Prokino Filmverleih GmbH
Programm
2046
| Verleih | Prokino (Fox) |
|---|---|
| Kategorie/Land/Jahr | Spielfilm, Hongkong, Frankreich u.a. 2004 |
| Regie | Wong Kar Wai |
| Darsteller | Tony Leung Chiu-wai, Gong Li, Takuya Kimura |
| Kinostart | 13.01.2005 |
| Einspielergebnis D |
€ 938.453 Bes. (EDI) 153.827 Bes. (FFA) 162.988 Charthistory |
| Boxoffice USA |
$ 1.237.566 Charthistory |
| Filmtrailer |
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Ein Mann zwischen Vergangenheit und Zukunft. Auf der Suche nach der Liebe seines Lebens lässt Schriftsteller Chow vor seinem inneren Auge alle vergangenen Liebesaffären wieder aufleben. In seinem Kopf entsteht ein faszinierender Bilderreigen, ein Sog aus schönen und traurigen Gefühlen, geheimen Sehnsüchten und wilden Leidenschaften. Und bald wird klar, dass Phantasie und Erinnerung untrennbar miteinander verbunden sind.
Wong Kar-Wais Geheimnis umrankter, vier Jahre in Arbeit befindlicher Nachfolger und Fortsetzung von "In the Mood for Love" ist ein in zum Sterben schönen Handlungsfragmenten erzählter Film, unfassbar romantisch, voller Sehnsucht. Wie von Wong gewohnt, sind Bildkompositionen, Kostüme und Dekors von unerreichter Erlesenheit, noch perfekter, brillanter und artifizieller als je zuvor. Bei aller Stilversessenheit sind es allerdings die Schauspieler, die den stärksten Eindruck hinterlassen: Tony Leung mit Clark-Gable-Bärtchen und Zhang Ziyi allein sind das Lösen des Tickets wert.
Quelle: Blickpunkt:Film
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"Fahrenheit 9/11" mag das Event in Cannes gewesen sein. Der mit am meisten Spannung erwartete Film war allerdings Wong Kar-Wais Geheimnis umrankter "2046". Der seit vier Jahren in Arbeit befindliche Nachfolger von "In the Mood for Love" war bereits vor einem Jahr als möglicher Wettbewerbstitel gehandelt worden und wirkte selbst jetzt noch wie ein Entwurf, ein Work-in-transit, ein Film auf der Reise. War die melancholische Eloge auf die Sehnsucht nach Liebe bereits im Vorfeld ein höchst mysteriöses Projekt, so lässt sich konstatieren, dass dieses ausgesucht schillernde Meisterwerk nach seiner Aufführung zwar greifbarer, aber keinesfalls weniger enigmatisch ist.
Was war nicht alles spekuliert worden: Einen in der Zukunft, eben im Jahr 2046 angesiedelten Science-Fiction-Film habe Wong ("Happy Together") machen wollen, einen Episodenfilm, dessen Geschichten auf unterschiedlichen Opern basieren, wofür der Regisseur eine ganze Stadt habe errichten lassen. Obwohl sich das Resultat nun einfach als direkte Fortsetzung von "In the Mood for Love" entpuppt, trägt es doch alle Merkmale einer schweren Geburt stolz zur Schau: ein Projekt, das sich in einem umständlichen Prozess erst einmal selbst finden musste. Die eingangs vermuteten Elemente schwingen lediglich mit, lassen sich als in die Textur des Films verwoben entdecken. Aber sie spielen untergeordnete, bestenfalls leitmotivische Rollen in dem sich mit höchster Sorgfalt entfaltenden Szenario. All das klingt komplizierter und verkopfter, als es ist. Tatsächlich ist dieser in typischer Wong-Manier in zum Sterben schönen Handlungsfragmenten erzählte Film sein vielleicht direktester und am einfachsten zu entschlüsselnder, wenn die eigentliche Geschichte, unfassbar romantisch und voller Sehnsucht, nunmehr unmittelbar an die Ereignisse von "In the Mood for Love" anschließt.
Im Mittelpunkt steht abermals Tony Leung als Schriftsteller Chow. Der zuletzt noch unglücklich Verliebte ist ein Frauenheld geworden, der sich die Körper seiner Geliebten nach Belieben nimmt, aber doch völlig ungerührt bleibt, als habe er noch eine Rechnung mit allen Frauen der Welt offen. Tatsächlich wird der Zuschauer in der ersten von mehreren Handlungs-Vignetten, die allesamt am 24. Dezember und über eine Zeitspanne von 1966 bis 1969 hinweg ihren Lauf nehmen, darauf aufmerksam gemacht, dass Chow nie darüber hinweg gekommen ist, die schöne Su (Maggie Cheung, hier in einem Kurz-Cameo dabei) verloren zu haben. So sind alle seine Affären zum Scheitern verurteilt, die er im Hotelzimmer 2046 haben wird: mit einer geheimnisvollen Schönen (Gong Li); mit einer Prostituierten (Zhang Ziyi), die ihn liebt, deren Gefühle er aber nicht erwidert; mit der Tochter des Hotelbesitzers (Faye Wong), die allerdings einen Freund in Japan hat. So wird hier alles verschoben und verschachert, kann alles käuflich erworben werden, wechselt alles den Besitzer - nur eben eines nicht. Je weiter Wong sein Puzzlespiel der verlorenen Liebe und ewigen Einsamkeit aus seinen Einzelteilen zusammensetzt, desto mehr nimmt "2046" Form an, desto mehr beginnt das kryptische Intro des Films Sinn zu machen, in dem die Hauptfigur von ihrem futuristischen Roman "2046" berichtet: In ihm fliehen zwei Liebende in die Zukunft, aber nützen trotz diverser Enttäuschungen die Chance nicht, mit einem Zug wieder in die Vergangenheit zurückzukehren: Vergangenes lässt sich eben nicht zu neuem Leben erwecken.
