr befreundete Fotograf Robert Lebeck liefert die Fotos dazu.

Emily Atef gelingt ein beeindruckender Schnappschuss mit ihrer Beschreibung von drei Tagen im Leben von Romy Schneider. Anhand realer Ereignisse und fiktionaler Ergänzungen entsteht das Psychogramm eines von seinen Zweifeln und Unsicherheiten und Hunger am Leben zutiefst geplagten Menschen und auch der drei anderen handelnden Personen. Und doch bleibt der Film leicht, beschwingt sogar, schwelgt in seinen wunderbaren Schwarzweißbildern - und glänzt mit herausragenden Schauspielerleistungen von u.a. Marie Bäumer und Robert Gwisdek.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Emily Atef gelingt ein wunderbarer Schnappschuss mit ihrer Beschreibung von drei Tagen im Leben von Romy Schneider.

Gleich im allerersten Bild sieht man einen Drachen, den Kinder im Strandbad von Quiberon steigen lassen, der in der steifen Brise flattert, sich gegen den Wind stemmt. Jeder, der selbst schon einmal einen Drachen hat steigen lassen, weiß, dass man viel Kunstfertigkeit benötigt, um ihn hoch fliegen zu lassen. Der Absturz ist immer schon vorprogrammiert. Von hinten sehen wir erstmals Marie Bäumer als Romy Schneider, wie sie in einem Plastikstuhl sitzt und den Drachen beobachtet. Und sich wohl selbst darin erkennt. Hoch fliegend, gegen den Wind kämpfend, den Absturz immer vor Augen. Schneider, der große österreichische Filmstar, der in Deutschland immer noch mit den "Sissi"-Filmen assoziiert wird, aber in Frankreich als ernstzunehmende Schauspielerin gefeiert wird, ist in Quiberon, um von Alkohol und Tabletten wegzukommen und ihre Depressionen zu bekämpfen. In dem Interview, um das es in den kommenden 100 Minuten gehen wird, wird sie zu Stern-Reporter Michael Jürgs, hier gespielt von dem überragenden Robert Gwisdek, sagen: "Ich bin eine unglückliche Frau von 42, und mein Name ist Romy Schneider."

Sie hat nicht nur dem Interview zugestimmt, ihrem ersten für eine deutsche Publikation seit Jahren, und dafür Jürgs und den Fotografen Robert Lebeck - Charly Hübner perfekt eingesetzt - eingeladen, mit dem sie befreundet ist und dessentwegen sie dem Gespräch zugestimmt hat, sondern auch ihre Freundin aus Kindheitstagen, Hilde Fritsch, gespielt von Birgit Minichmayr, die sich um ihre Romy sorgt, sie beschützt wie eine Mutter und entsetzt mitansieht, wie die Gesprächssituation gleich nach dem ersten Kennenlernen zu entgleiten droht. Jürgs sagt selbst, dass Journalisten Haie seien - und er der beste Hai, den der Stern zu bieten habe. Er hat Recht: Mit wenigen simplen, direkt gestellten Fragen holt er Romy Schneider aus der Reserve. Was dann folgt, in den nächsten drei Tagen, in der Interviewsituation, aber auch bei einem gemeinsamen Abend in einer Hafenkneipe, einem Essen im Hotelrestaurant und kurzen prägnanten Begegnungen, ist eine Beichte, ein Psychogramm, eine Zustandsbeschreibung nicht nur eines von seinen Zweifeln und Unsicherheiten und Hunger am Leben zutiefst geplagten Menschen, sondern auch der drei anderen handelnden Personen. Jeder muss seine Positionen abklopfen, ist auf den Prüfstand gestellt, muss sich fragen, ob man hinter der eigenen Motivation stellen kann.

Und doch bleibt der Film leicht, beschwingt sogar, schwelgt in seinen wunderbaren Schwarzweißbildern, die auch etwas Distanz schaffen, weil Emily Atef diese drei Tage vor allem als Momentaufnahme sieht, die zwar auf Fakten basiert, aber die Ereignisse doch auch fiktionalisiert, verdichtet, dramatisiert. Ein bisschen unecht wirkt das Ambiente mit dem ewigen Loungejazz und französischen Chansons im Hintergrund, ohne dem souveränen Film je seine Wahrhaftigkeit zu berauben. Und über allem strahlt Marie Bäumer, auf deren äußerliche Ähnlichkeit mit Romy Schneider seit Beginn ihrer Karriere verwiesen wurde. Jetzt, im Alter von 48 Jahren, sechs Jahre älter, als Schneider wurde, die im Mai 1982 starb, etwas mehr als ein Jahr nach dem Interview in Quiberon, schwimmt sie sich frei von den Vergleichen, indem sie diesen großen Filmstar endlich spielt und sich im Lauf des Films, Szene für Szene, ihre Unabhängigkeit zurückerobert: Fortan muss man sie nicht mehr vergleichen. Sie ist eine umwerfende Frau von 47, und ihr Name ist Marie Bäumer. ts.