Wie bei Wong Kar-wai gewohnt, sind Bildkompositionen, Kostüme und Dekors von unerreichter Erlesenheit. Doch so perfekt, brillant und gleichzeitig hinreißend artifiziell wie hier war noch keiner seiner Filme. Bei aller Stilversessenheit sind es allerdings die Schauspieler, die den stärksten Eindruck hinterlassen: Tony Leung mit seinem Clark-Gable-Bärtchen und Zhang Ziyi ("Tiger & Dragon", "House of Flying Daggers") mit einer Darstellung, mit der sie sich vom ätherischsten Wesen des asiatischen Kinos mit einem Schlag zu seinem größten Star wandelt, allein sind das Lösen des Tickets wert. Bleibt zu hoffen, dass Wongs finaler Schnitt des Films (unmittelbar nach der Vorführung in Cannes nahm er die Arbeit daran wieder auf) aus dem Rohjuwel jenen weithin glänzenden Diamanten macht, den man jetzt schon zu erahnen glaubt. ts.
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Verleih Prokino (Fox) O-Titel 2046 Land / Jahr Hongkong/Frankreich/Italien/China/Deutschland 2004 Kategorie Spielfilm Genre Drama/ Science Fiction Produktionsfirmen Jet Tone Films/Paradis Films u.a. Produzenten Wong Kar Wai Koproduzenten Eric Heumann, Marc Sillam, Amedeo Panaghi Senderbeteiligung ZDF - Zweites Deutsches Fernsehen, Arte Deutschland Regie Wong Kar Wai Drehbuch Wong Kar Wai Darsteller Tony Leung Chiu-wai (Chow Mo-wan), Gong Li (Su Li-Zhen), Takuya Kimura (Tak), Faye Wong (Wang Jing Wen/wjw 1967), Zhang Ziyi (Bai Ling), Carina Lau (Lulu/Mimi), Chang Chen (cc 1966), Lam Siu-ping (Ah Ping), Wang Sum (Mr. Wang/Zugführer), Maggie Cheung (slz 1960), Thongchai McIntyre (Bird), Dong Jie (Wang Jie Wen), Bey Logan (Fays Freund) Kamera Christopher Doyle, Lai Yiu-Fai, Kwan Pun-leung Schnitt William Chang Musik Peer Raben, Shigeru Umebayashi Produktionsdesign William Chang, Alfred Yau Ton Claude Letessier, Tu Duu-chih Kinostart 13.01.2005 Laufzeit 129 FSK ab 12 Jahre Bildformat 35 mm/Cinemascope Tonformat Dolby-SRD Einspielergebnis D € 938.453
Bes. (EDI) 153.827
Bes. (FFA) 162.988
CharthistoryUSA-Start 05.08.2005, bei Sony Classics Boxoffice USA $ 1.237.566 Filmtrailer
Web-Link www.2046-der-film.de - nach oben Filmpreise
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Preis / Veranstaltung Jahr, Ort, am - von/bis Kategorie Person 17. Europäischer Filmpreis 2004, Barcelona, 11.12.2004 European Film Academy Nicht-Europäischer Film 2004 - nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
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Titel Vertrieb System Handelsform 2046 (2 DVDs) Paramount Home Entertainment DVD, ab 12, 88 Min. Kauf 2046 Paramount Home Entertainment DVD, ab 12, 124 Min. Leih - nach oben Soundtrack
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Art Interpret Komponist Titel Soundtrack/Songtrack Diverse 2046 - nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik
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Bei der Arbeit an seinem Science-Fiction-Roman verliert sich Chow im Gedanken immer wieder an seine Zeit als Gigolo, als er Frauen nur konsumierte, benutzte und wieder ablegte. Im Hotelzimmer Nummer 2046 gab er sich der Lust hin, mit einer unbekannten Schönen, mit einer Prostituierten, deren Liebe er nicht erwidern konnte, mit einer anderweitig liierten Hotelierstochter. Immer deutlicher wird, dass sie alle nur einem Zweck dienten: Der Unterdrückung des Schmerzes um den Verlust der großen Liebe.
Wong Kar-Wais Nachfolgeprojekt zu "In the Mood for Love" ist ein berauschend schöner Bildersturm, stilistisch perfekt und dramaturgisch einzigartig. Mit seiner bislang durchgestyltesten Regiearbeit entführt der Hongkonger Filmemacher sein Publikum in eine Welt voller großer Gefühle, tiefer emotionaler Wunden und prägender Erinnerungen. Als "Helden" des Melodrams brillieren Asiens Superstars Tony Leung und Zhang Ziyi, die bereits in "Hero" zusammen spielten. Ein Meisterwerk für anspruchsvolle Romantiker.
Quelle: mediabiz.de - nach oben Newsarchiv
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TV-Ausstrahlungen (im deutschen Fernsehen seit Frühjahr 2005)
Sender Datum Zeit BFS 01.07.2008 23:25:00 WDR 13.05.2008 01:00:00 RBB 29.01.2008 22:50:00 HR 07.01.2008 23:40:00 ARD 19.08.2007 23:15:00 ARTE 21.05.2007 20:40:00
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Vorschau bis: KW 2012/49
Alle deutschen Kinostarts und TV-Movie-Sendetermine plus geplante, laufende und fertiggestellte deutsche und internationale Produktionen.