Quelle: Blickpunkt:Film

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Verleih Prokino (Fox)
O-Titel 3 Tage in Quiberon
Land / Jahr Österreich/Frankreich/Deutschland 2018
Kategorie Spielfilm
Genre Drama
Produktionsfirmen Rohfilm Productions, Sophie Dulac (F)
Koproduktionsfirmen DOR FILM Produktionsgesellschaft m.b.H.
Drehbuchförderung FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 30.000)
Produktionsförderung FFA - Filmförderungsanstalt (EUR 300.000)
Kinostart 12.04.2018
Laufzeit 116
FSK o.A. (ohne Altersbeschränkung)
Einspielergebnis D € 2.207.974
Bes. (EDI) 280.279
Bes. (FFA) 257.334
Charthistory
Web-Link http://www.3-tage-in-quiberon.de
nach oben Cast & Crew
Produzenten Karsten Stöter
Koproduzenten Undine Filter, Thomas Král, Michel Zana
Regie Emily Atef
Drehbuch Emily Atef
Darsteller Marie Bäumer (Romy Schneider), Birgit Minichmayr (Hilde Fritsch), Charly Hübner (Robert Lebeck), Robert Gwisdek, Denis Lavant, Christopher Buchholz, Vicky Krieps
Kamera Thomas W. Kiennast
Schnitt Hansjörg Weißbrich
Musik Christoph M. Kaiser, Julian Maas
Produktionsdesign Silke Fischer
Casting Anja Dihrberg
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Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person
68. Deutscher Filmpreis (Lola)
Deutscher Filmpreis (Lola) Großansicht
2018, Berlin, 28.04.2018 Beste Filmmusik Christoph M. Kaiser, Julian Maas
68. Deutscher Filmpreis (Lola)
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2018, Berlin, 28.04.2018 Beste Kamera / Bildgestaltung Thomas W. Kiennast
68. Deutscher Filmpreis (Lola)
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2018, Berlin, 28.04.2018 Beste männliche Nebenrolle Robert Gwisdek
68. Deutscher Filmpreis (Lola)
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2018, Berlin, 28.04.2018 Beste Regie Emily Atef
68. Deutscher Filmpreis (Lola)
Deutscher Filmpreis (Lola) Großansicht
2018, Berlin, 28.04.2018 Beste weibliche Hauptrolle Marie Bäumer
68. Deutscher Filmpreis (Lola)
Deutscher Filmpreis (Lola) Großansicht
2018, Berlin, 28.04.2018 Beste weibliche Nebenrolle Birgit Minichmayr
68. Deutscher Filmpreis (Lola)
Deutscher Filmpreis (Lola) Großansicht
2018, Berlin, 28.04.2018 Bester Spielfilm (Gold)  
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
3 Tage in Quiberon (Special Edition, 2 Discs) EuroVideo Medien DVD, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 112 Min. Kauf
3 Tage in Quiberon (Special Edition) EuroVideo Medien Blu-ray Disc, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 116 Min. Kauf
3 Tage in Quiberon EuroVideo Medien DVD, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 112 Min. Leih
3 Tage in Quiberon EuroVideo Medien Blu-ray Disc, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 116 Min. Leih
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1981. Romy Schneider ist 42 Jahre alt und verbringt einige Tage in Quiberon in einem schicken Kurhotel, um sich zwischen stressigen Drehs ein wenig zu erholen und von Alkohol und Tabletten wegzukommen. Sie lässt ihre Jugendfreundin Hilde kommen und will nach vielen Jahren wieder ein Interview mit der deutschen Presse machen. Stern-Reporter Michael Jürgs stellt ihr sehr persönliche Fragen, die sie mit großer Offenheit beantwortet. Der mit ihr befreundete Fotograf Robert Lebeck liefert die Fotos dazu.

Emily Atef gelingt ein beeindruckender Schnappschuss mit ihrer Beschreibung von drei Tagen im Leben von Romy Schneider. Anhand realer Ereignisse und fiktionaler Ergänzungen entsteht das Psychogramm eines von seinen Zweifeln und Hunger am Leben zutiefst geplagten Menschen und auch der drei anderen handelnden Personen. Und doch bleibt der Film leicht, beschwingt sogar, schwelgt in seinen wunderbaren Schwarzweißbildern - und glänzt mit herausragenden, filmpreisgekrönten Schauspielerleistungen.

Quelle: mediabiz.de

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Ein Reporterteam vom "Stern" reist nach Quiberon, um mit einer sichtlich angeschlagenen Romy Schneider ein großes Interview zu machen. In traumhaftes Schwarzweiß gefasstes Porträt einer Frau am Rand des Nervenzusammenbruchs.

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